1. Damen: Individualisten sichern den Erfolg
Bremen/Hastedt gewinnt mit 27:24

Bremen. Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt beim knappen 27:24 (13:13)-Auswärtssieg bei der HSG Mittelweser/Eystrup zu verrichten hatten, ehe der Sieg schließlich feststand. „Insgesamt überzeugten aber alle Spielerinnen am Ende durch starke individuelle Leistungen“, erläuterte die neue Hastedter Trainerin Andrea Wiegandt nach der Schlusssirene erleichtert.

Nachdem sich beide Teams in den ersten Minuten nahezu egalisierten, gelang Marlena Mähr (vier Tore/vier Siebenmeter) nach einer knappen Viertelstunde per Siebenmeter erstmals der Führungstreffer für die Gäste (7:6/14. Spielminute). „Wir hatten zunächst wieder mit der offensiven 3-2-1-Deckung begonnen“, beschrieb Andrea Wiegandt die zerfahrene Anfangsphase ihres Teams, „allerdings taten sich dabei viel zu große Lücken auf, wodurch die Antrittsräume der Gegnerinnen ebenfalls viel zu groß geworden sind.“

Nach der Umstellung auf die deutlich kompaktere 6-0-Deckung wurde die Abwehr der Gäste um Top-Angreiferin Melina Frank (8) zwar erheblich stabiler, „jedoch wurde für meinen Geschmack immer noch zu wenig im Verbund verschoben“, bemängelte Wiegandt. Kurz vor der Halbzeitpause kamen die Gastgeberinnen zum Ausgleich, unmittelbar nach Wiederbeginn brachte HSG-Angreiferin Mayline Böhm ihr Team sogar in Front.

Ein Problem auf Hastedter Seite war an diesem Tag auch der Angriff: „Wir waren sehr häufig viel zu hektisch“, skizzierte Andrea Wiegandt die Problemstellung, „in der ersten und auch in der zweiten Welle haben die Spielerinnen teils zu schnelle und mehrfach auch einfach unvorbereitete Abschlüsse gesucht, das zog sich wie ein roter Faden irgendwie auch durch unser ganz normales Angriffsspiel.“

Insgesamt überzeugten aber alle Bremerinnen durch besagte starke indivduelle Leistungen, besonders Melina Frank trug mit ihren acht Toren wieder einmal als treffsicherste Hastedter Schützin einen erheblichen Anteil zum letztlich verdienten Sieg bei. Bei Hastedt konnten sich allesamt zudem auf ihre Torfrauen verlassen, Berit Rathjen und Judith Repty überzeugten ebenfalls auf ganzer Linie. „Allein mit ihren vier gehaltenen von insgesamt neun Siebenmetern der Gastgeberinnen trugen beide Neuzugänge maßgeblich zum Sieg bei“, lobte Andrea Wiegandt.

Gleichzeitig richtete sie sich vor dem nächsten Auswärtsspiel (Sonnabend, 22. September, 16 Uhr) mit einem flammenden Appell an ihr Team: „Keiner sollte den kommenden Gegner von der SVGO auch nur im Ansatz unterschätzen“, ermahnte sie ihre Spielerinnen, „aber sofern wir im sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr konzentrierter arbeiten, hoffe ich, dass wir zwei Punkte mitnehmen können.“

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Repty; Theresa Mähr (4/4), Hagedorn (1), Marlena Mähr (1), Ahlers (1), Jarzembowski, Frank (8), Lagemann (4/3), Otto (3), Kießling (3), Weber, Semken (1), Beckmann (1).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder