1. Herren: Chris Gövert trifft
Zehn Sekunden vor Schluss erzielt er Hastedter 27:26-Siegtreffer

Bremen. Fast 57. Minuten lang hatte er auf der Bank schmoren müssen. 57 lange Minuten, in denen er nur tatenlos zuschauen konnte, wie sein Team, die SG HC Bremen/Hastedt bedingungslos um den ersten Sieg kämpfte. Dann war es endlich soweit. Trainer Marten Franke schickte Chris Gövert aufs Feld. Sein klarer Auftrag: Tempo machen, Gegenstöße laufen, den Gegner in der Endphase unter Druck setzen. Und Gövert erledigte seinen Spezialauftrag mit Bravour. Zehn Sekunden vor der Schlusssirene wurde er zum Matchwinner und erzielte den umjubelten 27:26-Siegtreffer gegen den VfL Edewecht.
Für die Hastedter Oberliga-Handballer war dies eine echte Erlösung. Drei Spieltage lang hatten sie angesichts ihrer erheblichen Personalprobleme wacker gekämpft, aber letztlich drei Niederlagen kassiert, die sie ans Tabellenende abrutschen ließen. „Heute sind wir endlich dran“, hatte der verletzte Spielertrainer Marten Franke darum vor dem ersten Heimspiel der Saison als Tagesmotto ausgegeben. Und seine Mannschaft hielt sich daran.
Schnell lagen die Gastgeber mit 3:0 vorn (5.), leisteten sich danach aber wieder einmal zu viele einfache Fehler, sodass die Edewechter dran blieben und zur Pause knapp mit 12:10 vorn lagen. „Dadurch haben wir uns unsere sehr gute Deckungsarbeit teilweise wieder kaputt gemacht“, sagte Franke.
Die junge SG-Mannschaft brachte sich in der zweiten Hälfte durch eigene Fehler in die Bredouille. Edewecht nutzte die leidlich aus und ging über 18:16 (41.), 22:19 (50.) mit 26:22 (55.) in Führung. Doch die Bremer kämpften leidenschaftlich weiter. Mit einem ganz starken Giuliano Boccacci, der in den letzten 20 Minuten zwischen den Pfosten stand, sowie einer klasse Abwehr, ließen sie keinen Gegentreffer mehr zu. Bjarne Budelmann und Jan Ole Harting hielten die Hoffnungen mit jeweils zwei Treffern zum 26:26-Gleichstand am Leben. Und die Hastedter wurden für ihren nimmermüden Einsatz belohnt, als Chris Gövert den Schlusspunkt setzte. „Das hat er ganz klasse gemacht. Er hat als Rechtshänder auf der Rechtsaußenposition sonst ja immer einen schweren Stand“, sagte Marten Franke. Bestnoten in einem ansonsten sehr homogen auftretenden Team verdiente sich Ole Fietze, der gleichermaßen stark in Abwehr und Angriff (6/1 Tore) agierte.
Am kommenden Sonnabend erwarten die Hastedter den Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen zum Derby. Verzichten müssen sie dabei auf ihre A-Jugendlichen, die parallel im Einsatz sind. „Das ist natürlich ein dicker Brocken. Aber wir wollen den Favoriten auf jeden Fall etwas ärgern“, verspricht Marten Franke.

SG HC Bremen/Hastedt: Lucic, Boccacci; Felix Fietze (2), Schröder (5), Francke, Gövert (1), Kai Wiezorrek, Budelmann (5/3), Grieme (1), Harting (5), Heller, Ole Fietze (6/1), Jan Wiezorrek (2), Latacz.

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder