1. D: Andrea Wiegandt im Zwiespalt
Hastedts Trainerin besiegt eigenes Team als Findorffer Spielerin

Bremen. Es bedurfte schon einer gewaltigen Leistungssteigerung, damit der frisch aufgestiegene Handball-Oberligist von der SG Findorff beim HVN/BHV-Pokalturnier in die zweite Runde einziehen konnte. Gegen die unterklassigen Frauenteams der SG HC Bremen/Hastedt (Landesklasse), den SV Werder Bremen III und die LTS Bremerhaven (beide Landesliga) wusste sich das Team von Trainerin Corinna Wannmacher nach wackeligem Start noch zu gewaltig zu steigern und zog letztlich souverän in die nächste Runde ein. Zu Beginn tat sich der Favorit um SG-Kapitänin Andrea Wiegandt zunächst sehr schwer und kam in der Auftaktbegegnung gegen die LTS Bremerhaven zu einem 9:4 (5:3)-Erfolg.

Die folgende Begegnung zwischen Findorff und der SG HC Bremen/Hastedt wartete dann mit einer Besonderheit auf: Mit Andrea Wiegandt traf die neue Hastedter Trainerin als Spielerin der SG Findorff ausgerechnet im ersten Pflichtspiel der Saison auf ihre neu zu betreuende Landesklassen-Mannschaft. Allerdings stand das Spiel aus Sicht der Hastedterinnen unter einem schlechten Stern: Beim Hastedter Auftakt gegen Werder Bremen III waren Rückraumspielerin Lisa-Marie Jarzembowski und Werder-Kapitänin Sarah Schütte unglücklich zusammengeprallt und hatten sich beide so schwer verletzt, dass das Turnier für sie vorzeitig beendet war. „Damit fehlte Hastedt die vermutlich stärkste Spielerin“, so Wannmacher, „wodurch sie es zusätzlich schwer hatten.“ Den deutlichen 18:12 (10:6)-Erfolg wollte Corinna Wannmacher denn auch nicht zu hoch bewerten, „schließlich war es für Andrea eine extrem unglückliche Situation, als Trainerin gegen ihre eigene Mannschaft zu spielen.“ So musste sich Andrea Wiegandt während der 60 Spielminuten von ihren Findorffer Mannschaftskameradinnen einige spaßige Sprüche gefallen lassen. „Das erste Spiel gegen Werder III war leider ein kein so schöner Einstand für mich als Trainerin“, bilanzierte Trainernovizin Andrea Wiegandt auch angesichts der schweren Verletzung ihrer besten Torschützin. „Zum zweiten Spiel gegen Findorff kann ich eigentlich gar nicht so viel sagen“, erläuterte Wiegandt, „da meine Co-Trainerin Janina Brünjes das Spiel hauptsächlich gecoacht hat.“ Von daher habe sie der Mannschaft auch keine taktische Herangehensweise aufgegeben. Und aus dem Blickwinkel als Spielerin von Findorff sei es „für mich ganz normale Gegner, wie auch Werder und Lehe“ gewesen.

Die Begegnung gegen den SV Werder Bremen III avancierte zu einer Art „Jessica Radziej-Show“, mit insgesamt fünf Toren trug der Neuzugang einen großen Teil zum knappen 14:13 (9:5)-Erfolg ihrer Mannschaft bei. „Leider konnten wir nicht mit der stärksten Mannschaft antreten“, sagte Andras Kirsten, der Werder-Coach Malte Rogoll an der Seitenlinie vertrat, „da uns im Rückraum die Alternativen fehlten, weil neben Melanie Dammeyer auch die verletzte Jantje Fastenau und Lena Korge passen mussten.“

SV Werder Bremen III: Begemann, Linse; Grohmann (3/1), Birkenfeld (1), Schütte (4/1), Tiedemann (7), Pelz (6), Dag (2), Korge (2), Heyner (3), Meinke (11/7), Ketelhut (1), Eggert (2), Willig (2).

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Löffler; Theresa Mähr (11/9), Hagedorn (2), Ahlers, Marlena Mähr (3), Jarzembowski (2), Frank (9), Becker, Kriete (2), Semken, Webner (3), Beckmann (3), Repty.

Nächste Spieltermine

 

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1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

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15:00
2. Damen

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2. Herren

HC Bremen — SV Werder