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1. Damen: Aufsteiger hofft auf den Klassenerhalt

Bremen. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams sind die Handballerinnen des HC Bremen erst spät in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Landesliga Nord eingestiegen. „Mir war es wichtig, die Vorbereitungsphase so kompakt wie möglich zu gestalten“, erklärt HC-Trainerin Andrea Wiegandt, „um die Spannung möglichst hoch zu halten“. So fiel erst Anfang September der offizielle Startschuss. Mit vier bis fünf Einheiten pro Woche arbeitete der HC zunächst im Bereich Kraft und Ausdauer sowie an der Festigung der 3-2-1-Abwehrformation. Im Angriff versuchte die Trainerin, neue Akzente zu setzen.

In den folgenden sechs Testspielen hatte Wiegandt anschließend reichlich Gelegenheit, Einiges ausprobieren. Der HC kassierte lediglich gegen die Oberliga-Reserve aus Oyten mit dem 26:32 eine Niederlage. „Ich bin zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen“, bilanziert Wiegandt, „sehe aber auch noch viele Dinge, an denen ich arbeiten möchte.“

Aus der vergangenen Saison hat Andrea Wiegandt mitgenommen, „dass wir gelernt haben, sehr konzentriert an unseren Stärken und Schwächen zu arbeiten“. Auf diesem Weg wolle sie auch bleiben, betont die Trainerin und verweist auf den intakten Teamgeist. „Eine unserer größten Stärken ist unser Mannschaftsgefüge. Wir konnten in vielen Spielen über unser Kollektiv überzeugen, und deshalb haben wir den Fokus vor allem im August auf Teambuilding gesetzt.“

In zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen wollte Wiegandt erreichen, dass die Mannschaft noch enger zusammenrückt. Im Trainerteam freut sich Andrea Wiegandt zudem über die Unterstützung von Mark Franke. „Er wird seine jahrelange Trainererfahrung einbringen“, sagt die Trainerin, „und er wird in dem einen oder anderen Moment einfach einen kühleren Kopf bewahren als ich es manchmal tue.“

Schließlich wünscht sich Andrea Wiegandt, dass ihre derzeitigen drei Ausfälle der Mannschaft möglichst bald wieder zur Verfügung stehen. Die HC-Trainerin hofft zwar auf eine gute Saison, ist angesichts steigender Corona-Fallzahlen andererseits aber auch ziemlich skeptisch. „So wie sich die Situation aktuell darstellt, wird es für jede Mannschaft bestimmt nicht die Saison werden, wie wir es bisher kannten“, sagt Wiegandt. „Aufgrund unserer spielerischen Möglichkeiten bin ich aber optimistisch, dass wir als Aufsteiger unser Ziel, uns in der Landesliga zu etablieren und uns möglichst frühzeitig vor dem Abstieg zu sichern, auch erreichen können.“

Ansonsten werde es in der Landesliga taktisch keine Veränderungen geben. „Wir arbeiten von Spiel zu Spiel“, sagt sie, „und ich werde niemals die Trainerin sein, die Prognosen über die Tabellenkonstellation anstellt.“ Wiegandt baut auf die Bereitschaft der Mannschaft, ständig an sich zu arbeiten. Auch bei der Frage nach möglichen Aufstiegskandidaten bleibt Wiegandt ihrer Linie treu und möchte keine Prognosen abgeben.

Sollten der Bremer Handball-Verband (BHV) und der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) an ihren gemeinsamen Plänen festhalten, beginnen die Landesligen und die Landesklassen mit dem Punktspielbetrieb am 24. und 25. Oktober. Die Frauen des HC Bremen bekommen es am Sonnabend um 17.15 Uhr zunächst in einem Auswärtsspiel mit dem Elsflether TB zu tun. Möglicherweise haben BHV und HVN am Mittwoch jedoch Veränderungen im Spielbetrieb beschlossen. Gespräche darüber endeten jedoch erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe.

mJA: Erster Punkt des HC Bremen

Bremen. Die männliche A-Jugend des HC Bremen hat in der Handball-Bundesliga ihren ersten Punkt eingefahren. 27:27 (14:13) trennte sie sich im Gastspiel von der HSG LIT, der sich im August dieses Jahres die A-Junioren des TuS Nettelstedt angeschlossen haben. „Wir sind über unseren ersten Punkt froh“, sagte HC-Trainer Tim Schulenberg. Seine Mannschaft stand in Nettelstedt sogar lange vor einem Sieg, führte mit 20:14 (38.), bevor es 23:23 stand (53.). Der Unterzahltreffer von Matthew Wollin zum 27:26 ließ die Gäste 32 Sekunden vor Schluss nur 15 Sekunden auf den ersten Saisonsieg hoffen. Beim HC Bremen boten die beiden Torhüter Moritz Schröder und Marten Kuhlmann eine solide Leistung, auf Linksaußen machte Felix Laube einen guten Job.

HC Bremen: Schröder, Kuhlmann; Winter (3), Laube (8/4), Horstmann, Wollin (5), Dibowski (2), Berdar, Holst (2), Diering, Westermeier (2), Fuhrmann (4), Schluroff (1)

Um die Saison nicht abbrechen zu müssen, wollen viele Verbände auf eine Art Freiwilligen-Modell setzen

Bremen. Das Timing hatte niemand gewollt, es könnte ungünstiger kaum sein. In etlichen Hallen-Sportarten ist der Ligabetrieb gerade wieder angelaufen. Oder soll es zumindest demnächst. Und genau in den Wochen, in denen Handballer, Volleyballer oder Basketballer wieder einsteigen wollen, steigen die Infektionszahlen. So ernst die Lage, so verschieden die Situationen. Es gilt zu unterscheiden zwischen Sport drinnen und Sport draußen, zwischen Spitzen- und Breitensport, zwischen Risikogebiet und niedrigem Inzidenzwert, zwischen Sport-Stopp wegen einer Ansteckung und einer Spielverlegung, weil jemand wegen der Kinder oder Arbeitskollegen in Quarantäne muss. Wer ein allgemeingültiges Stimmungsbild haben möchte, könnte diesen Satz nehmen: „Jetzt alles abzubrechen, wäre eine Katastrophe“. Ausgesprochen von Monika Wöhler, Präsidentin des Bremer Handball-Verbandes (BHV).

Monika Wöhler ist weit davon entfernt, Corona zu unterschätzen. Natürlich stellt sie nicht die Existenz von Vereinen oder die Motivation von Sportlern über die Gesundheit. Sie will die Schwierigkeit benennen, die sich vor allem für diejenigen ergibt, die weitreichende Entscheidungen zu fällen haben. Das BHV-Präsidium hat sich am Montagabend virtuell zusammengefunden, um zu beraten, wie in seinem Hoheitsgebiet weiter verfahren werden soll. Stefan Hüdepohl, Chef des niedersächsischen Verbandes HVN hatte so etwas wie einen Lockdown für Spiele in Risikogebieten vorgeschlagen. Die Bremer legten fest: Ist der Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen) unter 50, wird weiter gespielt. Ist er – wie derzeit in Bremen der Fall – über 50, kann eine Mannschaft verzichten, was sie bis jeweils zum Mittwoch, 23.59 Uhr, gemeldet haben muss. Die Partie wird abgesetzt, nicht gewertet, nicht sanktioniert und kann verlegt werden.

„Ich halte es für denkbar, dass wir den Spielbetrieb in Gebieten, die eine Inzidenz von über 50 . . . haben, keine Spiele stattfinden lassen und auch keine Auswärtsspiele von Teams zulassen, die aus den Gebieten stammen.“ So wird Hüdepohl auf der HVN-Homepage zitiert. Bremen ist als eine Art Regionalverband in den HVN eingegliedert, die Konstruktionen im Volleyball und Basketball sind ähnlich. Den Spielbetrieb in den Bundesligen sowie der dritten Liga regelt der nationale Verband DHB, die Spielklassen darunter werden vom HVN beziehungsweise dann BHV betreut. Am Mittwoch will sich das HVN-Präsidium, zu welchem aus Bremen auch Monika Wöhler und Jens Schoof gehören, in Hannover treffen und über Hüdepohls Vorschlag beraten.

Der Mittwoch soll auch in anderen Landesverbänden ein weiterer Tag X werden. Vom nordwestdeutschen Volleyballverband wollen Vorstand und Spielausschuss tagen. Im Raum steht, sich dem Hamburger Modell anzuschließen, das ebenso die Freiwilligen-Regelung vorsieht. Ohne Sanktionen befürchten zu müssen, sollen Mannschaften beziehungsweise Vereine entscheiden dürfen, ob sie antreten wollen oder nicht. Generell müsse dies bis zu diesem Mittwoch gemeldet werden, je nach Pandemie-Dynamik könne danach noch an einzelnen oder mehreren Spieltagen oder auch für den Rest der Saison ausgestiegen werden. Bis jeweils zum Freitag vor dem Spieltag müsse dies angezeigt werden. So steht es auf der Internetseite der Hamburger.

Lars Thiemann, Präsident des Bremer Verbandes, gehört zu denjenigen, die eine solche Regelung eher begrüßen denn bekämpfen würden. „Ich finde daran gut, dass die Hamburger nicht gewartet haben, bis die Politik eine Vorgabe trifft“, sagt Thiemann. Der Hamburger sei in Anbetracht der Krise ein guter Weg, vor allem eben ein selbstbestimmter. Die Resonanz auf den Beschluss in der Volleyballszene, im Hamburger Landessportbund und auch in der Politik sei positiv.

Damit liegt Thiemann quasi auf einer Wellenlänge mit den Basketball-Entscheidern, zumindest mit denen in Niedersachsen und Bremen. Auch hier will man so lange weiterspielen lassen, so lange es von den Behörden nicht verboten ist. Das aber auf freiwilliger Basis. Das heißt, Mannschaften, die nicht antreten möchten, sollen keine Strafgebühren für eine Spielabsage oder Spielverlegung aufgebrummt bekommen. So erläutert es Thomas Behrens, der im Vorstand des Bremer Verbandes als Ressortleiter für den Spielbetrieb verantwortlich ist. Vizepräsident Carsten Bierwirth sagt, dass man die Saison, die üblicherweise bis zu den Osterferien abgeschlossen wird, notfalls auch darüber hinaus noch weiter bis ins Frühjahr oder den Frühsommer ausweiten könnte, falls jetzt im Winter zu viele Spiele verlegt werden müssen. Und falls am Ende der eine Verein mehr gespielte Spiele als der andere aufweisen würde, könnte es erneut zu einer Quotientenregelung kommen.

Auch im Bremer Fußballverband wird am Mittwoch virtuell getagt. Sondersitzung des Verbandsbeirates, Thema: Spielbetrieb unter Corona-Bedingungen. Das Problem für die Vereine, sagt Verbandssprecher Oliver Baumgart, sind weniger Infektionen, die durch einen kurzen Körperkontakt beim Kicken im Freien entstehen. Die würde es kaum geben, wie die jüngste Vergangenheit zeige. Vielmehr würden Quarantäne-Maßnahmen, die ihren Ursprung außerhalb des Platzes hätten, zu Spielabsagen führen. So wie in der Bremen-­Liga am Wochenende in zwei Fällen geschehen. Grob geschätzt, sagt Baumgart, würden pro Wochenende aber nur maximal zehn Spiele ausfallen. Bei rund 500 Partien in all den Senioren- und Jugendklassen.

Ein Teamsport, der sowohl im Freien als auch in der Halle im Ligabetrieb steht, ist Hockey. Martin Schultze vom Bremer HC weist darauf hin, dass draußen bislang nirgendwo ein Cluster entstanden sei. Der Club habe beschlossen, im Jugendbereich, auch im Training, weiter draußen zu bleiben und die Halle zu meiden. Im Leistungsbereich der Erwachsenen seien deutlich weniger Spieler gleichzeitig in der Halle. Ob es zu einer Hallenrunde mit Auf-und Abstieg kommt, soll in den nächsten Tagen beschlossen werden. Der BHC würde im Falle des Falles mitspielen.

A-Jugend: Meister Flensburg zu stark für den HC Bremen

Bremen. Die männliche A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt gab sich in der Handball-Bundesliga beim HC Bremen keine Blöße. Der amtierende deutsche Meister setzte sich am Jakobsberg glatt mit 31:21 (14:11) durch. „Meine Mannschaft hat eine gute Leistung geboten, die Niederlage ist drei, vier Tore zu hoch ausgefallen“, meinte HC-Trainer Tim Schulenberg. Stark agierte die HC-Abwehr, dahinter waren Moritz Schröder und Marten Kuhlmann im Tor sehr gut aufgelegt. Im Angriff gefielen Nick Horstmann und Felix Laube auf den Außenpositionen. Nach dem 15:20-Zwischenstand fielen die Gastgeber aufgrund von Eigenfehlern entscheidend auf 15:24 zurück. Der HC Bremen geht jetzt mit 0:6 Punkten in die Herbstferienpause. „Ich habe meine Mannschaft darauf vorbereitet, dass das nach dem schweren Auftaktprogramm passieren kann“, blieb Tim Schulenberg gelassen.

HC Bremen: Schröder, Kuhlmann; Laube (6/2), Horstmann (3), Bonnet, Sibahi, Wollin (3/1), Dibowski (3), Berdar, Holst (5), Diering, Westermeier (1), Fuhrmann, Schluroff

1. Herren: Bitterer Auftakt für den HC Bremen
Handball-Oberligist startet mit einer 22:28-Auswärtsniederlage beim TvdH Oldenburg in die neue Saison

Bremen. Nach mehr als sechs Monaten ohne ihren Sport hatten sich die Handballer des HC Bremen auf den Saisonauftakt in der Handball-Oberliga Nordsee sehr gefreut – um direkt vor dem ersten Spiel gegen die SG VTB/Altjührden neuerlich bitter enttäuscht zu werden. Das Heimspiel am vorletzten Wochenende hatte aufgrund der Covid-19-Krise abgesagt werden müssen. Die behördlichen Auflagen für den Landkreis Friesland hätten das Auswärtsspiel in der Hansestadt zwar zugelassen, dies aber war den SG-Verantwortlichen allerdings zu heikel und so wird die Partie nun am Dienstag, 27. Oktober (20 Uhr) nachgeholt werden.

„Obwohl sich alle auf das erste Punktspiel gefreut haben“, erklärte HC-Spielertrainer Marten Franke, „stand außer Frage, der Bitte um Verlegung nachzukommen.“ Somit begann die neue Spielzeit für das Team am Freitag mit dem Auswärtsspiel beim TvdH Oldenburg – und endete ebenfalls mit einer Enttäuschung, nun einer sportlichen: Mit 22:28 (9:11) mussten sich die Bremer letztlich deutlich geschlagen geben. Dabei begann die Partie ausgeglichen, beide Teams erspielten sich Tormöglichkeiten, und die Gäste um ihren treffsichersten Akteur Marten Franke (vier Tore) agierten in den ersten 30 Minuten mindestens auf Augenhöhe.

„Wir haben defensiv gut gestanden“, erläuterte Franke, „und hätten bis zu Pause eigentlich schon deutlich führen müssen.“ Vor allen Dingen die ersten 20 Minuten verliefen aus Sicht der Gäste verheißungsvoll, aus einer aufmerksamen 6:0-Deckung heraus kam der HC Bremen zu schnellen Tempogegenstößen. Auch aus dem Spiel heraus kreierte das Team gute Möglichkeiten. Allerdings ließ das Teamzahlreiche Chancen ungenutzt, entweder fehlte die nötige Konzentration im Abschluss oder der glänzend aufgelegte TvdH-Keeper Jannik Rohde parierte die Bälle. „In der ersten Hälfte hätten wir frühzeitig eigentlich schon deutlich führen müssen“, haderte Franke mit der hohen Fehlwurfquote seines Teams. „Unsere 28 Fehlwürfe waren aus meiner Sicht der Knackpunkt, das ist einfach zu viel.“

So konnten die Gastgeber um ihren besten Werfer Maximilian Bähnke (8) einen Zwei-Tore-Rückstand (3:5/13. Spielminute) bis zur Pause in einen eigenen Vorsprung drehen. „In meiner ersten Auszeit habe ich versucht, Ruhe und Coolness in unser Spiel zu bringen“, sagte Franke, „wir haben uns leider aber das gesamte Spiel über in mehrere Situationen nicht clever genug verhalten und am Ende verdient verloren.“ Neben dem bärenstarken Keeper hätte seiner Mannschaft allerdings auch so manche Entscheidung der Unparteiischen das Leben schwer gemacht, so Franke, „wir hätten oft nach Ballgewinn schnell umschalten können, sind jedoch mehrfach zurück gepfiffen worden, weil die Schiedsrichter in einem eigentlich fairen Zweikampf auf Foul gegen uns entschieden haben“.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ Franke mit seinem Treffer zum 10:11-Anschluss neue Hoffnung bei den Gästen aufkeimen, mit viel Kampfgeist wollten die Bremer an die gelungene Saisonvorbereitung anknüpfen. „Vielleicht haben wir uns gerade deshalb etwas zu sicher gefühlt“, mutmaßte Franke, „und haben nicht mit der nötigen Bissigkeit gespielt.“ Während die Oldenburger bereits in der neuen Saison angekommen waren, hatte der HC-Coach das Gefühl, „dass wir noch nicht richtig drin waren und uns erst akklimatisieren mussten“. Dadurch kamen die Hausherren zu einem Vier-Tore-Lauf und legten damit den Grundstein für den späteren Erfolg. Die Bremer waren ab Mitte der zweiten Hälfte gezwungen, ihre Deckung zu öffnen, die entsprechenden Lücken nutzte Oldenburg zu einfachen Toren und setzte sich schließlich in der letzten Viertelstunde entscheidend ab. „Uns fehlte in mehreren Situationen das Selbstvertrauen“, meinte Marten Franke, „und um noch wenigstens einen Punkt mitzunehmen, haben uns am Ende die Tore gefehlt, die wir in der ersten Hälfte nicht gemacht haben.“

Dennoch sei er „insgesamt mit der Mannschaftsleistung einverstanden“, versicherte Franke, der sich gedanklich bereits mit dem kommenden Gegner beschäftige: „Haren ist eine sehr kampfstarke Mannschaft“, warnte Franke in Hinblick auf das anstehende Auswärtsspiel (Sonnabend, 24. Oktober, 18 Uhr). „Wir werden uns in den nächsten Trainingseinheiten sehr konzentriert auf sie vorbereiten.“ Ein Schwerpunkt werde dabei das Wurftraining, so Franke, „um wieder die Sicherheit im Torabschluss zu bekommen, die wir in der Vorbereitung in vielen Spielen hatten“. Vielleicht sei die Niederlage „ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt“, meinte der Trainer, „durch den auch wir jetzt in der Saison angekommen sind“. Am Saisonziel (ein Platz unter den ersten vier Mannschaften) habe sich durch die Pleite nichts geändert, versicherte Franke. „Das Potenzial dazu steckt auf jeden Fall im Team.“

HC Bremen: L. Prieß (1), Berdar; Franke (4/1), F. Fietze (3), L. Grieme (3), Harting (3), Hermann (2), O. Fietze (2/1), Schröder (1), Laube (1), Schäfer (1), Hoppe (1), Honschopp, Wiezorrek

1. Herren: Große Zuversicht beim HC Bremen
Oberliga-Handballer peilen vor dem Saisonstart einen Platz unter den ersten Vier an

Bremen. Für die Oberliga-Handballer des HC Bremen hätte die Saison am 3. Oktober mit dem Heimspiel gegen die SG VTB/Altjührden beginnen sollen, doch diese Partie wurde abgesagt (siehe unten). Nach dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Serie ist die Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke seit Anfang August wieder im Trainingsbetrieb. „Alle sind heiß, nach der ungewohnt langen Vorbereitung endlich wieder zu spielen, allerdings müssen wir bei uns von einer zweigeteilten Vorbereitung sprechen“, sagte Franke.

Damit meint der 26-Jährige auf der einen Seite die Spieler, die bereits sehr gut in Form sind und auf der anderen Seite die Spieler, die nach Langzeitverletzungen wieder ins Team eingestiegen sind. Zum Beispiel Jan-Ole Harting, der noch im März nach langer Verletzung und vielleicht doch noch etwas zu früh sein erstes Saisonspiel für den HC Bremen absolviert hatte und bis jetzt hart an seiner Fitness gearbeitet hat. Oder Daniel Francke, der ebenfalls nahezu die gesamte vergangene Saison verpasst hatte. Oder Kapitän Felix Fietze, der sich direkt nach Saisonende am Fuß operieren ließ.

Da die beiden wichtigen Vorbereitungsturniere abgesagt wurden, setzte Franke einige Testspiele an. Darunter gleich nach der ersten Trainingseinheit die Partie gegen den Drittligisten Cloppenburg. Der HC Bremen präsentierte sich dabei in überraschend starker Verfassung und gewann diesen Test mit 38:25. Es sollte der Beginn einer sehr ordentlichen Reihe an Testspielen werden, mit denen sich die Bremer auf die Saison vorbereiteten. Es folgten ein Sieg und eine Niederlage gegen die HSG Nienburg, einer Mannschaft, die in der Oberliga Niedersachsen oben mitspielte.

Ein richtiger erster Härtetest wurde die Partie gegen Drittlliga-Aufsteiger ATSV Habenhausen. Nach einer starken ersten Hälfe (15:12) verlor das Franke-Team am Ende knapp mit 20:22. „Leider hatten wir in diesem Spiel nur eine kleine Besetzung zur Verfügung, doch für uns war das schon mal ein sehr guter Test“, sagte Franke. Es folgte ein weiterer Auftritt gegen einen Drittligisten. Gegen den OHV Aurich spielten die Bremer erstmals wieder vor Zuschauern, denn die Gastgeber testeten in dieser Partie ihr neues Hygienekonzept. Das sportliche Konzept des HC Bremen ging ziemlich gut auf. In einem sehenswerten Spiel mussten sich die Bremer zwar am Ende mit 22:32 geschlagen geben, lagen bis zur 45. Minute aber nur knapp mit 16:18 hinten. „Wir waren lange auf Augenhöhe, damit war ich sehr zufrieden“, sagte Marten Franke. Hinzu kamen zwei gewonnene Partien gegen den Verbandsligisten ATSV Habenhausen II, eines davon nach der Aurich-Partie. Diese Begegnung nutzte Franke, um einige Dinge auszuprobieren: „Wir haben beim 30:18-Sieg zum Beispiel unsere Abwehrsysteme getestet und sind einen großen Schritt voran gekommen.“

Vor dem Saisonstart herrscht also große Zuversicht beim HC Bremen, trotzdem ist es für Marten Franke nicht leicht, eine Prognose abzugeben. „Das wird natürlich eine ganz besondere Saison, ich rechne mit vielen Terminverschiebungen und sonstigen Unabwägbarkeiten“, sagt der Spielertrainer. Auf jeden Fall will er mit seinem Team am Ende der Saison besser als nach der vergangenen Serie dastehen. „Wir wollen unter die ersten Vier kommen“, sagt Franke. Der Kader hat sich definitiv verstärkt. Die Abwehr bleibt dabei für Franke der Schwerpunkt seiner Trainingsarbeit. „Wenn die Abwehr gut ist, ist alles gut. Im Angriff haben wir bewiesen, dass wir immer für 30 Tore gut sind und jetzt haben wir sogar noch mehr Optionen im Angriff, sind breiter und variabler aufgestellt, da mache ich mir keine Sorgen.“

Kader: Luca Prieß, Antonio Berdar (beide Tor), Felix Fietze, Max Laube (beide Kreis), Kai Wiezorrek, Florian Honschopp, Tjark Jöhnk, Paul Schröder (alle Linksaußen), Yannick Schäfer, Lennart Koppe, Thies Hermann (alle Rückraum links), Marten Franke, Ole Fietze (beide Rückraum Mitte), Jan Ole Harting, Gabriel Schupp, Leon Grieme (Rückraum rechts), Jan Ole Wiezorrek (Rechtsaußen), Daniel Francke (Abwehr).

 

Bremen. Kurz vor dem Saisonstart gibt es für die Oberliga-Handballer bereits die erste Spielverlegung. Am Sonnabend hätte sich eigentlich die SG VTB/Altjührden am Jakobsberg vorgestellt, doch jetzt muss die Mannschaft von HC-Trainer Marten Franke weiter auf ihren ersten Einsatz warten. Die aktuelle Situation im Landkreis Friesland macht dem ganzen ein Strich durch die Rechnung, Wettkämpfe von zwei verschiedenen Mannschaften im Kontaktsport wie z.B. Handball sollen vermieden werden. Nach langen Gesprächen beider Vereine, wurde beschlossen, die Partie zu verlegen. „Gerade in der aktuellen Situation muss die Gesundheit im Vordergrund stehen und Spieler, Betreuer und Zuschauer geschützt werden. Obwohl sich alle auf das erste Punktspiel nach über einem halben Jahr gefreut haben, stand außer Frage, der Bitte um Verlegung nachzukommen“, sagte Marten Franke. Wann das Spiel nachgeholt werden soll, ist noch nicht bekannt, die Regelungen des Verbandes sieht eine Frist von sechs Wochen vor. Somit bestreitet der HC Bremen sein erstes Spiel vor auswärtiger Kulisse, am Freitag, 9. Oktober, um 20 Uhr in Oldenburg.

von Rainer Jüttner

 

mJA: TEILNEHMER UND STAFFELN STEHEN
JBLH männlich: Qualifikation abgeschlossen / virtueller Staffeltag am 16. September

Nächster erfolgreicher Schritt in die Saison 2020/21 der Jugendbundesliga männlich: Am vergangenen Wochenende endeten die Qualifikation. Noch am Sonntagabend beschloss der Jugendspielausschuss die Einteilung der vier Staffeln à zehn Mannschaften.

Die finale Staffeleinteilung:

Nord: TSV GWD Minden, HSV Hamburg, HC Bremen, HSG Handball Lemgo, JSG LIT 1912, SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel, TSG Altenhagen-Heepen, TUSEM Essen, VfL Horneburg

Ost: 1. VfL Potsdam, Eintracht Hildesheim, Füchse Berlin Reinickendorf, HC Empor Rostock, LHC Cottbus, NSG EHV/Nickelhütte Aue, SC DHfK Leipzig, SC Magdeburg, TSV Burgdorf, TV Gelnhausen

West: Bergischer HC, HG Saarlouis, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, HSG Hanau, mJSG Melsungen-Körle-Guxhagen, TSG Münster, TSV Bayer Dormagen, TV Hüttenberg, VfL Eintracht Hagen, VfL Gummersbach

Süd: FA Göppingen, HC Erlangen, HG Oftersheim/Schwetzingen, HSG Konstanz, JSG Balingen/Weilstetten, Rhein-Neckar Löwen, SG Pforzheim/Eutingen, TSV Allach, TuS Helmlingen, TV Bittenfeld

An diesem Mittwoch, 16. September, findet ein virtueller Staffeltag statt. Los geht es für die 40 Mannschaften am 26./27. September, der neunte und letzte Spieltag ist für das Wochenende 21./22. November geplant. Nach der Einfachrunde ziehen die besten vier Teams jeder Staffel in die Meisterrunde ein, die in zwei Gruppen à acht Mannschaften in Hin- und Rückrunde ausgetragen wird. Die jeweils besten vier Mannschaften qualifizieren sich für das Viertelfinale. Dieses und die weiteren K.o.-Runden werden in Hin- und Rückspiel ausgetragen.

Die verbleibenden Mannschaften der Vorrunde spielen in vier Gruppen à sechs Teams eine Pokalrunde aus. Die jeweils besten beiden Mannschaften jeder Staffel erreichen das Viertelfinale, dem ein Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal der männlichen A-Jugend folgt. Dessen Teilnehmer sind ebenso wie die Teams der Meisterrunde für die kommende Saison der Jugendbundesliga qualifiziert.

Spielpläne, Ergebnisse und Tabellen sind unter dhb.de/jblhm zu finden.

mJA: Abwehr überzeugt in Berlin

Bremen. Die Abwehr steht, jetzt muss die männliche A-Jugend des HC Bremen weiter am Angriff feilen. Das ist das Fazit beim Handball-Bundesligisten nach dem Härtetest beim zweitägigen Turnier der Füchse Berlin. Gegen hochkarätige Bundesliga-Konkurrenz wurden sie in einem Feld mit acht Mannschaften Siebter. Das Team von Trainer Tim Schulenberg unterlag dem TSV Hannover-Burgdorf nur unglücklich mit 16:18. Nach dem 17:26 gegen DHfK Leipzig glänzte die Bremer 6:0-Deckung beim 20:20 gegen den SC Magdeburg. Als Gruppenvierter (1:5 Punkte) gewann der HC Bremen das Platzierungsspiel gegen den TV Bittenfeld mit einer erneut überzeugenden Verteidigung mit 21:17.

wJD: Ab sofort EIN Team

Die weibliche D-Jugend geht in der nächsten Saison in einer ganz neuen Konstellation an den Start. In der Mannschaft finden sich Spielerinnen der ehemaligen E und D Jugenden der SG Arbergen-Mahndorf sowie Spielerinnen der ehemaligen E und D Jugenden des HC Bremens zusammen.
Insgesamt umfasst das Aufgebot des neuen Teams 17 Spielerinnen, von denen sich viele zu Beginn wenig bis garnicht kannten.
Unter den gegebenen Beschränkungen, durch die Pandemie, wurde ein schnelles kennenlernen erschwert.
Das Hastedter Trainerteam um Tabita Otto, Myléne Oelzner und Mirja Sonnewald probierte die erste Zeit durch gemeinsame online Meetings und Teamchallenges zu überbrücken.
Auch nach Wiederaufnahme des Trainings blieb das Problem, das nur in Kleingruppen trainiert werden konnte. So war ein richtiges „Kennenlernen“ der gesamten Mannschaft nahezu unmöglich.
Neben vielerlei Trainingseinheiten entschied sich das Trainerteam daher, dass weitere Teambuildingmaßnahmen nötig waren.
Im folgenden war die Mannschaft zunächst mitsamt der Eltern in der Rottkuhle grillen, hat eine Radtour gemacht, Minigolf gespielt, Outdoor-Teambuildingspiele absolviert und war zuletzt am Oytersee im Wakegarden. Nebenbei war die Mannschaft auch künstlerisch aktiv und gestaltete sich ihre eigenen Aufwärmshirts.
Anschliessend waren einige Spielerinnen noch im Sommercamp in Dötlingen.
Nach den Ferien folgen nun erste Testspiele gegen Neerstedt, Habenhausen und Arsten, sowie ein kurzes Trainingslager.
In den ersten Wochen war Alina, die ehemalige Trainerin der Arberger E-Jugend, ebenfalls mit dabei und hat dabei geholfen, dass alles so reibungslos klappen konnte.
Insgesamt ist hier durch die Kooperation der Vereine eine tolle Truppe zustande gekommen, die sich gut versteht und eine Menge Spaß gemeinsam hat.

Die Mannschaft besteht aus:
Mia, Lynn, Anneke, Leni, Belana, Sherin, Elena (alle 2008), Kleidia, Jette, Neve, Ocka, Maya Luca, Teresa (alle 2009), Charlotte, Dila, Clara (alle 2010), Mila (2011)

Ein paar Impressionen der vergangenen Wochen:

Die E2 mit buntem Auftaktprogramm

Die neue E2 wird wieder als gemischte Mannschaft spielen.
Nachdem die letzte Saison abrupt geendet hatte, waren alle froh als die Erlaubnis kam, dass wieder trainiert werden dürfe.
Zunächst wurde dann gemeinsam mit der E1 auf dem Beachplatz trainiert. Der Beachplatz liegt direkt am Mahndorfer See, sodass im Anschluss an das Training oft gebadet werden konnte.
Nach ein paar Wochen wurde dann auch wieder in der Halle trainiert. Hier machten die Jungs und Mädels schnell tolle Fortschritte. Als dann sogar wieder mit Kontakt gespielt werden durfte war die Freude groß – endlich wieder „richtig“ Handball!
Doch auch neben dem normalen Training war einiges los.
Vor den Ferien besuchte Miro Schluroff, ehemaliger HC-Spieler und Beachnationalspieler, die Jungs und Mädels beim Beachtraining. Er zeigte ihnen einige Tricks, beantwortete Fragen und stand für Fotos bereit.
Als Teambuilding Maßnahme machte die Mannschaft zu Beginn der Ferien eine Fahrradtour mit anschliessendem Grillen und einer Wasserschlacht. Außerdem wurden Teambuildingspiele gespielt und ein Teamtraining im Seilgarten Lesum absolviert Anschließend ging es für einige Kinder aus der Mannschaft noch ins Sommercamp in Dötlingen.
Insgesamt hatten alle eine Menge Spaß und aus einem Haufen Kinder ist eine tolle Mannschaft entstanden.

In der nächsten Saison in der E2:
Yarno, Dila, Paul, Clara, Tristan, Mats, Mila, Ben, Marlene, Anton, Leif, Lelia, Moritz, Charlotte

Ein paar Impressionen der vergangenen Wochen:

 

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen