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Herren: Hastedt verkauft sich teuer
34:38 gegen Fredenbeck

Bremen. Sie hatten dem Tabellenvierten alles abverlangt, was möglich war. Mit gerade einmal neun Feldspielern – von denen sieben durchspielten – und einem Torwart lieferten die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt dem VfL Fredenbeck eine Partie auf Augenhöhe, mussten sich am Ende aber doch mit 34:38 geschlagen geben. Zur Halbzeit lag das Team von SG-Spielertrainer Marten Franke vor eigenem Publikum noch hauchdünn mit 18:17 vorn. Franke war dann auch mit seiner Mannschaft abgesehen vom Ergebnis zufrieden. „Das war ein gutes Spiel von uns. Mit einer ähnlich starken Leistung werden wir bei der TSG Hatten-Sandkrug zwei Punkte mitnehmen“, sagte er.

Intensiv hatten sich die Hastedter im Training auf ihre Gegner vom VfL Fredenbeck vorbereitet und wollten den Gästen mit einer offensiven 3:2:1-Deckung den Schneid abkaufen. „Das klappte jedoch nicht so wie erhofft, denn Fredenbeck kam extrem erfolgreich über den Kreis, sodass wir umstellen mussten“, sagte Franke. So wurde aus der schnellen 3:0-Führung (4.) bis zur 17. Minute ein 8:9-Rückstand. Auch bei einer Hastedter 6:0-Verteidigung vergrößerte sich der Fredenbecker Vorsprung zunächst auf 14:10 (21.), das Fredenbecks linker Rückraumschütze Jan Torben Ehlers erzielte. Ehlers wurde mit zwölf Treffern (davon zwei Siebenmeter) erfolgreichster Schütze dieser Partie, die Hastedter verstanden es nicht, seine einfachen Tore zu verhindern.

„Wir haben in der Abwehr insgesamt nicht den richtigen Zugriff gefunden“, sagte Marten Franke. Im Angriff lief es dagegen gut. Auch über den Kreis, wo Felix Fietze mit sechs Toren überzeugte. Nachdem Fredenbeck zwischenzeitlich wieder auf vier Tore davongezogen war, kamen die Bremer noch einmal durch Fietzes Treffer heran. Diskussionswürdige Zeitstrafen auf beiden Seiten zerstörten immer wieder den Spielfluss. Im Tor stand den Bremern der A-Jugendliche Antonio Berdar zur Verfügung, da Drazen Lucic (privat) und Luca Prieß (beruflich) verhindert waren. „Antonio hat seine Sache gut gemacht“, befand Franke. Am 30 März läuft sein Team bei der TSG Hatten-Sandkrug auf. „Dort wird es darauf ankommen, dass wir gegen die kompakte Abwehr mit viel Power anlaufen“, so Franke.

HC Bremen: Berdar; Felix Fietze (6), Schröder (5), Gövert, Franke (8/5), Kai Wiezorrek, Grieme (6), Ole Fietze (3), Jan Wiezorrek (6), Latacz.

Herren: Ohne Backe, aber mit viel Leidenschaft
HC Bremen trotzt Rotenburger Heimstärke und gewinnt mit 26:19

Bremen. Die Halle in der Pestalozzistraße des TuS Rotenburg ist für den Großteil der Oberliga-Mannschaften eine uneinnehmbare Festung, was sicherlich vor allem am strikten Backeverbot liegen dürfte. Lediglich die Handballer des unangefochtenen Spitzenreiters OHV Aurich und des TV Cloppenburg konnten bislang den Heimnimbus der Gastgeber knacken. In diesen illustren Kreis kann sich jetzt auch die SG HC Bremen/Hastedt einordnen. Das Team von Spielertrainer Marten Franke feierte einen nie gefährdeten 26:19 (12:8)-Sieg und entfernte sich damit weiter aus der Abstiegszone. Nach einer Durststrecke herrscht bei den Bremern mittlerweile wieder eine andere Atmosphäre. „Die Stimmung ist gut, alle haben den Abstiegskampf klar angenommen“, sagt Franke.
Die Hastedter fuhren gut vorbereitet nach Rotenburg. Beim Training unter der Woche stand das Spiel ohne Haftmittel im Fokus, und das machte sich letztlich bezahlt. Nach vier fehlerlosen Angriffen lagen die Bremer nach knapp sieben Minuten bereits mit 4:0 vorn. Ohne Backe geht aus dem Rückraum eher nur eingeschränkt Gefahr aus, und so verteidigten die SG mit einer kompakten 6:0-Deckung. Die war bis dato von den Rotenburgern nicht zu knacken und erwies sich auch in der Folgezeit als schwer überwindbar. Erst nach der 9:2-Führung folgte eine kurze Schwächephase, in der die Heimmannschaft mit ihren bekanntermaßen schnellen Gegenstößen auf 6:10 verkürzte.
„Wir wussten, dass wir im Spiel Sechs-gegen-Sechs gut aussehen würden. Mit nur 19 Gegentoren in Rotenburg ist unser Plan sehr gut aufgegangen“, sagte Marten Franke. Dafür sorgten auch Leon Grieme und Felix Fietze, die in der Defensive im Innenblock sicher standen und auch vorne jeweils zwei Treffer erzielten. Kam dennoch einmal etwas durch, war auf Luca Prieß im Hastedter Tor wieder einmal Verlass. Der stand rund 50 Minuten zwischen den Pfosten und lieferte eine sehr gute Leistung ab.
Die Hastedter boten insgesamt eine sehr disziplinierte Vorstellung, leisteten sich wenig technische Fehler und so gut wie keine überhasteten Würfe. „Kampfgeist und Emotionen stimmten, da gab es kaum etwas zu kritisieren“, so Franke. Der Bremer Trainer musste ohne David Brune und seinen Mittelmann Ole Fietze auskommen. So wurde kurzfristig Bjarne Budelmann mitgenommen, der nahezu fehlerlos blieb, die Bälle gut verteilte und außerdem selber traf (5/3). Auch Youngster Thies Hermann lieferte gerade in der Anfangsphase eine überzeugende Leistung ab.
In der 43. Minute lagen die Hastedter erstmals mit acht Toren vorne, nachdem Felix Fietze das 19:11 erzielte. Eine insgesamt sehr gute Leistung lieferte erneut Paul Schröder ab, der in seiner Rotenburger Heimat besonders in der Offensive überzeugte und sechs Tore erzielte. Ohnehin durften die Bremer mit ihrem Angriff absolut zufrieden sein. „26 Tore in Rotenburg können sich sehen lassen, zudem haben sich die Treffer im Team sehr gut verteilt“, sagte Marten Franke.
Ein ganz anderes Kaliber steht der SG HC Bremen/Hastedt am Sonnabend (16. März) bevor, wenn der Tabellenfünfte VfL Fredenbeck um 19.30 Uhr am Hastedter Osterdeich aufläuft. „Fredenbeck ist immer eine Wundertüte, da setzen in jedem Spiel andere Akteure die Akzente“, sagt Franke. Doch die Bremer können durch die verbesserte Personalsituation mittlerweile wieder besser trainieren und hatten sich bereits im Hinspiel sehr gut angestellt. Lediglich 20 Tore hatte die Abwehr in Fredenbeck damals zugelassen. „Leider war auf der anderen Seite unser Angriff aber viel zu drucklos, sodass wir nur 16 Tore erzielen konnten. Wenn wir das diesmal besser hinkriegen, sollten zwei Zähler möglich sein“, so Franke.

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Lucic; Felix Fietze (2), Schröder (6), Budelmann (5/3), Gövert, Franke (5/3), Helbig, Kai Wiezorrek, Grieme (2), Jan Wiezorrek (4), Latacz, Hermann (2).

mJC: Spitzenreiter gestürzt
Hastedts C-Jugend fährt zur Niedersachsenmeisterschaft

Hastedt. Die männliche C-Jugend des HC Bremen hat ihr großes Ziel ist erreicht: Sie fährt als Tabellendritter der Handball Oberliga West zur Niedersachsenmeisterschaft, die am 30. und 31. März ausgespielt wird. Die Bremer setzten sich zuhause im entscheidenden Spiel mit 27:23 (16:10) gegen den TvdH Oldenburg durch, schraubten damit ihr Punktekonto auf 28:8 Zähler und verwiesen den Verfolger TV Bissendorf-Holte auf den vierten Rang (24:10 Punkte).
Beim Sturz des Spitzenreiters aus Oldenburg lieferten die Bremer einen großen Kampf und dominierten die erste Halbzeit eindeutig. „Statt einer Sechs-Tore-Führung hätten es auch acht oder zehn Tore Vorsprung sein können“, bemängelte das Trainerduo Marten und Jörn Franke die Chancenverwertung ihres Teams. Im zweiten Durchgang verlor der HC Bremern seinen roten Faden und es unterliefen ihm etliche technische Fehler. Da zudem Finn Unger als Alleinunterhalter der Huntestädter die HC-Abwehr mit seinen insgesamt zehn Toren vor große Probleme stellte, schmolz der hohe Vorsprung bis auf zwei Tore dahin (24:22/47.).
In dieser Phase sorgten Yunus Uckac (2) und Paul Bonnet mit feinen Einzelaktionen für die Ergebnisklarheit. Am Ende war das Bremer Team ausgeglichener besetzt und siegte verdient. Trotzdem konnte es sich bei seinem Torwart Marcel Baraniak bedanken, dass es endgültig die Teilnahme an der HVN-Meisterschaft erreichte.
Dadurch hatte das letzte Punktspiel der Saison beim VfL Fredenbeck nur noch formellen Charakter. Ohne die verhinderten Yunus Uckac und Luc Schreiber trumpfte der HC in Fredenbeck dennoch sehr motiviert auf und nahm das Match als Vorbereitung auf die bevorstehende Niedersachsenmeisterschaft. Über 5:3 und 13:4 lagen die Bremer und ließen auch danach nichts mehr anbrennen. Stark agierte bei ihnen Marcel Baraniak, bei dem sich das Torwarttraining mit Timo Hermann mehr und mehr auszahlt. Im Angriff traf das Franke-Team fast nach Belieben, das sich über schnelles Kombinationsspiel Chancen am Fließband herausspielte. Die verwerteten vor allem Jakob Papin (zehn Tore) sowie Linus Jöhnk und Finn Geils (jeweils fünf Treffer).
Am Ende siegten die Gäste aus der Hansestadt mit 33:17 (17:7) und hatten damit in der Rückrunde lediglich eine, allerdings deutliche, Niederlage beim Meister OHV Aurich kassiert.

HC Bremen: Baraniak; Duris (3), Bonnet (6/1), Trompke (2), Papin (14), Scharnke (2), Horstmann (10/2), Uckuc (9), Jöhnk (6), Kohaupt (2), Geils (6), Schreiber.

mJB: Rückschlag für HC Bremen
B-Jugend unterliegt Hildesheim und siegt gegen Fredenbeck

Hastedts Lukas Dibowski zeichnete sich beim ungefährdeten 27:22-Sieg gegen den VfL Fredenbeck in der „englischen Woche“ als elffacher Torschütze aus. Foto: Olaf Kowalzik
Hastedt. Mit einem Sieg und einer Niederlage schloss die männliche B-Jugend des HC Bremen ihre „englische“ Woche ab und war damit nur teilweise zufrieden. Erst setzte es für sie eine 18:22 (6:12)-Niederlage im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim. Zwei Tage später kamen die Franke-Schützlinge zu einem 27:22 (11:11)-Erfolg über den VfL Fredenbeck.
„Im Kampf um den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft berechtigt, war das für uns ein Rückschlag. Wir waren Hildesheim in allen Belangen unterlegen“, kritisierte der HC-Trainer Marten Franke im ersten Spiel vor allem die mangelnde kämpferische Einstellung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit.
Hildesheim kaufte den Bremern mit überhartem Einsatz rasch den Schneid ab. Bis zum 5:5 hielten die Bremer, die ohne die erkrankten Malte Till und Matthew Wollin antreten mussten, noch einigermaßen mit. Sie offenbarten aber bereits hier eklatante Schwächen im individuellen Abwehrverhalten. Zwar gestattete man dem stärksten Hildesheimer Individualisten Luc Depping nicht ein einziges Feldtor, dafür wurde der Hildesheimer Rückraum nicht engagiert genug bekämpft. Dazu gesellte sich eine heftige Abschlussschwäche: immer wieder scheiterte der HC Bremen am überragenden Hildesheimer Torwart. Als eine Überzahl fehlerhaft gespielt und in dieser Zeit auch noch ein Gegentor kassiert wurde, lagen die Spieler um Fynn Schluroff und Philipp Holst mit 5:11 zurück. Näher als auf 10:13 kamen sie nicht mehr in die Niedersachsen heran, die sich bis auf 20:13 absetzten (42.).
Gegen Fredenbeck zeigte sich der HC Bremen deutlich kämpferischer und revanchierte sich bei den Niedersachsen für die unglückliche 20:21-Hinspielniederlage. In der ersten Halbzeit gestattete die HC-Abwehr den Gästen zu viele freie Rückraumwürfe ohne Kontakt und ließ selbst einige hochkarätige Chancen aus. Das änderte sich im zweiten Durchgang, als das Franke-Team durch gelungene Kreuzbewegungen immer wieder seine Rückraumspieler in Position brachte. Lukas Dibowski zeichnete sich als elffacher Torschütze aus, und auch der erweiterte Gegenstoß funktionierte jetzt deutlich besser. „Unsere Mannschaft hat einen guten Willen gezeigt und bleibt durch den Sieg dicht an Hildesheim dran“, zeigten sich Marten und Jörn Franke mit der Leistungssteigerung ihres Teams zufrieden. Am Sonntag empfängt es um 17 Uhr das Schlusslicht HV Lüneburg.

HC Bremen: Kuhlmann, Schluroff (3), Diering (9), Holst (2), Bruning (2) Dibowski (13/1), Berdar (4), Laube (3), Fuhrmann (6), Hülsmann, Westermeier (2), Holst (3/1), Bonnet.

mJA: HC Bremen knöpft THW Kiel Punkt ab

Bremen. Die männliche A-Jugend des HC Bremen sorgte in der Handball-Bundesliga für einen Paukenschlag: Sie knöpfte dem THW Kiel mit dem 31:31 (12:15) am Jakobsberg einen wichtigen Punkt ab. „Meine Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen und sich dafür belohnt“, war HC-Trainer Tim Schulenberg mit der Leistung seiner Spieler „super zufrieden“. Die Heimmannschaft hatte im ersten Durchgang in Torwart Antonio Berdar einen starken Rückhalt, einige Abschlussschwächen im Angriff bescherten den Bremern jedoch einen Drei-Tore-Pausenrückstand. Beim 17:21 (41.) ging Tim Schulenberg ins Risiko, er öffnete die Abwehr und griff mit dem siebten Feldspieler an. Damit überraschte er den Tabellenvierten, gegen den schon sechs Minuten später der Ausgleich geschafft war (24:24). Mit dem 31:31-Endstand sicherte sich der HC Bremen einen ganz wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

HC Bremen: Garrels, Garrels; Reimer, Scharnke, Jöhnk (7), Hermann (1), Esser, B. Budelmann (7/5), H. Budelmann (1), Helbig (1), M. Schluroff (10), L. Schluroff (1), Gerke (1), Langwucht (2).

U17 Beach-Nationalmannschaft: Deutschland bei Beach-EM "würdig vertreten"
U17-Nationaltrainer Marten Franke im Interview

Neue Mannschaft, neuer Trainer: Im Januar fand in Witten der erste Lehrgang der männlichen U17-Auswahl im Beachhandball statt. Es war der Auftakt auf dem Weg zur Jugend-Europameisterschaft, die vom 27. bis 30. Juni 2019 in Polen stattfindet. Konrad Bansa gab das das Amt nach dem EM-Gold 2018 ab, um sich komplett auf die Männer-Nationalmannschaft zu konzentrieren – seine Nachfolge trat Marten Franke an. Der 24 Jahre alte B-Lizenz-Inhaber ist bei den „Nordlichtern“ aktiv und sagt über sich selbst, er sei „Beachhandballer durch und durch“. Im Interview spricht Franke über die Ziele für die Europameisterschaft, seine Planungen für die Mannschaften und die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Harald Mulder…

Marten, bei der letzten Jugend-Europameisterschaft holte die deutsche Auswahl die Goldmedaille. Was ist mit der neuen – jungen – Mannschaft das Ziel für die Europameisterschaft im Juni?

Marten Franke:
Es sind natürlich sehr große Fußstapfen, in die wir treten. Wir wollen einfach so weit wie möglich kommen – und werden im ersten Schritt versuchen, uns für das Viertelfinale zu qualifizieren. Mehr kann ich dazu noch schlecht sagen, weil der Modus noch nicht bekannt ist. Es ist nun erst einmal unsere Aufgabe als Trainer, die Jungs bis zum Turnier bestmöglich auszubilden, damit wir so gut vorbereitet wie möglich in dieses Turnier gehen können. Ich bin überzeugt, dass wir das hinbekommen (schmunzelt).

Im Januar fand der Sichtungslehrgang statt. Wie fällt deine Bilanz aus?

Marten Franke:
Definitiv sehr positiv. Ich war im Vorfeld selbst sehr gespannt, was die Jungs mitbringen und wie sie harmonieren, denn wir hatten Spieler mit unterschiedlichen Voraussetzungen dabei. Einige haben sich über ihre Leistung bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft empfohlen, andere sind uns in der Halle aufgefallen, weil wir gesehen haben, dass die Anlagen passen könnten.

Ich denke, man hat im Laufe der zweieinhalb Tage gesehen, wie gut sich die Jungs bereits entwickelt haben. Es ging sehr schnell, dass sie sportlich und menschlich zueinander gefunden haben. Das ist wichtig, denn es wird bei der EM entscheidend sein, dass man einen guten Teamgeist mitbringt. Auch sportlich waren Harald und ich sehr angetan und sehen den kommenden Aufgaben sehr positiv entgegen.

Ein Wort noch zu den Voraussetzungen: Wie darf man sich das Training mit so unterschiedlichen Anlagen vorstellen?

Marten Franke:
Wir haben differenziert. Es waren ein, zwei Spieler dabei, die wir beim Länderpokal in der Halle gesehen hatten und die wir unbedingt im Sand testen wollten – wie beispielsweise die drei Spieler aus Schweriner oder Jonah Jungman aus Minden. Sie sind zwar schon früher im Sand gewesen, aber haben es noch nicht leistungsorientierter gespielt. Bei ihnen hat es natürlich eine gewisse Eingewöhnungsphase gebraucht, um in eine saubere Pirouette zu kommen, während andere Jungs die Pirouette bereits traumhaft sicher springen.

Alle anderen haben die Techniken auch gut und schnell erlernt, weil sie die athletischen Voraussetzungen mitgebracht haben. Am Ende des Lehrgang sah es dann in der ganzen Mannschaft schon nach wirklich gutem Beachhandball aus; daher werden wir am nächsten Lehrgang über Ostern relativ schnell in die Kooperation gehen und nicht mehr nur auf individuelle Technik schauen.

Du hast in Harald Mulder einen erfahrenen Co-Trainer an der Seite. Wie läuft eure Zusammenarbeit?

Marten Franke:
Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, es macht viel Spaß mit Harald. Es ist sehr interessant, wenn er von seinen Erfahrungen berichtet, die er gerade im Mädchenbereich gesammelt hat und mit ihm dann die Unterschiede im Training und Spiel bei den Jungs Mädels zu diskutieren. Es bringt die Mannschaft auf jeden Fall nach vorne, denn jeder nimmt die ein oder andere Idee mit.

Insgesamt harmonieren wir sehr gut und ich bin sehr glücklich, einen solchen klasse Mann an der Seite zu haben, der uns helfen kann, weil er solche Turniere schon gespielt hat. Die Holländer haben zudem einen anderen Blick als wir Deutschen und lösen bestimmte Situationen anders als wir, da können wir gegenseitig nur profitieren. Am Ende geht es uns einfach darum, den Jungs ein möglichst breit gefächertes Spektrum an Möglichkeiten mit auf den Weg geben.

Für alle, die mit deinem Namen bei der Berufung nicht viel anfangen konnten: Wie ist deine Verbindung zum Beachhandball?

Marten Franke:
Ich spiele letztendlich seit der E-Jugend immer im Sommer im Sand, Cuxhaven war für uns früher immer das Highlight. Mein Vater war damals mein Trainer und hat auch Beachhandball gefördert. So bin ich zum Beachhandball gekommen. 2014 hat sich bei der German Open in Wildeshausen eine Wildcard ergeben, wir haben eine lokale Truppe mit alten Mannschaftskollegen gebildet – und sind auf Anhieb German-Open-Sieger geworden.

Von da an haben wir versucht, den Beachhandball als Nordlichter möglich professionell auf die Beine zu stellen. 2014 haben wir beim EHF Champions Cup gespielt, wir sind keine unbedeutende Mannschaft auf der GBO-Tour und 2018 haben wir bei den EBT-Finals in Polen trotz kleinem Kader eine gute Rolle gespielt. Ich bin also Beachhandballer durch und durch (lacht).

Wirst du neben der Tätigkeit als Nationaltrainer noch weiter spielen?

Marten Franke:
In der Halle bin ich Spielertrainer beim HC Bremen in der Oberliga und werde das auch nächstes Jahr so weitermachen. Im Beachhandball muss man gucken, wie es nach meiner Achillessehnen-Verletzung weitergeht. Wenn ich auch dort wieder auf die Beine komme, werde ich spielen, wenn es zeitlich machbar ist.

Du hast den Lehrgang an Ostern eben schon im Nebensatz erwähnt. Wirst du auf den gleichen Kader zurückgreifen oder ist noch mit Veränderungen zu rechnen?

Marten Franke:
Wir sind natürlich immer auf der Suche, um noch die ein oder andere Verstärkung zu bekommen. Im Moment planen wir den Lehrgang noch und schreiben fleißig Namen auf einen Zettel (schmunzelt). Es steht zwar noch nichts final fest, aber ich denke, es wird die ein oder andere Veränderung im Vergleich zum 16er-Kader des Sichtungslehrgangs geben, weil wir den einen oder anderen neuen Spieler aus unserem Blickfeld noch sehen wollen.

Wir waren ja nicht nur beim Länderpokal, sondern ich war Anfang Februar bei der Nordsichtung in Kienbaum und habe da ein, zwei Spieler gesichtet. Konrad fährt nächste Woche nach Heidelberg zur Südsichtung und wird sich spezifisch um ein, zwei Positionen bemühen. Daher kann sich jederzeit noch jemand reinspielen. Ich möchte mit einem Gerüst von 20 Spielern, die wir im Blick haben, arbeiten und am Ende die zwölf Spieler herausfiltern, die eine gute Rolle bei der EM spielen und Deutschland würdig vertreten können.

Auch, wenn es noch einige Monate bis zur EM sind: Wie groß ist die Vorfreude?

Marten Franke:
Die Vorfreude ist natürlich riesig. Es ist im Moment noch ein bisschen weit weg, weil wir noch einige Termine in der Vorbereitung haben. Wir wollen die Jungs wie gesagt möglichst gut vorbereiten, sodass wir auf den Punkt da sind. Dafür werden wir direkt vor der EM noch einen Lehrgang und ein Turnier bestreiten und eventuell noch in Ismaning in zweitägiges Trainingslager machen. Bevor es zur EM geht, sind wir also noch den ein oder anderen Tag unterwegs. Dennoch steht fest: Die EM wird nicht nur für die Jungs ein Highlight, sondern auch für mich!

mJB: Gut gespielt und doch verloren
Spannendes Duell heute am Jakobsberg

Die männliche B-Jugend des HC Bremen verlor das Oberliga-Spitzenspiel beim verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Burgdorf mit 23:30 (11:15). Hierbei boten die Bremer jedoch eine sehr ansehnliche Leistung, mit der das Trainergespann sehr zufrieden war. „Burgdorf ist das mit Abstand stärkste Team der Liga und wird auch bei der deutschen Meisterschaft eine gute Rolle spielen“, meinte Jörn Franke.
Über 4:4 erarbeitete sich Burgdorf einen 11:6-Vorsprung, nach einem Team-Timeout agierten die Gäste geschlossener und kamen durch Fynn Schluroff, Philipp Holst und Ragnar Diering auf 10:12 heran. Im zweiten Durchgang agierten beide Teams nahezu auf Augenhöhe, Burgdorfs Würfe waren jedoch noch präziser. „Uns haben einige wenige Prozentpunkte gefehlt“, analysierte Marten Franke. „In punkto Wurfeffizienz, kaltschnäuziges Gegenstoßverhalten und mutige Antizipation haben wir kleine Schwächen offenbart.“
Durch die 24:25-Niederlage von Bissendorf in Hildesheim ist das Rennen um den zweiten Platz zwischen diesen beiden Teams und dem HC Bremen wieder offen. Dadurch dürfte der heutige Vergleich des HC Bremen mit Eintracht Hildesheim (19 Uhr, Jakobsberg) zu einem besonders heißen Tanz werden.
HC Bremen: Kuhlmann, Plazinski; Holst (2), Till (3/1), Schluroff (4), Diering (5), Bruning, Laube, Berdar, Dibowski (3), Hülsmann, Westermeier (2), Wollin (1), Fuhrmann (3).

mJC: Dritten Platz verteidigt
C-Jugend des HC Bremen siegt

Hastedt. Die männliche C-Jugend des HC Bremen hat ihre Ambitionen auf die Teilnahme an der Niedersachsenmeisterschaft zwei Spieltage vor dem Saisonende untermauert. Mit einem auch in der Höhe verdienten 32:18 (15:10)-Heimsieg über den TuS Komet Arsten verteidigten die Oberliga-Handballer den wichtigen dritten Platz. Sie rangieren mit 24:8 Punkten vor dem TV Bissendorf-Holte (22:10).
Nach der unglücklichen 28:29-Hinspielniederlage vor rund zwei Monaten in Arsten revanchierte sich der Gastgeber am Jakobsberg eindrucksvoll. „Wir waren in der Spielanlage, durch unser engagiertes Abwehrspiel und kräftemäßig deutlich überlegen“, analysierte der HC-Chefcoach Marten Franke. Zwar führte Arsten rasch mit 3:1, über 7:5 drehten die Hastedter aber schnell das Spiel (10.). Nach der 15:10-Halbzeitführung stellte der Gastgeber die Weichen mit seinem zehnfachen Torschütze Yunus Uckac auf Sieg. Sonntag gastiert das Franke-Team um 15.15 Uhr beim Siebtplatzierten VfL Fredenbeck.
HC Bremen: Baraniak, Kohaupt; Duris (4), Bonnet (1), Trompke, Papin (1), Scharnke (2), Horstmann (5), Uckac (10), Jöhnk (2), Geils (2), Schreiber (1).

Damen: Hastedt weiter enttäuschend
Handballerinnen verlieren 20:21

Bremen. „Mir fehlen einfach die Worte, um das zu beschreiben oder zu erklären“, zeigte sich Andrea Wiegandt nach der bitteren 20:21 (9:13)-Heimniederlage ihrer SG HC Bremen/Hastedt in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen gegen den TS Woltmershausen zutiefst deprimiert. Für den selbst ernannten Aufstiegsaspiranten steht nun vor den noch verbleibenden fünf Spieltagen statt Kampf um einen der ersten beiden Tabellenplätze vollkommen überraschend der Horror des Ringens um den Klassenerhalt im Fokus.
Bereits gleich zu Spielbeginn liefen die Gastgeberinnen nach dem Führungstreffer der Gäste durch Nadine Hippler nicht nur ihren eigenen Ansprüchen hinterher, sondern kamen in der ersten Halbzeit nach dem vorübergehenden Ausgleich durch Theresa Mähr zum 3:3 (neunte Spielminute) nie näher als auf zwei Tore an die Gäste heran. Nach dem 9:13 per Siebenmeter durch die treffsicherste Gäste-Spielerin Finya Binseel (fünf Tore/drei Siebenmeter) kurz vor der Pausensirene schlichen die Spielerinnen mit hängenden Köpfen in die Kabine. „Wieder hatten wir unglaublich viele technische Fehler, gerade im Spielaufbau“, haderte Andrea Wiegandt, „in der Abwehr waren wir insgesamt viel zu harmlos, weil einfach die nötige Aggressivität fehlte.“
Nur der Kampfgeist überzeugt
Mit Wiederbeginn knüpften beide Teams nahtlos an die Leistung der ersten Hälfte an, während sich die Gäste kontinuierlich weiter absetzten, gelang Hastedt so gut wie nichts mehr. „Die Chancenverwertung war eine Katastrophe“, zeigte sich Andrea Wiegandt fassungslos, „und in der Summe hätten wir auch keine Punkte verdient gehabt.“ Der einzige Lichtblick in der zweiten Halbzeit sei der Kampfgeist ihrer Spielerinnen gewesen, „man muss ihnen zugutehalten, dass sie sich nach einem Rückstand von sechs Toren noch einmal auf bis auf einen Treffer herangekämpft haben“, so Wiegandt. Erwähnenswert sei zudem die Rückkehr von Melina Frank, die nach einigen Monaten im Ausland eine „solide Leistung“ auf die Platte gebracht habe.

HC Bremen: Repty; Semken, Kriete, Ahlers, Webner (1), Otto, Klein (1), M. Mähr (1), T. Mähr (6/4), Lagemann (2/1), Hagedorn (2), Beckmann (2), Frank (5).

Herren: Hastedt beendet Durststrecke
Oberliga-Handballer gewinnen Kellerduell gegen Beckdorf 26:21

Bremen. Dieser Heimsieg tat gut. Mit dem 26:21 (12:11) im Kellerduell gegen den SV Beckdorf beendeten die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt ihre Durststrecke von fünf Niederlagen in Folge und ließen die punktgleichen Beckdorfer dank des besseren Torverhältnisses hinter sich auf Rang 13, dem ersten Abstiegsplatz, schmoren. Auch wenn der Erfolg für das Team von Spielertrainer Marten Franke enorm wichtig war, wollte der danach nicht allzu euphorisch werden. „Natürlich fühlt sich das gut an und wir sind zufrieden. Aber letztlich war das für uns ein Pflichtsieg, jetzt müssen wir da weitermachen“, sagte Franke.

Die Bremer präsentierten sich vor einer gut gefüllten Heimhalle am Jakobsberg sehr stabil und wurden von ihren Fans lautstark unterstützt. Auch die Personalsituation hatte sich enorm verbessert, denn gegen Beckdorf standen die starken A-Jugendlichen wieder zur Verfügung. Mit 14 Spielern konnte Franke somit immer wieder schnell auf bestimmte Situationen reagieren. So ausgeglichen, wie es die knappe Halbzeitführung vermuten lässt, verlief die erste Hälfte keinesfalls. Die Hastedter gab schon klar den Ton an und lagen zwischenzeitlich bereits mit 7:4 vorn (16.). „Dann haben wir jedoch etliche hundertprozentige Chancen liegen lassen, sodass wir uns trotz unseres sehr disziplinierten Angriffs nicht weiter absetzen konnten“, sagte Marten Franke.

Dank der guten Abwehr und eines sehr starken Luca Prieß zwischen den Pfosten hielt die knappe Führung jedoch an. Erst allmählich zahlte sich die Bremer Überlegenheit auch im Ausbau des Vorsprungs aus. Das lag in erster Linie am herausragenden A-Jugendlichen Thies Hermann. Der Shooter im linken Rückraum leistete sich keinen Fehlwurf und erzielte sechs seiner sieben Treffer in den zweiten 30 Minuten. „Er war in engen Situationen praktisch immer anspielbereit“, lobte Franke. Daneben überzeugte auch Jorrit Latacz. Hastedt blieb immer wieder mit viel Tempo und über Kreisanspiele gefährlich. „Dort musste Jorrit eine Menge einstecken, holte aber Siebenmeter heraus und machte selbst vier schöne Tore“, sagte Marten Franke. Die Entscheidung fiel dann, als die Bremer von 19:17 (45.) auf 24:17 (54.) davonzogen.

Jetzt wartet auf die Hastedter am Sonntag (17 Uhr) auswärts der TuS Rotenburg, den die Bremer im Hinspiel deutlich mit 25:19 bezwungen hatten. „Das ist eines der ‚beliebten‘ Spiele ohne Backe“, sagt Franke. Auf das Spiel ohne das Haftmittel wird er sich mit seinem Team unter der Woche natürlich besonders vorbereiten. Fehlen wird dabei David Brune, der vor dem Beckdorf-Spiel im Training mit dem Fuß umgeknickt war und in der Abwehr nicht zur Verfügung steht. Dabei sind aber wieder die A-Jugendspieler, sodass Franke der Partie zuversichtlich entgegensieht.

HC Bremen: Prieß, Lucic; Felix Fietze, Schröder (2), Gövert, Franke (7/4), Helbig, Kai Wiezorrek, Grieme, Langwucht (1), Hermann (7), Ole Fietze (4/2), Jan Wiezorrek (1), Latacz (4).

Nächste Spieltermine

 

20:00
B-Jugend Oberliga

HC Bremen — TSV Burgdorf

14:00
B-Jugend 2

HC Bremen — TuS Komet Arsten

16:00
2. Damen

HC Bremen — HSg Lesum/St/ M/

14:00
C-Jugend 2

TSV Bremervoerde — HC Bremen

15:00
1. Damen

VfL Fredenbeck — HC Bremen