1. Herren: Bescherung am Jakobsberg
Hastedter Oberliga-Handballer gewinnen Kellerduell mit 27:22

Bremen. So etwas nennt man wohl eine vorweihnachtliche Bescherung. Nach fünf Niederlagen in Folge kämpften sich die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt wieder in die Erfolgsspur zurück. Mit einer äußerst engagierten Leistung feierte die Mannschaft von Trainer Marten Franke einen völlig verdienten 27:22 (16:12)-Sieg im Kellerduell über das mitgefährdete Team des TSV Bremervörde und kann jetzt mit gestärktem Selbstvertrauen sowie zwei Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen überwintern.
Die große Erleichterung war bei Spielern und Mannschaftsverantwortlichen nach der Schlusssirene deutlich zu spüren, und auch Marten Franke atmete erst einmal ordentlich durch. „Das war eine ganz starke kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Alle wussten, worum es ging, alle haben sich voll reingehängt und wir wurden mit vielen direkten Toren dafür auch belohnt“, sagte der verletzte Spielertrainer.
Spielerisch zeigten die Hastedter eine Woche zuvor gegen Barnstorf zweifelsfrei den besseren Handball. Doch gegen Bremervörde kam neben all dem Kampfgeist auch fraglos eine ordentliche Portion Abgeklärtheit hinzu. „Wir waren diesmal auch einfach cleverer“, sagte Franke.So blieb das 1:0 von Bremervördes Adnan Salkic (3.) der einzige Rückstand in dieser Partie, in der die Hastedter eine ausgeglichen starke Mannschaftsleistung boten. Dennoch gab es individuelle Glanzlichter. Allen voran Torwart Luca Prieß, der mit einer nahezu 50-prozentigen Quote überragte. „Luca war heute für mich ganz klar der Matchwinner“, sagte Marten Franke. Da war aber auch ein Felix Fietze, der über sich hinauszuwachsen schien und gerade bei den Gegenstößen brillierte. Marten Franke war begeistert: „Da waren tolle Tore dabei, bei denen er zuvor den Ball abfing und fast über das gesamte Feld prellte. Und das gehört eigentlich nicht zu seinen Stärken.“
Gegen Bremervörde trug aber jeder Spieler seinen Teil zum Erfolg bei. In der Verteidigung konnte so auch der Ausfall von Leon Grieme kompensiert werden. Der Abwehrchef musste in der zehnten Minute nach einer Knieverletzung vom Feld. „Es hat zwar etwas gedauert, aber alle gemeinsam haben seinen Part gut übernommen“, sagte Franke. Zum Beispiel Jan Wiezorrek, der in der Abwehr sehr stabil verteidigte und im Angriff mit fünf Toren glänzte. Ebenso wie Mittelmann Ole Fietze, der nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze überzeugte.
Die extrem offensive Verteidigungsformation funktionierte in der ersten Hälfte bestens. Die Bremervörder erzielen im Schnitt zwischen 26 und 28 Toren, aber die Hastedter ließen gerade einmal zwölf Gegentreffer bis zur Pause zu. Ab der 35. Minute agierten die Gäste mit einem siebten Feldspieler und die Bremer stellten notgedrungen auf eine 6:0-Deckung um. Wie gewohnt kam Bremervörde selten über die Außenpositionen, sodass die Hastedter mit dem starken Innenblock David Brune und Jorrit Latacz auch das in den Griff bekamen.
Dennoch mussten die Hastedter auch eine wackelige Phase überstehen, als sie einen 18:15-Vorsprung zum 18:18 abgaben. „Doch alle waren heute auf das Handballspielen fixiert und nicht auf das Ergebnis. So haben wir uns da wieder klasse herausgekämpft“, sagte Franke. Nach dem 24:21-Zwischenstand setzte Felix Fietze mit drei Treffern in Serie den Schlussakkord.
Vor den Bremern liegt jetzt eine längere Pause, denn bedingt durch die Weltmeisterschaft der Männer startet die Rückrunde erst am 26. Januar 2019 mit der Heimpartie gegen die HSG Delmenhorst. Im Hinspiel mussten sich die Hastedter dem Aufsteiger hauchdünn mit 31:32 beugen, vor eigenem Publikum wollen sie sich natürlich revanchieren.

SG HC Bremen/Hastedt:
Prieß, Lucic; Felix Fietze (7), Schröder (2), Helbig, Brune (1), Kai Wiezorrek, Grieme, Harting (3), Heller, Ole Fietze (7/6), Jan Wiezorrek (5), Latacz, Hermann (2).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder