1. Herren: SG HC Bremen/Hastedt bringt sich um den verdienten Lohn
Handball-Oberliga: Cloppenburg als das Team der Stunde setzt sich vor 700 Zuschauern hauchdünn mit 30:29 durch

Bremen. Klasse Angriffsaktionen, packende Abwehrszenen und ein bis zur letzten Sekunde offener Ausgang – dieses Spiel hatte alles, was das Herz des Handball-Fans höher schlagen lässt. Nur aus Sicht der SG HC Bremen/Hastedt fehlte eine entscheidende Nuance: irgendetwas Zählbares. Denn vor rund 700 Zuschauern musste sich der Bremer Oberligist beim TV Cloppenburg hauchdünn mit 29:30 (16:13) geschlagen geben. „Das war ein klasse Spiel, das richtig Spaß gemacht hat. Ärgerlich war nur, dass wir uns durch teilweise dumme und unnötige Fehler selbst unseren Lohn gebracht haben. Ein Unentscheiden wäre sicherlich verdient gewesen“, sagte Hastedts Spielertrainer Marten Franke.

Beide Kontrahenten zeigten in dieser Partie, warum sie in den vergangenen Wochen die Mannschaften der Stunde waren. Dabei setzten die Cloppenburger ihre erstaunliche Serie fort und feierten mit dem Erfolg über die Bremer ihren neunten Sieg in Folge. „In dieser Verfassung ist Cloppenburg für mich ganz klar zurzeit das stärkste Team der Liga“, sagte Franke. Es spricht für seine Mannschaft, dass sie diesen Topgegner zumindest in der ersten Hälfte dominierten. Bitter nur, dass es den Hastedtern nicht gelang, sich nach einer 11:6-Führung (19.) noch deutlicher abzusetzen. Kurz danach sah Hastedts Yannik Schäfer bereits seine zweite Zwei-Minuten-Strafe, sodass Franke gezwungen war, seinen Abwehrchef für die entscheidende Schlussphase zu schonen.
Nach der Pause wurde der Spielfluss auf beiden Seiten durch teils sehr diskussionswürdige Zeitstrafen erheblich gestört. Letztlich lag es aber an der zu hohen Zahl von vermeidbaren Eigenfehlern, dass die Bremer nach dem 21:21 (43.) zwar nur leicht, aber entscheidend in Rückstand gerieten. Da half auch nicht die gute Leistung von Keeper Luca Prieß, der etliche Paraden gegen die beiden stärksten Cloppenburger Schützen Ole Harms (9(2) und Erik Gülzow (5) zeigte, gegen den Marten Franke zum Schluss noch eine Manndeckung verordnete. Franke selbst (11/3) avancierte in der Offensive zum herausragenden Akteur, aber auch er konnte diese knappe Niederlage nicht mehr verhindern. Das Tor des zwölf Minuten vor Spielende wieder eingewechselten Yannik Schäfer zum 29:30 (39 Sekunden vor Schluss) sollte der letzte Bremer Treffer gewesen sein, da die Chance zum Ausgleich kurz danach leichtfertig vertändelt wurde.

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Farasha; Felix Fietze (2), Ehmke, Gövert, Till (5), Franke (11/3), Schäfer (3), Kai Wiezorrek, Ole Fietze, Jan Wiezorrek (5), Steghofer (3).

Nächste Spieltermine

 

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen

14:30
A-Jugend

THW Kiel — HC Bremen