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mJA: HC Bremen verliert beim HSV Hamburg
Bremen. 20 technische Fehler kosteten der Bundesliga-A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt den Sieg. Deshalb musste man sich HSV Hamburg mit 30:32 (12:12) geschlagen geben. „Das war nicht unser bestes Spiel“, sagte Trainer Tim Schulenberg. Seine Mannschaft geriet nach dem 17:17 innerhalb von sechs torlosen Minuten mit 17:23 ins Hintertreffen. Fünf Minuten vor Schluss kämpfte sie sich dank Hendrik Budelmann auf 27:28 an den Gastgeber heran, fiel danach aber auf 28:31 zurück.

HC Bremen: Berdar, Boccacci; Francke, Scharnke (3), Becker (3), Jöhnk (1), Hermann (2), B. Budelmann (6/2), H. Budelmann (7), Tiedje, Schluroff (5), Gerke (2), Langwucht (1).

1. Herren: Folgenschwere Aussetzer
SG HC Bremen/Hastedt verliert mit der Schlusssirene 25:26 in Barnstorf

Bremen. Sie hatten die Trainingswoche intensiv genutzt, viel miteinander gesprochen, haben versucht, das Feuer wieder in die Mannschaft zurück zu bekommen – und dies auch im Spiel umsetzen können. Doch gegen diese eklatanten Konzentrationsfehler, die besonders in den letzten zehn Minuten zu Tage traten, war für die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt einfach kein Kraut gewachsen. Und so blieb der Mannschaft des verletzten Spielertrainers Marten Franke bei der HSG Barnstorf/Diepholz letztlich noch nicht einmal ein Punkt. Denn mit der allerletzten Aktion unmittelbar vor der Schlusssirene traf Barnstorfs Kevin Heemann zum 26:25 (13:14)-Sieg.
„Wir haben hier heute zwei Punkte verschenkt. Natürlich sind wir eine junge Mannschaft, aber diese Konzentrationsfehler haben nichts mit Erfahrung zu tun“, sagte Marten Franke konsterniert. Bestes Beispiel für die krassen Blackouts der Bremer war eben diese Schlussphase. In der extrem ausgeglichenen Partie hatte der A-Jugendliche Malte Helbig erst für die 25:24-Führung gesorgt (59.), doch der Top-Torjäger der Liga, Jan Linne, glich per Siebenmeter aus. 15 Sekunden vor Abpfiff stimmten sich die Barnstorfer mit einer Auszeit noch einmal auf den Schlussakkord ein.
Ausgerechnet Piet Gerke
Dem hatte Marten Franke eine klare Strategie entgegengesetzt. „Wir sollten sieben Sekunden den Ball halten, dann wollte ich eine Auszeit nehmen. Stattdessen wird nach gerade einmal einer Sekunde der Ball sofort lang und quer gespielt und diesen Ball klaut uns ausgerechnet auch noch Piet Gerke, der bei uns in der Bundesliga-A-Jugend spielt und ein Zweitspielrecht für Barnstorf besitzt“, sagt Marten Franke. Doch es kam noch dicker, denn dieser direkte Gegenzug brachte Kevin Heemann in eine – zugegebenermaßen schwierige Wurfposition von halbrechts – dennoch wurde er von der Hastedter Abwehr fahrlässigerweise nicht gestoppt und erzielt den Siegtreffer.
Klar, dass nach der Schlusssirene Fassungslosigkeit herrschte. Denn über weite Strecken hatten die Hastedter eine gute Partie geboten. Auch ohne Felix Fietze, Jan und Kai Wiezorrek zeigten sie spielerisch eine ansprechende Leistung, an der mit Thies Hermann und Malte Helbig unter anderem auch zwei starke A-Jugendliche beteiligt waren. Franke hatte an dieser Leistung auch nichts zu kritisieren.
Dafür gab es andere, unerwartete Baustellen in seinem Team. „Entscheidend waren die Aussetzer, die sich gerade unsere Leistungsträger am Ende geleistet haben“, sagte Franke. Auffällig war aber erneut die Chancenverwertung. Gerade in einem solch engen Spiel sind sechs liegen gelassene hundertprozentige Möglichekeiten einfach zu viel. Und so fiel der verdiente Pausenvorsprung auch nicht deutlich, sondern mit 14:13 hauchdünn aus.
Die Deckung war vor einem starken Torwart Luca Prieß soweit in Ordnung. Hastedt startete mit einer extrem offensiven 3:3-Abwehr, nach der Pause stellte Franke auf eine passivere 3:2:1- beziehungsweise 5:1-Variante um. „Wir hatten uns vorgenommen maximal 24 Gegentore zu kassieren, das ist einigermaßen aufgegangen, wären da nicht die Schlussminuten gewesen“, so Franke.
Für ihn und sein Team geht es im letzten Spiel der Hinrunde und zugleich Jahresausklang darum, mit einem Erfolgserlebnis ins neue Jahr zu gehen. Am 15. Dezember ist der um einen Punkt schlechter postierte Tabellenvorletzte TSV Bremervörde zu Gast. „Für uns ist das jetzt der pure Kampf ums Überleben. Wir wollen Bremervörde hinter uns lassen und setzen auch auf unsere gute Heimbilanz. Letztlich ist aber nur eines wichtig: wir müssen jetzt liefern“, sagte Marten Franke

SG HC Bremen/Hastedt: Lucic, Prieß; Schröder (5), Francke, Gövert, Brune (1), Langwucht, Grieme (2), Harting (2), Heller (1), Ole Fietze 6/4), Helbig (3), Latacz (3), Hermann (2).

mJB1: Bremen/Hastedt zieht in die Oberliga ein
Handball-B-Jugend bezwingt Aurich mit 23:20 - C-Nachwuchs festigt Rang drei mit 32:20-Sieg

Hastedt. Der Handballnachwuchs der SG HC Bremen/Hastedt feierte zwei wichtige Siege: Die männliche B-Jugend qualifizierte sich mit dem 23:20-Erfolg in Aurich für die Oberliga, die männliche C-Jugend festigte in der Oberliga mit dem 32:20-Heimsieg über Fredenbeck den dritten Platz. Der würde am Saisonende zur Teilnahme an der Niedersachsenmeisterschaft berechtigen.
Das 23:20 beim OHV Aurich bescherte der Hastedter B-Jugend den zweiten Platz, der sie einen Spieltag vor dem Saisonende der Vorrunde in die Oberliga führt. So sehr sich der Cheftrainer Marten Franke über den Sieg freute, so sehr kritisierte er das Auslassen diverser Torchancen. „Ein Sieg mit zwölf bis 15 Toren Differenz wäre möglich gewesen, zumal Aurich ohne seinen verletzten Torjäger Kai-Mark Thoma antrat.“ Er lobte dafür die sehr gute Abwehr plus Torwart, die den Gegner bei 20 Toren hielt.
Nach ausgeglichenem Beginn (4:4) zog der HC Bremen durch Marko Berdar, Lukas Dibowski und Sören Fuhrmann auf 7:4 davon, er verspielte diesen Vorsprung jedoch durch schlechte Chancenverwertung und vermeidbare technische Fehler (11:12). Im zweiten Durchgang wurden die Bremer Aktionen zwingender, die erneut die Führung erkämpften und auf 21:18 ausbauten. „Leider belohnen wir unsere gute Deckungsarbeit nicht immer und bekommen ganz zum Schluss vier vermeidbare Treffer”, monierte der B-Lizenz-Inhaber.
Ein Sonderlob hatte er für seinen Torwart Marten Kuhlmann parat, der stark von den Außenpositionen abwehrte. Lukas Dibowski feierte nach seiner siebenmonatigen Verletzung ein sehr gelungenes Comback, Ragnar Diering führte sein Team in den entscheidenden Minuten mit starken individuellen Aktionen zum Sieg.

SG HC Bremen/Hastedt: Kuhlmann, Plazinski; Till (1/1), Schluroff, Bruning, Huelsmann, Horstmann, Holst (2), Westermeier (6), Fuhrmann (6), Dibowski (3), Diering (3), Wollin, Berdar (2).

Die erst vor einem halben Jahr neu formierte C-Jugend meldete sich nach der unglücklichen 28:29-Niederlage in Arsten eindrucksvoll zurück. Sie setzte sich im Duell um den wichtigen dritten Platz gegen den Mitkonkurrenten VfL Fredenbeck am Ende sehr souverän mit 32:20 (17:11) durch. Die Bremer Jungs kamen sehr gut aus den Startlöchern (4:2) und bekämpften den Fredenbecker Rückraum beherzt und offensiv. Die Führung wurde durch die starke rechte Angriffsseite mit Nick Horstmann und Yunus Uckac sowie durch zwei feine Einzelaktionen von Nikias Scharnke bis zur Halbzeit auf 17:11 ausgebaut.
Im Tor der Bremer überzeugte Marcel Baraniak mit 15 gehaltenen Bällen. „Bei ihm beginnt sich das intensive Torwarttraining auszuzahlen”, berichtete der SG-Trainer Jörn Franke.
Direkt nach dem Wiederanpfiff schraubten Paul Bonnet und Yunus Uckac das Resultat auf 19:11, ehe Linus Jöhnk beim 23:13 zum ersten Mal einen Zehn-Tore-Vorsprung erspielte. „Heute haben sich auch die Wechselspieler sehr stark eingefügt. Luc Schreiber und Jacob Papin haben ihre Chance genutzt“, sah Jörn Franke weitere Fortschritte.

SG HC Bremen/Hastedt: Baraniak, Papin (3), Schreiber (2), Jöhnk (2), Geils (1), Bonnet (5), Scharnke (3), Uckac (5), Horstmann (8), Duris (3).

Damen: Hastedt gelingt Befreiungsschlag
32:15-Sieg gegen Cluvenhagen

Bremen. Trainerin Andrea Wiegandt hatte nach dem deutlichen 32:15 (14:6)-Auswärtssieg ihrer SG HC Bremen/Hastedt in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen bei Schlusslicht HSG Cluvenhagen/Langwedel nur wenig an der Leistung ihrer Spielerinnen um die beiden Top-Torschützinnen Melina Frank, Dana Beckmann (beide jeweils sechs Tore) und Sara Lagemann (6/drei Siebenmeter) auszusetzen.
„Für meinen Geschmack haben wir in der Abwehr ganz häufig teils immer noch zu körperlos agiert“, bemängelte die Trainerin die fehlende Aggressivität ihres Defensivverbundes, „gegen Morsum heißt es wieder agressiver in der Abwehr zu agieren und das schnelle Spiel nach vorne zu suchen.“
Gegen das gegnerische Team um dessen beste Werferin Melanie Otto (4/3) agierten die Gäste in der Offensive deutlich zielstrebiger als noch in den vergangenen Partien, die Gastgeberinnen versuchten, Melina Frank mit einer engen Deckung aus dem Spiel zu nehmen, „wodurch wir große Freiräume für den restlichen Angriff bekamen“, wie Wiegandt erläuterte.
Hastedt nutzte diese Räume, um bereits frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach der 4:0-Führung (achte Spielminute) kam die HSG noch ein einziges Mal etwas näher heran (4:6/17.), doch bereits zur Pause standen die Gäste mit deutlichem Vorsprung klar auf der Siegerstraße. „Viele Tore sind über Tempogegenstöße gefallen“, betonte Andrea Wiegandt, “ wir hatten an diesem Tag ein deutlich besseres Umschaltspiel als noch in den Wochen zuvor.“
Gegen die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen habe es noch gut funktioniert, so Wiegandt, „aber im normalen Angriffsspiel müssen wir in den kommenden Bergegnungen die Ruhe bewahren und unsere Chancen besser ausspielen“.
Morsum sei ihrer Einschätzung nach „definitiv ein anderer Gegner als Cluvenhagen, aber auch das werden wir schaffen.“ Die Partie wird am Sonntag, 9. Dezember (17.30 Uhr) in der Halle am Jakobsberg ausgetragen, „im Training werden wir uns im Vorfeld sehr intensiv auf unsere Stärken konzentrieren, um unser Spiel durchzubringen und uns die beiden wichtigen Punkte zu holen“, versicherte die Trainerin.

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Repty; Mähr (2), Hagedorn (1), Ahlers (3), Frank (6), Lagemann (6/3), Otto (2), Semken (2), Webner (4), Beckmann (6).

Herren: Nach starkem Start beginnt das Zittern
Oberliga-Handballern der SG HC Bremen/Hastedt fehlt beim 21:26 gegen Achim/Baden das Selbstvertrauen

Bremen. Nach der vierten Niederlage in Folge muss sich Marten Franke schon etwas Besonderes einfallen lassen, um die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt wieder aus der momentanen Talsohle herauszubekommen. Erste Maßnahme: nach dem 21:26 (9:13) vor eigenem Publikum gegen die SG Achim/Baden hat der verletzte Spielertrainer das morgige Dienstag-Training abgesagt. Stattdessen steht „Teambuilding“ auf dem Bremer Weihnachtsmarkt auf dem Programm. Denn eines ist für Franke klar: „Es liegt keinesfalls an unserem Unvermögen, sondern in erster Linie am fehlenden Selbstvertrauen. Das ist eine reine Kopfsache.“

Zweifelsfrei ist das Leistungsloch der Bremer auch eng mit dem Ausfall von Marten Franke selbst verknüpft. Aus den letzten fünf Aufeinandertreffen mit der SG Achim/Baden gingen die Bremer viermal als Sieger hervor – immer angeführt von Franke. Seit dessen Achillessehnenabriss Mitte September fehlt den Hastedtern der Antreiber, Regisseur und Torgarant schmerzlich. Marten Franke selbst hat da eine etwas andere Sichtweise: „Natürlich fehle ich der Mannschaft, aber sie hat auch ohne mich ganz klar das Potenzial, gegen die meisten Mannschaften der Liga zu bestehen. Wir müssen nur wieder an unsere Stärken glauben.“

Alles eine Kopfsache

Bleibt zu hoffen, dass die Methode „Glühwein für die Glücksgefühle“ schnell greift, denn mit 6:16 Punkten stehen die Hastedter als Tabellenzwölfter unmittelbar vor den Abstiegsplätzen. „So kann es natürlich nicht weitergehen“, sagt auch Marten Franke, der gegen Achim/Baden zunächst wieder einen tollen Start seiner Mannschaft sah.

Das 2:1 wurde zu einer 5:2-Führung ausgebaut, die allerdings wieder unnötig in einen 5:5-Zwischenstand mündete (10.). „Uns gelang noch das 6:5 und dann begann wieder das große Zittern“, sagte Franke. Dieser Verlauf hat bei den Hastedtern mittlerweile eine unschöne Tradition. 15, 20 Minuten lang sind die Bremer selbst gegen die klaren Favoriten tonangebend, dann scheinen die Gedanken an eine nächste Niederlage die Oberhand zu gewinnen.

So auch diesmal. „Die folgenden 20 Minuten waren fast schon Arbeitsverweigerung“, sagte Franke. Mit der Folge, dass die Gäste mit einem 11:3-Lauf plötzlich den Ton angaben und auch zur Pause mit vier Treffern vorne lagen. Letztlich war die Partie nach Wiederanpfiff schnell gelaufen, denn bereits in der 41. Minute führte die SG Achim/Baden mit neun Toren (21:12). Im Bremer Angriff lief einfach wieder einmal zu wenig zusammen. „Keiner wollte die Verantwortung übernehmen, viel zu selten ging einer mal in die Tiefe“, sagte Franke. Stattdessen wurde immer wieder der vermeintlich besser postierte Mitspieler gesucht, doch dabei leisteten sich die Bremer wieder zu viele Fehler, auch beim einfachen Kreuzen wurde der Ball oftmals verloren.

Die Abwehr lief insgesamt einigermaßen passabel, wenngleich auch oft die letzte Aggressivität bei der SG HC Bremen/Hastedt vermisst wurde. Wie es durchaus hätte laufen können, demonstrierte Jorrit Latacz. Nachdem er in den ersten 30 Minuten auf der Bank schmoren musste, verstärkte er im zweiten Abschnitt vor allem die die Bremer Verteidigung. „Er hat richtig Feuer in unsere Abwehr gebracht. Wenn sich alle so eingesetzt hätten, wäre sicherlich mehr dabei herausgesprungen“, sagte Franke. So setzte Paul Schröder mit drei Toren in Serie zu Spielende noch einmal ein kleines Zeichen, am klaren Achimer Sieg änderte das allerdings auch nichts mehr.

Bereits am Freitag (20 Uhr) ist die SG HC Bremen/Hastedt zu Gast bei der zwei Punkte mehr aufweisenden HSG Barnstorf/Diepholz, die zuletzt mit einem 30:26 über den Tabellendritten TV Cloppenburg überraschte. „Das wird erneut ein Kampf ums Überleben, die offensive Spielweise der Barnstorfer liegt uns zumindest“, so Marten Franke. Diese Offensive hat es aber in sich, immerhin steht aufseiten der Barnstorfer der Linkshänder Jan Linne, der die Torschützenliste der Liga mit 84Treffern aus elf Spielen anführt.

SG HC Bremen/Hastedt: Lucic, Prieß; Felix Fietze (1), Schröder (5), Gövert, Brune, Kai Wiezorrek (2), Grieme (17), Harting (3), Heller (21), Ole Fietze (6/3), Jan Wiezorrek (1), Latacz (1).

mJA: MIRO SCHLUROFF VERSTÄRKT WHV GEGEN VFL BAD SCHWARTAU

Nach seinem Spiel gegen den VfL Bad Schwartau durfte sich Miro Schluroff zurecht feiern lassen. 14 Mal hatte er den Ball aus dem Rückraum im Tor des Gegners versenkt und maßgeblich dazu beigetragen, dass seine Mannschaft als Sieger vom Platz gegangen ist. Sein Team, das ist der HC Bremen/Hastedt. Schluroff ist noch Jugendspieler. Er wirft seine Tore in der A-Jugend-Bundesliga und mit der Auswahl des Deutschen Handballbunds ist er amtierender U 18-Europameister – ab Freitagabend steht er auch für das Zweitliga-Team des Wilhelmshavener HV auf dem Feld. Ausgerechnet gegen den VfL Lübeck-Schartau, dessen A-Jugendteam er zuletzt beinahe im Alleingang niederrang. Schluroff ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet worden. Das Wohl und Wehe des WHV nun an dem Nachwuchsspieler aufzuhängen, geht seinem neuen Trainer Christian Köhrmann allerdings deutlich zu weit. „Da muss man den Ball flach halten“, sagt er, „wir wollen ihn jetzt schon integrieren. Er ist Perspektivspieler für eine Komplettverpflichtung für 2019/2020. Hier will er den nächsten Schritt machen.“

Der 18-jährige Neuzugang ist nicht nur mit einem harten und präzisen Wurf ausgestattet. Er zeichnet sich auch durch Sprungkraft und sein gutes Auge für die Mitspieler aus. „Für sein Alter und seine Größe ist das beachtlich“, sagt Köhrmann. Schluroff überschreitet die 1.90 Meter.

Auch wenn er erst in die Mannschaft integriert werden, das Spielsystem des WHV und seine neuen Mannschaftskollegen kennenlernen muss, ist Köhrmann von dem jungen Spieler überzeugt. „Handballerisch ist er schon gut unterwegs. Und auch sonst ist er ein bodenständiger Junge.“ Das sind Eigenschaften, die für Köhrmann wichtig sind. Immerhin kommt sein Team über die mannschaftliche Geschlossenheit. Individualisten sucht man bei den Jadestädtern vergeblich. Auch gegen den VfL Lübeck-Schwartau will der WHV am Freitagabend um 20 Uhr in der Nordfrost-Arena so punkten. Allerdings wird es sehr schwer werden. Das Team aus Schleswig-Holstein hatte sich zum Beginn der Saison bereits selbst zum Gejagten im Handball-Unterhaus erklärt. Aufstieg in die 1. Bundesliga bis 2020 ist das erklärte Vereinsziel – plus ein, zwei Jahre. Der Etat dafür ist darum Stück für Stück erhöht worden. In dieser Saison beläuft sich das Budget auf 1,2 Millionen Euro – fast doppelt soviel wie bei den Jadestädtern. Geld wirft tatsächlich irgendwann doch Tore. Das bekam am vergangenen Wochenende der aktuelle Tabellenerste HSC 2000 Coburg zu spüren als er in der Hansehalle 22:28 unterlag.

Nach der vermeidbaren Niederlage am vergangenen Wochenende in Großwallstadt will die Köhrmann-Sieben nun wieder zeigen, dass sie es besser kann.

mJC: Hastedt unterliegt hauchdünn
Handball-C-Jugend kassiert 28:29 in Arsten in der Schlussminute

Hastedt. Das war für die männliche C-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt bitter: Sie hatte im Lokalderby der Handball-Oberliga beim TuS Komet Arsten mit bis zu vier Toren geführt und 28 Sekunden vor Schluss die 28:29 (15:14)-Niederlage einstecken müssen. Über 100 Zuschauer gaben dem Derby einen guten Rahmen, das die Gäste mit zwei angeschlagenen Leistungsträgern bestreiten mussten. „Wir haben heute leider nicht die Leistung abrufen können, die zum Sieg erforderlich gewesen wäre“, analysierte der SG-Coach Marten Franke die enge Partie. „Arsten hat noch einen Tick besser gekämpft und am Ende auch das Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite gehabt.“

Nach einer Abtastphase (5:5) stabilisierten die Gäste ihre Abwehr und leiteten damit eine starke Periode ein, in der die Führung auf 9:5 ausgebaut werden konnte. Paul Bonnet zog dabei geschickt die Fäden, er war aber aufgrund einer gerade gerichteten Nase etwas zurückhaltender als gewohnt und strahlte wenig Torgefahr aus. Besser machte es der Arster Mittelmann Noah Vrolichs (7/1 Tore), der sein Team wieder auf 14:15 heranbrachte.

In der zweiten Hälfte wogte das Spiel bei nahezu ständiger Ein- bis Drei-Tore-Führung für Hastedt hin und her (23:20), das Team schaffte es jedoch nicht, sich noch weiter abzusetzen. So blieben fünf Großchancen ungenutzt, als Folge glich Arsten nicht nur aus, sondern ging beim 28:27 sogar selbst in Führung. Nach dem 28:28 von Nikias Scharnke gelang Arsten 28 Sekunden vor dem Ende das etwas glückliche 28:29 – es war die vierte TuS-Führung im ganzen Spiel.

„Wir haben zu viele technische Fehler begangen und auf unserer linken Deckungsseite nicht gut verteidigt“, resümierte Marten Franke. Seinem Team, das erst seit fünf Monaten unter Leistungsgesichtspunkten trainiert ist letztlich die fehlende Erfahrung zum Verhängnis geworden. „Dennoch befindet es sich auf dem richtigen Weg“, ist Franke überzeugt.

SG HC Bremen/Hastedt: Baraniak; Duris (5), Bonnet (4), Papin, Scharnke (5), Horstmann (5/2), Uckac (5), Jöhnk (4), Kohaupt, Geils, Schreiber.

mJA: „Wir müssen sehr mutig sein“
Trainer Tim Schulenberg und Hastedts A-Jugend-Handballer fordern Meister Berlin

von Lars Lenssen

Weser Report:
Herr Schulenberg, am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Halle am Jakobsberg, Osterdeich 225) spielt Ihre Mannschaft in der Nachwuchs-Bundesliga gegen den amtierenden Deutschen A-Jugend-Meister Reinickendorfer Füchse Berlin. Wie gehen Sie dieses Spiel an?

Tim Schulenberg: Wir werden uns taktisch so gut wie möglich auf einen Gegner vorbereiten, der auch in diesem
Jahr wieder der Titelfavorit ist.

In der Tabelle sind Hastedt und Berlin momentan gar nicht weit voneinander entfernt, die Füchse sind Vierter,
Hastedt rangiert mit sechs Siegen und drei Niederlagen auf Rang fünf.

Das ist wahr. Wir haben als Aufsteiger einen guten Saisonstart hingelegt. Die Spiele, die wir gewinnen
mussten – nämlich gegen Gegner unserer Kragenweite – haben wir gewonnen.

Am vergangenen Wochenende gab es allerdings eine herbe Schlappe. Im Heimspiel gegen Magdeburg – Endstand 35:38 – war Ihre Mannschaft allerdings chancenlos. Nach 23 Minuten lag Hastedt schon vorentscheidend mit 6:20 zurück und sechs Minuten vor Schluss betrug der Rückstand immer noch neun Tore.

Nach dem Verlauf der ersten Halbzeit waren wir tatsächlich chancenlos. Aber die zweite Halbzeit war wesentlich besser, nachdem wir in der Pause die Charakterfrage gestellt haben. Wie sich meine Spieler dann präsentiert haben, spricht auf jeden Fall für die Mannschaft.

Aber was war in der Anfangsphase los?

Die ist ganz blöd gelaufen. Wir hatten direkt zu Beginn riesige Chancen und hätten uns auf 3:0 abzusetzen können. Weil wir die Chancen versemmeln, geraten wir stattdessen aber mit 0:4 und 2:8 in Rückstand. Ich kann es mir nur so erklären, dass der Respekt gegenüber Magdeburg zu groß war.

Es war die erste richtig schwache Leistung, nachdem sich Hastedt zuvor gegen andere Top-Teams sehr gut aus der Affäre ziehen konnte.

Das sehe ich auch so. Beim 28:32 in Flensburg und dem 26:31 in Kiel haben wir fast über das gesamte Spiel auf Augenhöhe agiert und gezeigt, dass wir sogar mit den Teams aus den Top-Vier der Liga mithalten können. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Teams wie Spitzenreiter Flensburg, der aktuelle Zweite THW Kiel, der amtierende Vizemeister Magdeburg oder Berlin noch eine Schippe besser sind als wir.

Aber wie bekommt man eine solche Niederlage, wie zuletzt gegen Magdeburg, jetzt vor dem nächsten ganz großen Brocken aus den Köpfen.

Darum mache ich mir eigentlich keine Gedanken. Wir alle freuen uns auf Berlin. Wir dürfen da aber natürlich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auftreten, sondern müssen mutig sein. Das ist dann sicher auch eine Einstellungsfrage.

Foto: Michael Bley / Atelier Avanti

mJB/mJC: C-Jugend jetzt auf Rang drei
28:27 über Lingen bringt Niedersachsentitelkämpfe näher

Hastedt. Mit jeweils einem Sieg gestalteten die männliche C- und die B-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt das Wochenende sehr erfolgreich. Während die B-Jugend zu einem 30:22 (17:10)-Sieg über die HSG Delmenhorst und damit der Qualifikation für die Oberliga-Endrunde näher kam, gelang der C-Jugend in einem dramatischen Spiel gegen den Mitkonkurrenten um den dritten Tabellenplatz, SG Lingen-Lohne, ein knapper 28:27-Sieg.

Ohne die am Sprunggelenk verletzten Ragnar Diering und Felix Laube trat die B-Jugend um die Spielgestalter Malte Till und Fynn Schluroff bei der HSG Delmenhorst an und musste in der Wehrhahnhalle ohne Haftmittel auskommen. Die Abwehr kam nur sehr schwer ins Spiel und musste den Gastgebern bis zum 8:8 mehrfach den Ausgleich gestatten. Dann gewann das Team um Deckungs­organisator John Westermeier deutlich an Stabilität und legte einen sauberen 9:2-Lauf zum 17:10-Halbzeitstand auf das Parkett. Malte Till zog in dieser Phase geschickt die Fäden, und der HC Bremen überzeugte mit schnellem Umschaltspiel und ideenreichen Kombinationen. In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends, die Gäste begingen zu viele technische Fehler, auch bedingt durch einige Wechsel.

Deutlich spannender ging es im Match der C-Jugend gegen den Meisterschaftsanwärter aus Lingen zu. Nach einem Blitzstart der von Paul Bonnet hervorragend geführten Bremer kam es über ein 4:1 und 19:6 zur 17:12-Pausenführung durch Nick Horstmann. Mit einer sehr offensiven Deckung agierten die Bremer gegen den körperlich deutlich überlegenen Gegner. Hier verdiente sich Linus Jöhnk ein Sonderlob für seine aufopferungsvolle Defensivarbeit. Im zweiten Durchgang hielten die Jungs des HC Bremen um den starken Yunus Uckac ihren Vorsprung bis zum 22:16, ließen dann jedoch einige ganz klare Chancen liegen und mussten die Gäste auf 22:21 herankommen lassen. In den Schlussminuten schraubten Yunus Uckac und Noah Duris das Resultat auf 28:26, das Lingen in der letzten Spielsekunde um ein Tor verkürzte.

Durch seinen Sieg kletterte der HC Bremen auf den dritten Tabellenplatz und schickt sich an, ernsthaft um die Teilnahme an der Niedersachen-Meisterschaft zu kämpfen.

Nächste Spieltermine

 

15:00
C-Jugend 2

TS Hoykenkamp — HC Bremen

17:20
2. Damen

HC Bremen — HSG Delmenhorst

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSV Bremervoerde

13:30
C-Jugend

HC Bremen — HSG Osnabrueck

14:30
1. Damen

TuS Rotenburg — HC Bremen