1. Damen: Bremen/Hastedt tritt auf der Stelle
22:23-Pleite in Bremervörde

Bremen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folfe mussten sich die Landesliga-Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt beim 22:23 (12:10) beim TSV Bremervörde mit einer Niederlage abfinden, „die absolut unnötig war“, wie SG-Coach Nikolai Wachowiak im Anschluss erklärte. Nachdem seine Mannschaft in der Anfangsphase Spiel und Gegnerinnen komplett dominiert hatte und in der ersten Hälfte rund 15 Minuten ohne Gegentor blieb, stellten die Gastgeberinnen um ihre beste Torschützin Julia Friese (neun Tore/fünf Siebenmeter) in ungefähr der selben Spielzeit den Anschluss wieder her und ließen Bremen bis zur Pause auf lediglich ein Tor wegziehen.
„Wir haben sehr stark angefangen“, resümierte der enttäuschte Coach mit grimmigem Unterton, „und fast genauso stark nachgelassen.“ Falsche Entscheidungen im Angriff, mangelnde Absprache im gesamten Defensivverbund und Wurfpech hätten aus seiner Sicht dazu geführt, „dass wir ein Spiel aus den Händen gegeben haben, das wir nie hätten verlieren dürfen“. Warum sein Team nach starkem Beginn plötzlich den Faden verloren habe, versuchte der Trainer mit mangelndem Selbstvertrauen seiner Spielerinnen zu begründen. „Wenn du so tief unten drin steckst,“, so Wachowiak, „fehlt in wichtigen Situationen einfach das nötige Selbstverständnis und das unbedingte Vertrauen, zu sagen, der Ball geht jetzt in jedem Fall rein.“

In regelmäßigen Abständen fingen sich die Bremerinnen um ihre beiden Top-Angreiferinnen Melina Frank und Jessica Kelm (je fünf Tore) einfache Gegentore ein, weil sie den Ball zu schnell „wegwarfen“ oder schlicht keine vernünftigen Spielzüge mehr aufbauen und erfolgreich abschließen konnten. Nachdem Vivian Kullik für den TSV zum 12:12 ausgleichen konnte (36. Spielminute), wurde es auf beiden Seiten härter und der Spielfluss bei Hastedt geriet erheblich ins Stocken. In einer Auszeit appellierte der Coach, seine Spielerinnen mögen die Ruhe bewahren, allerdings verhallten seine Worte nahezu ungehört.

Zunächst wogte die Begegnung noch hin und her, aber in den letzten zehn Minuten überschlugen sich die Ereignisse förmlich: Nachdem Melina Frank ihr Team letzmalig in Führung brachte (52.), gelang dem TSV im Gegenzug der erneute Ausgleich und nur wenige Augenblicke sogar die erneute Führung. Diese gaben sie auch nicht wieder ab und gewannen das Duell zweier mindestens gleichwertiger Mannschaften. „Ich kann immer noch nicht erklären, woher diese Nervosität plötzlich herkam“, meinte Wachowiak, „vielleicht haben sich die Mädels selbst solch einen Druck gemacht, dass sie zu viel auf einmal wollten.“ Die anstehende zweiwöchige Pause solle nun genutzt werden, um das Selbstvertrauen wieder aufzubauen und den TSV Morsum (Sonntag, 11. Februar) zu schlagen.

SG HC Bremen/Hastedt: Loeffler, Abeldt; T. Mähr, Kelm (5), Hagedorn (1), Ahlers (1), Frank (5), Lagemann (4/4), L. Becker (1), Burmeister (1), A. Becker (1), Brünjes (3).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder