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mJB: Hastedter Nachwuchs fährt Siege ein
Männliche B-Jugend nach 29:17 über Oyten Zweiter – C-Team überzeugt beim 31:17 gegen Bissendorf

Hastedt. Die beiden Nachwuchsteams der SG HC Bremen/Hastedt haben sich mit deutlichen Siegen in der Spitzengruppe ihrer Handball-Liga etabliert. Die männliche B-Jugend besiegte den TV Oyten sicher mit 29:17 (14:12) und nimmt nun den zweiten Platz in der Qualifikationsrunde zur Oberliga ein. Die männliche C-Jugend behielt in einem rassigen Jugendspiel gegen den TV Bissendorf-Holte mit 31:17 (13:8) deutlich die Oberhand und ist in der Oberliga Dritter.

Die Bremer C-Jugendlichen zeigten gegen den TV Bissendorf-Holte ihre bisher beste Saisonleistung. Sie agierten in der Deckung sehr bissig, offenbarten dort aber noch etliche Schwächen im Abwehrspiel eins-gegen-eins. Die Spieler halfen sich jedoch immer wieder gegenseitig und lösten etliche Situationen auf clevere Art. Insbesondere Nick Horstmann, Paul Bonnet und Jacob Papin taten sich in der Abwehr hervor.

Im Angriff lief der Gastgeber einige Gegenstöße, die zu einfachen Toren führten. Mit guter Passgeschwindigkeit zogen Paul Bonnet, Yunus Uckac und Nikias Scharnke ein ansehnliches Angriffsspiel auf, so dass das Team auf allen Positionen zu Torerfolgen kam. Ein Sonderlob seiner drei Trainer (Jörn und Marten Franke, Thorben Kruse) erhielt Noah Duris, der mit seiner explosiven Spielweise tolle Akzente setzte, kämpferisch voranging und fünf blitzsaubere Treffer markierte. Die Vorentscheidung fiel, als sich die Hastedter nach dem 9:8 innerhalb von fünf Minuten auf 13:8 absetzten.

SG HC Bremen/Hastedt: Baraniak, Kohaupt; Bonnet (5), Uckac (6), Papin, Horstmann (8/3), Duris (5), Geils (1), Jöhnk, Schreiber (3), Scharnke (3).

Im Heimspiel gegen den TV Oyten überzeugte die U 17 der SG HC Bremen/Hastedt insbesondere im Angriff, während die Deckung erst im zweiten Durchgang zu Stabilität fand und lediglich fünf Gegentore zuließ. „Jetzt beginnt sich die harte Arbeit der vergangenen Wochen auszuzahlen“, freute sich Trainer Marten Franke. „Unser Spieltempo nimmt zu, da sind wir auf dem richtigen Weg.“

Während der Hastedter Spielmacher Malte Till und Rückraumschütze Sören Fuhrmann in der zweiten Halbzeit geschont wurden, hatte der Rekonvaleszent Lukas Dibowski beim Siebenmeter zum 13:11 nach sieben Monaten seinen ersten Kurzeinsatz. „Darüber haben wir uns alle gefreut, weil Lukas so hart um sein Comeback kämpft“, berichtete Marten Franke, dessen Team über 18:15 und 24:15 vorzeitig alles klar machte.

Beim Gastgeber überzeugten insbesondere John Westermeier und Ragnar Diering in der Deckung, während Sören Fuhrmann und Fynn Schluroff im Angriff der SG HC Bremen/Hastedt nicht nur wegen ihrer zusammen elf erzielten Tore gefielen.

SG HC Bremen/Hastedt: Kuhlmann, Plazinski, Diering (2), Til (3/1), Dibowski (1/1), Westermeier (4), Hülsmann, Bruning (2), Berdar (4), Fuhrmann (5), Schluroff (6), Holst (2), Wollin.

1. Damen: Hastedt korrigiert das Saisonziel
Handballerinnen unterliegen 20:27

Bremen. Im Augenblick steckt bei den Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt der Wurm drin. Statt wie vorgesehen, als Absteiger den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga ins Visier zu nehmen, muss das Team von Trainerin Andrea Wiegandt angesichts der jüngsten Negativserie sogar nun sogar um den Klassenerhalt in der Handball-Landesklasse (Krage) fürchten. Lediglich drei Punkte trennen Hastedt vom ersten Abstiegsplatz und angesichts des schwierigen Restprogramms bis zur Winterpause mit Partien gegen die Spitzenteams aus Morsum und Rotenburg sowie gegen die stark abstiegsgefährdete HSG Cluvenhagen/Langwedel droht dem Team eine böse Weihnachtsüberraschung. „Im Augenblick haben wir in der Defensive einfach eine zu hohe Fehlerquote“, resümierte Andrea Wiegandt nach der 20:27 (11:9)-
Schlappe im Lokalderby beim TS Woltmershausen, „und treffen vorne das Tor nicht.“

Weil sie glaubt, der Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen, sei schlicht zu groß für die zum Teil noch sehr jungen und unerfahrenen Spielerinnen, hat sich die ebenso noch junge Trainer-Novizin vorgenommen, das zum Saisonstart ausgerufene Ziel zu korrigieren: „Ich denke, ein einstelliger Tabellenplatz ist im Augenblick realistischer als auf den sofortigen Wiederaufstieg zu beharren“, konstatierte Wiegandt, „damit nehme ich den Mädels hoffentlich etwas Last von ihren Schultern.“ Gleichzeitig wolle sie für einen weiteren wichtigen Baustein sorgen: „Wir müssen den Spaß am Handball zurückholen“, so Wiegandt, „nur damit können die Spielerinnen auch ihr eigentlich großes Potenzial auch voll ausschöpfen.“

Beim TS Woltmershausen dagegen hat Trainerin Michaela Feldmann derzeit wenig Grund zu Klagen. Ihr Team liegt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz und beeindruckte im Derby durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. In der ersten Phase entwickelte sich zunächst ein sehr ausgeglichenes Spiel, dennoch gingen die Gastgeberinnen mit zwei Toren Rückstand in die Halbzeit. „In der 37. Minute sind wir das erste Mal in Führung gegangen“, resümierte Feldmann, „doch dann schaffte Hastedt wieder den Ausgleich.“ In der 42. Minute wendete sich schließlich das Blatt, eine gute Abwehrleistung seitens des TSW sowie eine starke Miriam Diers zwischen den Pfosten brachten Woltmershausen über 16:16 zu einer 24:17-Führung (54.), die der TSW letztlich nicht mehr verspielte.

„Wir haben die Torhüterin vom Woltmershausen warm geschossen“, sagte Andrea Wiegandt. Aus ihrer Sicht spiele die Einstellung eine ebenso große Rolle, wie der Teamgeist. „Im Augenblick sind wir alle frustriert und können mangels Beteiligung im Training keine Automatismen einstudieren, die uns weiter helfen könnten.“ Allerdings müssten die Neuzugänge zunächst besser integriert werden und dem Hastedter Trainertandem Wiegandt/Brünjes bleibt nicht mehr viel Zeit. „Wir werden in Ruhe mit den Mädels weiter arbeiten“, so Wiegandt, „dass sie Handball spielen können, wissen wir alle, jetzt müssen sie es nur noch auf die Platte bringen.“

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Repty; T. Mähr (4/1), Ahlers (1), M. Mähr (1), Frank (2), Lagemann (4/1), Becker (2/2), Kriete (1), Otto (2), Semken (1), Beckmann (2).

mJA: Verfolgerduell am Jakobsberg

Ein absoluter Handball-Leckerbissen steigt am Samstag um 19.30 Uhr in der Halle am Jakobsberg (Hastedter Osterdeich 225). Dann erwartet nämlich in der A-JugendBundesliga der HC Bremen/Hastedt den SC Magdeburg. Und die Partie ist unbestritten ein Verfolgerduell in der Belétage des Jugendhandballs. Der HC (12:4 Punkte) und der SCM (14:4) haben beide Tuchfühlung zu Platz zwei, hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter Flensburg. Während die Magdeburger seit Jahren zu den besten deutschen Teams gehören, erleben die Bremer unter Trainer Tim Schulenberg derzeit einen wunderbaren Aufschwung, der gerne noch anhalten darf. (len)

Foto: Michael Bley/ Atelier Avanti

mJA: Der SC Magdeburg kann kommen

Bremen. Die männliche A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt hat sich in der Handball-Bundesliga erfolgreich auf das Topspiel gegen den SC Magdeburg am Sonnabend (19.30 Uhr, Jakobsberg) eingeworfen. Sie kehrte mit einem hochverdienten 27:20 (14:8)-Sieg vom HC Empor Rostock zurück. Damit weist der Aufsteiger als Tabellenfünfter jetzt 12:4 Punkte auf. Die Bremer brachten sich mit 13 technischen Fehlern und acht vergebenen Hochkarätern noch um ein deutlich besseres Ergebnis.

HC Bremen: Berdar, Garrels; Francke, Reimer (1), Scharnke, Becker (1), Hermann (2), Esser (2), B. Budelmann (6/6), H. Budelmann (4), Tiedje, Schluroff (6), Gerke (1), Langwucht (4)

1. Herren: Zu passiv im Abstiegskampf
Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt unterliegen Hatten-Sandkrug mit 24:29

Bremen. Nach zwei Niederlagen hintereinander wäre es ein Sieg zum richtigen Zeitpunkt gewesen, doch diese Hoffnungen erfüllten sich für die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt nicht. Mit 24:29 (13:13) mussten sie sich der TSG Hatten-Sandkrug vor eigenem Publikum geschlagen geben, wobei dem verletzten Spielertrainer Marten Franke vor allem auch die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande kam, bitter aufstieß. „Das war schon ein bisschen erschreckend. Wir befinden uns im Abstiegskampf und das sind genau die Spiele, die wir gewinnen müssen. Ich hoffe, das war jetzt für alle der richtige Denkanstoß“, sagte Franke.

Die Hastedter wollten ihren Gästen mit ­extremem Tempohandball, Gegenstoßtoren über die erste und zweite Welle sowie einer wie zuletzt überzeugenden Abwehrarbeit entgegentreten. Doch abgesehen vom 1:0 durch Felix Fietze nach direktem Ballgewinn wurde vieles von dem, was abgesprochen war, nicht umgesetzt. Das Tempo war ganz ordentlich und ein Dutzend Tore fielen dann auch über die erste und zweite Welle. „Andererseits haben wir 14 Gegenstöße mit teilweise freien Würfen einfach nicht genutzt. Das war sicherlich einer der heutigen Hauptknackpunkte“, sagte Marten Franke. Bestes Beispiel dafür war die vielleicht entscheidende Phase der Partie. Die Bremer hatten einen zwischenzeitlichen 18:22-Rückstand (42.) auf zwei Tore verkürzt und beste Chancen, sogar gleichzuziehen. Doch zwei aussichtsreiche Ballgewinne wurden geradezu kläglich nicht genutzt. Ein Gegenstoß endete mit dem Übertreten des Kreises, ein weiterer mit einem Schrittfehler, sodass die Hattener ihren Vorsprung wieder ausbauen konnten.

Wenig Durchschlagskraft

Probleme gibt es zudem weiterhin im Rückraum, der bislang zu wenig Durchschlagskraft entwickelt. Ole Fietze kam nur auf zwei Siebenmetertore, David Brune und Leon Grieme (1) blieben ebenfalls unter ihren Möglichkeiten. Lediglich Jan Ole Harting lieferte wieder ein sehr stabiles Spiel in Angriff und Abwehr ab. So lag der Fokus von Marten Franke auf den Außenangreifern: „Die müssen heute 20 Tore machen.“ Tatsächlich war die Quote von Jan Wiezorrek (2), Kai Wiezorrek (1) und Paul Schröder (9) mit 15 Treffern gar nicht einmal so übel. Doch selbst die Ausbeute von Schröder überzeugte Franke noch nicht vollends. „Das war gut, aber andererseits hätte er noch deutlich mehr Tore machen müssen. Die Chancen dazu waren da.“

Gegen Hatten schwächelte zudem noch das eigentliche Prunkstück der Hastedter, die Abwehr. Da reichte dann auch eine erneut starke Leistung von Luca Prieß im Tor nicht mehr aus. Die Gäste aus Hatten-Sandkrug spielten zweifelsfrei einen soliden Handball, waren aber keinesfalls so dominant, dass sie nicht zu stoppen gewesen wären. Doch die Bremer fanden in keiner Formation den richtigen Zugriff. Nach der anfänglichen 3:2:1-Variante versuchten sie es mit einer 5:1-Abwehr, bei der es allerdings in den kleinen Gruppen nicht gut zusammenlief. Und auch die 5:1-Variante, mit der die Räume von Gäste-Spielgestalter Andre Haake eingeschränkt werden sollten, klappte nicht. Die 6:0-Abwehr hatte sich Franke bis zuletzt aufgehoben, in der Gewissheit, dass das Spiel spätestens dann gedreht werden könnte. „Doch das hatte sich leider auch nicht bestätigt. Dazu waren wir auch viel zu passiv“, sagte Franke. Ohnehin fehlte Hastedts Trainer bei seinen Spielern die letzte Leidenschaft. „Im Gegensatz zu den Gästen habe ich doch den unbedingten Kampfgeist und die Aggressivität vermisst. Das darf uns in einem solchen Spiel eigentlich nicht passieren.“ Nach dem kommenden spielfreien Wochenende treten die Hastedter am Sonntag, 25.November (17 Uhr), beim heimstarken TV Bissendorf-Holte an.

SG: Prieß, Lusic; Felix Fietze (3), Schröder (9), Francke, Gövert, Brunde, Kai Wiezorrek (1), Grieme (1), Harting (6), Heller, Ole Fietze (2/2), Jan Wiezorrek (2), Latacz.

mJC: Hastedt feiert klaren 30:20-Sieg
Abwehrleistung ausbaufähig

Hastedt. Ein zweistündiges Auswahltraining am Vormittag, kompensiert durch ein gemeinsames Nudelessen, konnte die männliche C-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt in der Handball-Oberliga nicht stoppen. Sie kehrte mit einem überlegenen 30:20 (18:13)-Erfolg von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen ­zurück und hält als Fünfter (6:4 Punkte) den Anschluss zur Tabellenspitze.

Die Gäste um den früheren Schwaneweder Nikias Scharnke überzeugten mit einem hohen Spieltempo und sauberer Technik vor ­allem im Angriff. Dagegen zeigten sie in der Abwehr im Spiel eins-gegen-eins noch einige Schwächen. „An der Abwehrtechnik müssen wir weiter intensiv feilen“, waren sich die beiden Trainer Marten und Jörn Franke einig.

Im zweiten Durchgang überzeugte Marcel Baraniak im Tor mit etlichen gelungenen Paraden, während im Angriff der Kreisläufer ­Linus Jöhnk seine Chancen in Tore ummünzte. „Die Qualität unserer Kreisanspiele hat sich durch intensives Training stark verbessert, ebenso die Wurfqualität unserer Außenspieler, die jetzt vermehrt mit winkelvergrößernden Sprungfallwürfen operieren“, erläuterte Jörn Franke.

Als die Bremer Trainer vermehrt durchwechselten, fügten sich auch die neuen Spieler nahtlos ein und zeigten ihre Torgefährlichkeit. Sie erwarten am Sonntag um 16 Uhr den Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte am ­Jakobsberg.

SG HC Bremen/Hastedt: Baraniak; Duris (3), Bonnet (9), Scharnke (4), Horstmann (5/1), Uckac (3), Jöhnk (3), Schaa (1), Dahm (1), Geils, Schreiber (1).

1. Damen: Nikolai-Team siegt in einem turbulenten Landesklassen-Derby beim HC Bremen mit 21:19
Habenhausen II bleibt spitze

Bremen. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es nach dem 21:19 (10:10)-Auswärtssieg des ATSV Habenhausen II beim Bremer HC durch die Sporthalle am Jakobsberg. Durch den unerwarteten Erfolg verteidigte die Mannschaft von Lara Nikolai die Tabellenführung in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen – und stürzte die favorisierten Gastgeberinnen ins Tal der Tränen.
„Wir sind heute gänzlich unter unseren Ansprüchen geblieben“, konstatierte HC-Trainerin Andrea Wiegandt nach der Schlusssirene, „mit solch einer Leistung wird es mit unserem Ziel sofortiger Wiederaufstieg nichts werden.“

Dabei hatte Gästetrainerin Lara Nikolai dem Team der Gastgeberinnen vor Spielbeginn noch die Rolle des Favoriten zugeteilt. „Hastedt hat viele erfahrene Spielerinnen in seinen Reihen“, erörterte die ATSV-Trainerin, „wir dagegen befinden uns gerade in einem Umbruch und müssen mit vielen Verletzten leben.“ Dieser Umstand hatte zur Folge, dass die Gäste gleich drei A-Jugendliche auf die „Platte“ schicken mussten, doch auch im Team der Hastedterinnen fehlte mit Kreisläuferin Annelie Hagedorn (Außenbandriss im Sprunggelenk) eine Leistungsträgerin.

Tempo-Taktik geht nicht auf

„Wir werden versuchen, mit viel Tempo aus einer stabilen Defensive heraus zum Angriff zu kommen“, hatte Andrea Wiegandt vor Spielbeginn als Marschroute ausgegeben. Da ihr im Rückraum zudem einige Alternativen fehlten, sollten die Gastgeberinnen „das Spiel möglichst breit machen und geduldig auf gute Wurfmöglichkeiten warten“, so Wiegandt. Dieser Plan ging allerdings nie richtig auf, während die Gäste um ihre treffsicherste Akteurin Janina Rother (acht Tore) wiederholt frei zum Wurf kamen, taten sich die Hastedterinnen sowohl defensiv als auch im Angriff ungewöhnlich schwer.

Gleich dreimal lagen die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Sara Lagemann (vier Tore/zwei Siebenmeter) in Durchgang eins mit zwei Toren vorn (2:0/3. Spielminute; 4:2/9. und 5:3 /11.), jedes Mal glich der ATSV wieder aus – und ging schließlich seinerseits mit 8:7 in Führung (22.). „Wir waren eigentlich die gesamten 60 Minuten über viel zu unkonzentriert im Abschluss“, haderte Andrea Wiegandt, „21 Gegentore sind defensiv noch ganz okay, aber nur 19 eigene Treffer sind in einem Heimspiel einfach viel zu wenig.“ Bis zur Halbzeit egalisierte Hastedt die Gästeführung, mit Gleichstand ging „ein Spiel auf Augenhöhe“ (Wiegandt) schließlich in die Pause.

Nachdem Hastedts Rieke Ahlers (3) ihr Team nach Wiederbeginn zunächst erneut in Front gebracht hatte, baute Dana Beckmann den Vorsprung sogar noch aus (14:12/41.). Doch im Anschluss verlor Hastedt unerklärlicherweise komplett den Faden, Habenhausen präsentierte sich – eben eines Spitzenreiters würdig – zunehmend selbstbewusster und eroberte die Führung durch Rother wieder zurück (18:17/51.). „Wir haben in mehreren Situationen die Nahtstellen zwischen den einzelnen Positionen des ATSV nicht konsequent zugestellt“, ärgerte sich Andrea Wiegandt über zwei verlorene Punkte, „diese Niederlage war absolut unnötig und wirft uns in unseren Planungen tatsächlich etwas zurück.“ Sara Lagemann konnte für Hastedt per Siebenmeter noch ein letztes Mal ausgleichen (19:19/54.), doch mit ihren letzten beiden Treffern sorgte schließlich die glänzend aufgelegte Janina ­Rother für den etwas überraschenden, aber letztlich hoch verdienten Auswärtssieg des alten und neuen Tabellenführers. „Wir sind immer einen Schritt zu spät gekommen“, ärgerte sich Andrea Wiegandt, während Lara Nikolai trotz des Sieges noch etwas zu bemängeln hatte: „Wenn wir tatsächlich weiter oben mitspielen wollen“, erklärte sie, „müssen wir deutlich effektiver im Abschluss werden, deshalb bin ich heute nur phasenweise zufrieden, weil wir zwar über 60 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt haben, aber da ist noch eine Menge Luft nach oben.“

HC Bremen: Rathjen, Repty; Theresa Mähr (1/1), Ahlers (3), Marlena Mähr (2), Melina Frank, Lagemann (4/2), Lisa Becker, Kriete (3), Otto (1), Semken (2), Webner, Beckmann (3).

1. Herren: Starke Defensive reicht nicht
Hastedt 16:20 in Fredenbeck

Bremen. Die Abwehr ist bei den Oberliga-Handballern der SG HC Bremen/Hastedt zweifelsfrei das Glanzstück. Das unterstrich die Mannschaft des verletzten Spielertrainers Marten Franke auch beim Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck. Gerade einmal 20 Gegentore ließen die Bremer vor der herausragenden Kulisse von rund 1000 Zuschauern zu. Zu einem Sieg reichte die starke Leistung in der Defensive dennoch nicht, denn im Angriff ließen die Hastedter doch einiges zu wünschen übrig. Mit 16:20 (11:10) mussten sie sich letztlich geschlagen geben. „Das war schon sehr ärgerlich, am Ende haben wir uns durch einige selbst verschuldete Probleme in Bedrängnis gebracht“, sagte Marten Franke.

Zum einen litt das Hastedter Spiel erheblich durch simple Kommunikationsprobleme. Vor einer solch tollen Kulisse zu spielen, ist zweifellos motivierend, erschwert andererseits aber auch extrem die Absprachen untereinander. Während in der Bremer Verteidigung die Abläufe mittlerweile automatisiert sind, litt besonders das Angriffsspiel. „Es war oft so, dass fünf Leute die Absprache mitbekommen haben und zwei eben nicht“, erklärte Franke.

Knackpunkt war sicherlich, dass der SG-Trainer zwei seiner Stammspieler angeschlagen zumindest zeitweise herausnehmen musste. Leon Grieme (ein Tor) und Jan Ole Harting (2) konnten ihrer Mannschaft folglich nur bedingt helfen. Somit setzten die Hastedter verstärkt auf das Spiel über den Kreis, was einerseits durch die ebenfalls gute Fredenbecker Abwehr und andererseits durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen extrem torpediert wurde.

Da half es auch nicht, dass Luca Prieß im Tor und Jorit Latacz am Kreis eine überzeugende Leistung ablieferten. Zwar stand Maik Skoric (2) wieder zur Verfügung, doch auch der erfahrene Routinier hat noch nicht alle Laufwege verinnerlicht. Letztlich fehlten den Hastedtern auch die personellen Alternativen, um die starke Defensivleistung mit einer besseren Angriffsleistung in etwas Zählbares umzuwandeln.

Am kommenden Sonnabend (10. November, 19.30 Uhr) empfängt der Tabellenzehnte SG HC Bremen/Hastedt (6:10 Punkte) den unmittelbaren Nachbarn TSG Hatten-Sandkrug (5:11). Mit einer verbesserten Offensivleistung könnte dabei durchaus der vierte Sieg im neunten Spiel herausspringen.

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Berdar; Felix Fietze (3), Francke, Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (1), Harting (2), Skoric (2/1), Ole Fietze (4/2), Jan Wiezorrek (2), Latacz (2).

mJB1: Hastedt gewinnt Spitzenduell 28:22
Trainer nur bedingt zufrieden

Hastedt. Die männliche B-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt fuhr im Spitzenspiel der Vorrunde zur Handball-Oberliga einen ganz wichtigen Sieg ein. Sie kehrte mit einem wertvollen 28:22 (15:10)-Erfolg vom VfL Fredenbeck zurück und ist nach diesem Sieg schärfster Verfolger des Tabellenführers TV Bissendorf-­Holte.

„So sehr wir uns über den Sieg freuen, so sehr können wir auch nicht verhehlen, dass wir mit der Leistung unserer jungen Männer nur bedingt zufrieden sind“, sagte der SG-Trainer Marten Franke. Zu Beginn funktionierte weder die Abwehr noch der Angriff, sodass ein 1:4-Rückstand die Folge war. „Unsere 6:0-Deckung arbeitete nicht wie abgesprochen, und im Angriff agierten wir mit viel zu wenig Laufbereitschaft“, bemängelte er.

Entscheidender 14:6-Lauf

Nachdem Franke sein Team wachgerüttelt hatte, legte es einen 14:6-Lauf auf die Platte, bei dem sich vor allem Ragnar Diering, Sören Fuhrmann und John Westermeier auszeichneten. Fredenbeck reagierte zwischenzeitlich mit einer doppelten Manndeckung gegen Diering und Fuhrmann, bei der die Bremer im Spiel Vier-gegen-Vier einige Schwachstellen offenbarten. Ihr 15:10-Pausenvorsprung war trotzdem beruhigend.

Im zweiten Durchgang ließen die Führungsspieler Malte Till und Fynn Schluroff ihre beste Form vermissen und begingen einige ungewohnte Fehler. Daher wurde es für die Gäste beim 20:22 noch einmal eng. Dank ihres prächtig aufgelegten Keepers Marten Kuhlmann zogen die Hastedter aber wieder auf 28:22 davon.

SG HC Bremen/Hastedt: Kuhlmann, Hülsmann; Till (3/2), Schluroff (2), Diering (6), Bruning, Berdar (1), Laube (1), Westermeier (8), Holst, Fuhrmann (6), Wollin (1).

mJA: HC Bremen ohne Cleverness gegen THW-Kiel-Nachwuchs

Die männliche A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt hat sich im Spitzenspiel der Handball Bundesliga beim THW Kiel teuer verkauft, aber trotzdem verloren. Sie musste sich beim Ligaprimus nach der 15:13-Pausenführung erst in der Schlussphase etwas deutlicher mit 26:31 geschlagen geben. „Wir haben gut, aber nicht optimal gespielt. Am Ende fehlte meiner Mannschaft etwas die Cleverness“, sagte der SG-Trainer Tim Schulenberg. Die Bremer büßten ihre Zwei-Tore-Pausenführung binnen fünf Minuten mehr als nur ein (15:17), beim 25:27- und 26:28-Rückstand verpassten sie mit vergebenen Torchancen zweimal den unmittelbaren Anschluss (57.) Als die Gäste danach ihre Abwehr öffneten, sorgte der verlustpunktfreie Spitzenreiter aus Kiel mit drei schnellen Toren in Folge für die Entscheidung.

SG HC Bremen Hastedt: Berdar, Boccacci; Francke, Reimer (1), Scharnke, Jöhnk (3), Hermann, Esser, B. Budelmann (4/3), H. Budelmann (5), Tiedje (2), M. Schluroff (8), Gerke, Langwucht (3)

Nächste Spieltermine

 

15:15
B-Jugend

HSG Delmenhorst — HC Bremen

17:00
C-Jugend

HC Bremen - SG Lingen Lohne

19:00
2. Damen

HSG Lesum/St/ M/ — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — SC Magdeburg

13:00
C-Jugend 2

JSG Geestland — HC Bremen