1. Damen: Die Oberligisten geben den Ton an
SV Werder Bremen II gewinnt Handball-Turnier der SG HC Bremen/Hastedt vor Aufsteiger SG Findorff

Bremen. Andrea Wiegandt war im Dreifachstress: Sie organisierte das Frauen-Handballturnier am Jakobsberg, saß zugleich beim dort beheimateten Landesklassen-Team der SG HC Bremen/Hastedt als Trainerin auf der Bank und musste obendrein als Spielerin des Oberligisten SG Findorff ran. „Das Umdenken war hier und da schon mal etwas schwierig, es hat aber insgesamt gut geklappt“, resümierte der sportliche Tausendsassa.

Die Tabellenspitze führten erwartungsgemäß die Oberligisten SV Werder Bremen II (6:0 Punkte) und SG Findorff (4:2) an, danach schoben sich überraschend die Hastederinnen als klassentiefstes Team (2:4) vor dem Landesligisten TuS Komet Arsten (0:6) auf den dritten Platz. Letztendlich waren alle Trainer mit dem ersten Leistungstest ihrer Teams zufrieden, schließlich standen bei ihnen bislang die konditionellen Grundlagen höher im Kurs, außerdem fehlten allen Teilnehmern urlaubs- und verletzungsbedingt einige Spielerinnen. „Für die weitere Vorbereitungsphase war das Turnier sehr aufschlussreich“, fand der Arster Coach Torsten Uhlenberg.

Abgesehen davon, dass sich rund einen Monat vor dem Saisonstart vier Bremer Mannschaften miteinander gemessen haben, gab es beim Turnier auch einige andere interessante Aspekte. So traf Werders Neuzugang Fenja Schultz auf ihre ehemaligen Mannschaftskameradinnen aus Arsten, die Neu-Hastederinnen Berit Rathjen und Dana Beckmann forderten wiederum ihren grün-weißen Ex-Klub heraus. Lisa-Marie Jarzembowski war frisch aus Arsten nach Hastedt gewechselt, die beide in der vergangenen Saison noch in der Landesliga gegeneinander gespielt hatten. „Wir haben ein recht ordentliches Turnier gespielt“, fand Werders Trainer Radek Lewicki. Seine Mannschaft lief mit vielen Jugendspielerinnen auf, die als Perspektivspielerinnen des Zweitligisten gelten und behutsam aufgebaut werden sollen.

Die Grün-Weißen starteten mit einem 37:15-Erfolg über den TuS Komet Arsten ins Turnier und setzten sich anschließend mit 21:20 gegen den künftigen Oberliga-Rivalen SG Findorff durch. Zwei Minuten vor Schluss hatte der Turniersieger noch mit 19:20 zurückgelegen, bevor Marieke Heilmann den Spieß mit zwei Toren in Folge umdrehte. Danach machte der SVW den Turniersieg mit einem 41:12 über die SG HC Bremen/Hastedt perfekt. Bei der SG Findorff feierte Nele Messer ausgerechnet in der Halle ihr Comeback, in der sie sich vor drei Monaten eine langwierige Fingerverletzung zugezogen hatte. „Sie hat ein sehr gutes Turnier gespielt“, lobte Findorffs Trainerin Corinna Wannmacher den Schwarzschopf, der erst vor zwei Wochen wieder ins Training eingestiegen ist. Die Findorfferinnen sicherten sich mit dem 26:23 über Arsten und dem 28:20 über Hastedt den zweiten Rang.

In Hastedts dezimiertem neunköpfigen Aufgebot standen wiederum fünf Neuzugänge, darunter Finja Kriete und Nina Semken aus Ritterhude. „Wir wollten erst einmal zusammenfinden. Das hat im Ansatz gut funktioniert“, meinte Andrea Wiegandt. Die neue Trainerin der SG HC Bremen/Hastedt setzte sich im alles entscheidenden Spiel mit 26:16 gegen den klassenhöheren Gast aus Arsten durch und sicherte sich damit etwas überraschend den dritten Platz.

„Damit dürfte klar sein, dass wir als Vizemeister der vergangenen Saison nicht automatisch die Favoritenrolle für die kommende Spielzeit übernehmen“, betont Arstens Trainer Torsten Uhlenberg. Schließlich muss er gegenüber der Vorsaison drei Routiniers ersetzen und dafür fünf A-Jugendliche in seinen Kader einbauen. In seiner Mannschaft hatten sich die Torfrauen Melanie Rieger, Lara Kasch und Malin Kahle nach zwei mageren Auftaktspielen beim finalen 23:26 gegen Findorff nebst Abwehr gesteigert.

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder