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1. Herren: Abwarten und chillen auf Mallorca
Hastedter Handballer gewinnen zweites Relegationsspiel 28:22 und hoffen auf Aurich und Vinnhorst

Bremen. Die Handballer der SG HC Bremen/Hastedt haben ihre Hausaufgaben erledigt. Auch das zweite Relegationsspiel gegen die SG Börde Handball wurde zu einer klaren Angelegenheit. Doch auch der 28:22 (11:8)-Heimsieg – nach dem 35:26 in Schellerten – bringt der Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke in Sachen Oberliga-Klassenerhalt noch keine Gewissheit. Das sportliche Schicksal der Bremer hängt weiterhin davon ab, ob die Meister der Oberligen Nordsee (OHV Aurich) und Niedersachsen (TV Vinnhorst) den Sprung in die 3. Liga schaffen.

Beide Mannschaften haben bereits die direkte Aufstiegsmöglichkeit verspielt, jetzt steht in den nächsten zwei Wochen die zweite Runde der Relegation an. Dort werden vier weitere Aufsteiger aus sechs Spielen ermittelt, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind. Insgesamt werden in den Runden eins und zwei zehn Mannschaften gesucht, die in die 3. Liga aufsteigen. Aurich und Vinnhorst spielen in einer Gruppe gemeinsam und treffen zudem auf den Stralsunder HV. Wenn die letzte Entscheidung feststeht, werden die Bremer bereits ihre Mannschaftsfahrt nach Mallorca angetreten haben (29. Mai). Marten Franke sieht das Ganze ohnehin durchaus entspannt. „Wir sind mittlerweile relativ gelassen. Mental waren wir ja schon abgestiegen. Jetzt haben wir uns mit zwei guten Spielen noch eine Chance eröffnet. Letztlich können wir das jetzt nicht mehr beeinflussen.“

Die personellen Planungen sind für alle Eventualitäten abgeschlossen. Die Mannschaft wird nahezu komplett zusammen bleiben. Fest zum Kader stoßen die Youngster Daniel Francke, Malte Helbig und Torwart Antonio Berdar, die bereits in der vergangenen Saison eingesetzt wurden. „Wir wollen die gute Entwicklung der Mannschaft fortsetzen. Externe Neuzugänge sollen nur dann eingebaut werden, wenn sie echte Verstärkungen darstellen“, sagte Franke. Gerade die jüngsten Wochen hätten gezeigt, dass das Mannschaftsgefüge gut funktioniert. „Das nächste Jahr wird auf jeden Fall ein gutes Jahr. Egal, wo wir antreten werden“, sagt Franke.

Auch das letzte offizielle Spiel der Saison 2018/2019 gehörte zu den guten Spielen der Bremer. Auch wenn das Rückspiel ganz anders verlief als das Hinspiel. An ein Offensivspektakel war diesmal nicht zu denken. Für die Bremer stand nach dem Neun-Tore-Vorsprung eindeutig die Abwehr im Vordergrund. „Wir wollen ganz klar unter 23 Gegentore bleiben, 14, 15 Tore würden wir im Angriff immer machen“, so Franke. Die Abwehr erfüllt die Erwartungen mit Bravour und ließ in der ersten Hälfte gerade einmal acht Gegentore zu. Das erste davon fiel erst in der zehnten Minute, was natürlich auch ein Verdienst von Torwart Luca Prieß war.

Nach der Rechnung von Franke mussten somit nur noch etwa zehn Minuten nach der Pause überstanden werden, um die Saison ganz sicher mit einem Sieg zu beenden. „Wir wussten, dass wir zum Thema Klassenerhalt auf keinen Fall Gewissheit haben würden, aber wir wollten unbedingt gewinnen“, sagte Marten Franke. Letztlich erhielten alle Spieler noch einmal ihre Einsatzzeiten, zum Beispiel auch Bjarne Budelmann, der später gemeinsam mit Ole Fietze das Bremer Spiel lenkte, als die Börde-Verteidigung immer offensiver gegen Marten Franke vorging. Budelmann empfahl sich mit sechs Toren auch noch im Angriff.

Überzeugen konnte wie bereits im Hinspiel auch diesmal Jan Wiezorrek. „Er hat in beiden Partien einen extrem guten Part abgeliefert, ist die Gegenstöße gut gelaufen und hat von Außen nahezu keinen Fehlwurf gehabt“, lobte Franke. Einziger Wermutstropfen blieb die Verletzung von Leon Grieme, der sich wieder voll in den Dienst der Mannschaft stellte und mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste. Für die Hastedter ist jetzt erst einmal chillen angesagt. „Wir sind echt froh, dass die Saison vorbei ist. Jetzt genießen wir erst einmal unsere Abschlussfahrt“, sagte Marten Franke. Und vielleicht gibt es in knapp zwei Wochen auf Mallorca ja doch noch etwas ganz Großes zu feiern.

HC Bremen: Prieß, Lukic; Felix Fietze (2), Schröder (2), Schupp (4), Budelmann (6/2), Franke (1/1), Brune, Kai Wiezorrek (1), Grieme, Koppe (4/1), Ole Fietze (1/1), Jan Wiezorrek (6), Latacz (1).

mJA: Landesliga-Qualifikation als Durchgangsstation

Bremen. Die zweite männliche A-Jugend des HC Bremen schaffte in der Relegationsrunde den Aufstieg in die Handball-Landesliga und qualifizierte sich damit zugleich für die Oberliga-Aufstiegsrunde am 26. Mai. Die A-Jugend des SV Werder Bremen landete in der selben Gruppe in Loxstedt auf dem dritten Platz. Sie erhält in der nächsten Runde am 26. Mai eine weitere Aufstiegschance zur Landesliga.

Für die zweite A-Jugend des HC Bremen soll die Landesliga-Qualifikation nur eine Durchgangsstation sein. Sie darf als Gruppensieger am 26. Mai weiter in der Aufstiegsrunde zur Oberliga-Vorrunde durchstarten. Das Team besteht überwiegend aus Spielern der künftigen B-Jugend, die das Trainerteam Jörn und Marten Franke in Zukunft weiter fördern möchte.

Während die Gegner in Loxstedt die Jahrgänge 2001 und 2002 aufboten, lief der HC mit Spielern der Jahrgänge 2003 und 2004 auf, unterstützt von Rune Becker (2001), Lukas Dibowski und Torwart Jasper Plazinski (2002). „Unsere jungen Spieler sollen an höhere Anforderungen herangeführt werden. Der größere Ball und die Tatsache, dass in vielen Hallen ohne Haftmittel gespielt werden muss, sind für unsere 14- bis 16-jährigen Jungs erst einmal gewöhnungsbedürftig“, sagte Marten Franke.

Seine Jungs gewöhnten sich recht schnell an die veränderten Umstände und gewannen alle drei Spiele am Ende deutlich. Für die klaren Siege gegen SV Werder Bremen (27:18), TSV Altenwalde (19:12) und JSG Loxstedt/Bexhövede (27:18) musste die Mannschaft kämpferisch und spielerisch alles geben. Gegen den körperlich überlegenen SV Werder wählten die Angreifer des HC Bremen mit Distanzwürfen zunächst das falsche Mittel und lagen zur Pause knapp mit 12:10 in Front. Mit gelungenem Spiel in der Kleingruppe sowie einer stabilen Abwehr, die den ehemaligen Mannschaftskameraden Constantin Sieling im zweiten Durchgang sehr gut in den Griff bekam, konnte der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden, ehe am Ende ein hoher 27:18-Erfolg zu Buche schlug. Gegen den TSV Altenwalde kassierte der HC Bremen aufgrund einer starken Abwehrleistung nur zwölf Gegentore, er ließ dafür jedoch im Angriff viele Großchancen aus. Es reichte trotzdem zum 19:12-Erfolg. Im abschließenden Spiel gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagene JSG Loxstedt/Bexhövede lieferte Lukas Dibowski auf der für ihn ungewohnten rechten Rückraumposition starke Akzente und traf beim 27:18-Erfolg sieben Mal ins Schwarze. Er war am Ende zusammen mit einem Spieler aus Loxstedt der beste Werfer des Turniers.

HC Bremen: Plazinski, Baraniak; Dibowski (20), Holst (13), Wollin (8), Dreßen (7), Huelsmann (7), Becker (6), Bonnet (5), Duris (4), Geils (3).

1. Herren: Der erste Schritt ist vollzogen
Handball-Oberliga: SG HC Bremen/Hastedt gewinnt erstes Relegationsspiel und hofft auf die Meister-Teams

Bremen. Mit einer überzeugenden Leistung sind die Handballer der SG HC Bremen/Hastedt auf dem besten Weg, zumindest ihren Teil dazu beizutragen, dass sie auch in der kommenden Saison in der Oberliga antreten werden. Im Regelations-Hinspiel beim niedersächsischen Vertreter SG Börde Handball feierte die Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke einen auch in dieser Höhe verdienten 35:26 (20:17)-Erfolg. Franke selber avancierte mit elf Toren zum erfolgreichsten Angreifer der Partie und war danach sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt und von Anfang an den Kampf angenommen. Im Angriff war das sicherlich die beste Saisonleistung“, sagte er.

Damit verschafften sich die Bremer erst einmal eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel, das am Sonnabend, 18. Mai um 19.30 Uhr in der Halle am Jakobsberg angepfiffen wird. Doch selbst, wenn die Hastedter auch dort ihre Hausaufgaben souverän erledigen, bleiben sie weiterhin abhängig vom Erfolg des OHV Aurich (Oberliga Nordsee) und des TuS Vinnhorst (Oberliga Niedersachsen). Die beiden Meisterteams haben gemeinsam mit zehn weiteren Mannschaften für die neue Drittliga-Saison gemeldet. Doch nur zehn von ihnen erhalten am Ende einer mehrstufigen Qualifikation das Aufstiegsrecht.

Anfangs zu passiv

Bei der SG Börde Handball begannen die Bremer mit leichten Startproblemen in der Abwehr zu passiv und ließen noch zu viele Würfe aus dem Rückraum zu. Besonders der sehr dynamische und kräftige Rückraum-Linke Simon Satzke nutzte das mit insgesamt sieben Treffern aus. Der Hastedter Angriff, angeführt von einem sehr spielfreudigen Marten Franke, glich dieses Manko jedoch immer besser aus. Mit fünf Toren nach Kempa-Trick und ein paar schönen Rückhandanspielen von Franke lieferten die Gäste auch das ein oder andere Schmankerl fürs Auge.

„In der laufenden Saison stellen sich die Gegner natürlich mehr und mehr auf solche Dinge ein, in diesem Spiel konnten wir das mal wieder zeigen“, betonte Marten Franke. So blieb die Partie nur bis zur 14. Minute ausgeglichen. Danach zogen die Bremer mehr und mehr davon. „Wir wussten, dass Börde immer für viele Zeitstrafen gut ist. Das wollten wir nutzen und immer wieder in die Lücken stoßen, um Zwei-Minuten-Strafen zu provozieren“, so Franke. Dies gelang, denn mit Jirka Strube war für einen der Börde-Stammspieler bereits nach 26 Minuten und der dritten Zeitstrafe das Spiel beendet. Über 8:8 und 12:9 hielten die Hastedter den Vorsprung bis zur Pause konstant. „Wir wussten aber, dass dies nicht reichen würde, also legten wir noch ­einmal nach, wurden deutlich besser und stellten die Fehler aus der ersten Hälfte ab“, sagte Franke.

Ein unaufhaltsamer Lauf von 20:17 auf 25:17 brachte immer mehr Sicherheit ins Hastedter Spiele. Auch über den Kreis lief das Spiel sehr gut. Die Anspiele nutzte Felix Fietze zu sechs schönen Toren und besonders Leon Grieme entwickelte einen unglaublichen Zug zum Tor. Sieben Treffer standen für den Younster am Ende zu Buche. „Das war schon stark. Er wollte unbedingt etwas für das Team tun und legte sich voll rein“, sagte Marten Franke. Der war während der gesamten 60 Minuten nicht zu stoppen. Börde versuchte es mit Systemwechseln in der Verteidigung bis hin zur Manndeckung vergeblich.

So ganz ohne Fehl und Tadel blieb das Hastedter Spiel aber auch nicht. Die Phase zwischen der 35. und 47. Minute stellte den Spielertrainer nicht zufrieden: „Da waren wir zu lässig mit unseren Chancen umgegangen.“ Letztlich legte aber die Abwehr den Grundstein für den am Ende klaren Erfolg. Und ein erneut starker Torwart Luca Prieß. Gemeinsam ließen die Bremer in der zweiten Hälfte nur noch neun Gegentreffer zu. „Die Abwehr bleibt auch im Rückspiel das ‚A und O‘. Wenn wir Börde bei 22, 23 Toren halten, dürfte eigentlich nichts mehr anbrennen.“

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Lukic; Felix Fietze (6), Paul Schröder (6), Schupp, Francke, Franke (11/3), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (7), Koppe, Ole Fietze, Jan Wiezorrek (5), ­Latacz.

1.Herren: Hastedter müssen zuerst reisen
Sonnabend beginnt Relegation

Bremen. Jetzt ist es amtlich: die Handballer der SG HC Bremen/Hastedt haben die Chance, sich in zwei Relegationsspielen doch noch den Klassenerhalt in der Oberliga Nordsee zu sichern. Gegner ist die SG Börde Handball aus der niedersächsischen Oberliga-Staffel. Zunächst reisen die Bremer am kommenden Sonnabend, 11. Mai, nach Schellerten in der Nähe von Hildesheim (Anpfiff 19.30 Uhr), im entscheidenden Rückspiel erwarten die Hastedter ihren Gegner dann eine Woche später, am 18. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr in der Halle am Hastedter Osterdeich. Die Relegation war möglich geworden, weil der Hastedter Klassengefährte VfL Edewecht überraschend seine Oberligamannschaft zurückgezogen hatte (wir berichteten).

Die laufende Woche steht für Marten Franke und sein Team natürlich ganz im Zeichen der Vorbereitung auf diese beiden wichtigsten Spiel der Saison. Der Spielertrainer hat neben den beiden gewohnten Trainingsterminen eine zusätzliche Einheit angesetzt, wobei das Videostudium des Gegners einen großen Rahmen einnehmen wird. „Noch können wir den Gegner kaum einschätzen. Dem Vernehmen nach erwartet uns eine sehr robuste 6:0-Deckung und ein starker Rückraum. Auf beide Komponenten werden wir uns einstellen“, sagte Franke.

Personell sieht es nahezu optimal aus. Die SG HC Bremen/Hastedt wird mit mehr als 14 Spielern die Reise antreten, denn auch die Nachwuchskräfte aus der Bundesliga werden zur Verfügung stehen. Neben den sportlichen Aspekten muss aber auch noch die Logistik im Auge behalten werden. Zurzeit sind die Hastedter dabei, die Busfahrt zu organisieren. Schließlich wollen die Handballer ja nicht ohne Fanunterstützung antreten.

Anmeldung zum Fanbus (Abfahrt 15:30 Uhr am Jakobsberg / 10€ pro Person) bei Marten Franke : Tel: 0176-36 37 09 52

1. Herren: Doch noch in die Relegation
Hastedts Handballer könnten von Edewecht-Rückzug profitieren

Bremen. Bei den Handballern der SG HC Bremen/Hastedt waren die Zeichen vor dem letzten Saisonauftritt beim Schlusslicht TSV Bremervörde, den die Bremer mit 36:22 (17:12) souverän für sich entschieden, ganz auf Abschied gestellt. Als Tabellenvorletzter stand der Abstieg aus der Oberliga fest, die Planungen für die Verbandsliga Nordsee waren bereits angelaufen. Doch jetzt winkt der Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke doch noch einmal unverhofft die Chance, über die Relegation die Oberliga zu halten. Grund ist der unerwartete Rückzug des VfL Edewecht. Der hatte die Klasse zwar im letzten Moment gehalten, doch mitten in die Abschlussfeierlichkeiten hinein verkündete der sportliche Leiter Utz Trepper sichtlich mitgenommen, dass der VfL in der kommenden Saison keine Mannschaft in der Oberliga stellen wird.

„Das ist für uns im Moment natürlich eine echte Gefühlsachterbahn, aber klar wollen wir diese Gelegenheit nutzen und zeigen, dass wir in die Oberliga gehören“, sagte Marten Franke. Der hatte unter der Woche im Zuge der Saisonplanung bereits die ersten Gespräche mit seinen Spielern geführt. Für die Oberliga hatte es nur Zusagen gegeben, für die Verbandsliga musste nachjustiert werden. Jetzt ist wieder alles auf den Kopf gestellt. Doch Marten Franke ist zuversichtlich. „Wir wollen natürlich in der Oberliga bleiben, aber auch für die Verbandsliga wäre mir nicht bange. Wir werden über einen großen Kader verfügen. Die Mannschaft wird auf jeden Fall weitgehend zusammen bleiben, das wird uns auch in der Relegation stärken.“ Die ist zurzeit höchstwahrscheinlich, aber noch nicht offiziell sicher. „Natürlich habe ich davon bereits gehört, aber offiziell liegt mir noch kein Rückzugsersuchen des VfL Edewecht vor. Die Hastedter sind aber informiert und stehen bereit“, sagte gestern Nachmittag Jens Schoof, Spielleiter der Oberliga Nordsee. Sollte die Relegation offiziell bestätigt werden, würde die SG Börde Handball aus der Oberliga Niedersachsen in Hin- und Rückspiel gegen die Hastedter antreten. Angesetzt sind die Partien vorsorglich bereits auf den 11. und 18. Mai.

In Bremervörde dominierten die Hastedter mit einer starken Abwehr und vielen schnellen Gegenstößen bereits bis zur Pause. Danach machten es die Bremer noch deutlicher. Ein glänzend aufgelegter Marten Franke (9 Tore), aber auch Ole Fietze (6) ragten aus einem guten Kollektiv heraus. „Ole spielt erst in seinem zweiten Herrenjahr. Jetzt hat er die Hundert-Tore-Marke in der Oberliga geknackt, ist das schon sehr beachtlich“, sagte Franke.

HC Bremen: Prieß, Lukic; Felix Fietze (4), Schröder (4), Schupp (5), Gövert (2), Franke (9), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (2), Koppe (3), Ole Fietze (6), Latacz (1).

Damen: Überragende zweite Hälfte
Hastedt schlägt Morsum 34:23

Bremen. Mit einer engagierten und mutigen Vorstellung beim Tabellendritten der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen konnten sich die Spielerinnen der SG HC Bremen/Hastedt endgültig aller Abstiegssorgen entledigen – und könnten nach dem fulminanten 34:23 (17:17)-Auswärtssieg beim TSV Morsum am letzten Spieltag mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den TuS Rotenburg (Sonntag, 5. Mai, 17 Uhr) sowie einer gleichzeitigen Niederlage von Stadtrivale SG Arbergen-Mahndorf (Heimspiel gegen Morsum) sogar noch einen Tabellenplatz gut machen.

Nach ausgeglichener Anfangsphase mit ständig wechselnder Führung konnten sich die Gäste um ihre Top-Torschützin Melina Frank (sieben Tore) nach knapp zehn Minuten erstmals mit zwei Toren absetzen (8:6), anschließend wendeten die Gastgeberinnen das Blatt und führten nur wenig später ihrerseits mit zwei Toren (14:12/22.). „Schon beim Aufwärmen waren wir alle total fokussiert und motiviert, heute alles zu geben“, resümierte Hastedts Co-Trainerin Janina Brünjes, „und das taten wir auch.“

Die Gäste fanden schnell ins Spiel und gingen schließlich nach einer ersten Hälfte „auf Augenhöhe“ (Brünjes) mit 17:17 in die Halbzeit. „Wir hatten da schon die ersten starken Momente“, so Brünjes, „und uns war klar, dass wir heute zwei ganz wichtige Punkte für uns gewinnen könnten.“

Mit Wiederbeginn musste der TSV Morsum auf seine beste Siebenmeter-Schützin Lena Meding (drei Tore/drei Siebenmeter) verzichten, da sie nach der dritten Verwarnung von den Unparteiischen die rote Karte sah. Ob es am Ausfall der Schlüsselspielerin des TSV lag, blieb letztlich hypothetisch – unumstößlicher Fakt war allerdings, dass die Gäste im Anschluss ihre vermutlich beste Halbzeit der ganzen Saison spielten.

„Die zweite Hälfte war einfach nur überragend“, bilanzierte Janina Brünjes freudestrahlend, „mit durchgängiger Unterstützung von der Bank, großem Kampfgeist bei wirklich jeder einzelnen Spielerin in der Abwehr wie auch im Angriff und einer sensationellen Leistung unserer Torhüterin haben wir uns diese beiden Punkte aus meiner Sicht mehr als verdient.“

Jetzt stehe die Regeneration im Fokus, „damit wir gegen Rotenburg erholt und noch motivierter auf und neben der Platte stehen, um diese Leistung erneut abzurufen“, versicherte die Hastedter Co-Trainerin.

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Repty; T. Mähr, M. Mähr, Semken, Webner, Beckmann (1), Otto (2/1), Klein (2), Kriete (3), Lagemann (6/5), Ahlers (6), Hagedorn (7), Frank (7).

1.Herren: Hastedter Hoffnungen zerplatzen
Nach der 26:28-Heimniederlage gegen Barnstorf/Diepholz steigen die Handballer aus der Oberliga ab

Bremen. Am Ende war dieser vorletzte Spieltag für die Handballer der SG HC Bremen/Hastedt nur noch einmal die Zusammenfassung einer extrem unglücklichen Oberliga-Saison im Zeitraffer. Die Hastedter Hoffnungen auf den Klassenerhalt wurden geradezu brutal zerstört. Mit 14:36 Punkten können die Bremer den vorletzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen und stehen als Absteiger fest. Nicht nur, dass die Bremer mit der 26:28 (12:13)-Heimniederlage gegen die HSG Barnstorf/Diepholz ihre Hausaufgabe nicht erledigen konnten – zu allem Überfluss feierte auch noch der bis dato hinter ihnen stehende SV Beckdorf einen kaum für möglich gehaltenen 28:27-Sieg gegen den Tabellendritten TV Bissendorf-­Holte.

Letzteres machte Marten Franke schon etwas nachdenklich: „Beckdorf trifft in der letzten Sekunde mit einem direkt verwandelten Freiwurf, nachdem Bissendorf den eigenen Angriff zuvor mit einer Auszeit unterbrochen hatte. Da bleibt ein fader Beigeschmack.“

Letztlich müssen sich die Hastedter aber damit abfinden, gerade in den zahlreichen knappen Partien viel zu oft das Nachsehen gehabt zu haben. „Wenn ich zum Beispiel die Spiele gegen Delmenhorst, Bissendorf, Hatten oder Barnstorf betrachte, waren da schon sehr viele unglückliche Niederlagen dabei. Da fehlte uns dann auch schon öfter die Cleverness“, sagte Franke. Andererseits wurden die Bremer auch arg vom Verletzungspech gebeutelt. Unter anderem fiel Franke selber als zentraler Rückraumspieler, Ballverteiler und Torgarant monatelang aus.

Comeback von Lennart Koppe

Das Verletzungspech begann dabei bereits vor der Saison, als sich mit Lennart Koppe einer der spielstarken Youngster im Testspiel gegen Habenhausen II seinen zweiten Kreuzbandriss zuzog. Er fehlte den Hastedtern auf der Shooterposition im linken Rückraum – ohnehin waren es besonders die fehlenden Distanzschützen, die den Angriff der SG extrem schwächten. So war das gelungene Comeback von Lennart Koppe auch der einzige Lichtblick gegen Barnstorf/Diepholz.

Vorzuwerfen hatten sich Bremer gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aber nichts. „Das war ein sehr starkes enges Spiel von beiden Seiten auf gutem Oberliga-Niveau“, sagte Marten Franke. Barnstorf überzeugte mit einer guten 3:2:1-Deckung, gegen die die Hastedter nur teilweise durchkamen. Die Gastgeber hatten darauf gesetzt, dass die Barnstorfer bei dieser kräftezehrenden Abwehr irgendwann einbrechen. „Sie hielten aber gut durch“, so Franke. Hinzu kam, dass die ansonsten gewohnt starken Torhüter Luca Prieß und Drazen Lukic diesmal über die Außen kaum glänzen konnten.

Klar, dass er der abschließenden Partie beim Schlusslicht TSV Bremervörde (Sonnabend, 19.30 Uhr) keine Relevanz mehr abringen kann. Für die Hastedter richtet sich der Blick bereits in die nächste Saison. „Jetzt fallen wir natürlich erst einmal in ein Loch, aber wir wollen dann mit neuer Kraft in der Verbandsliga sofort wieder in die Oberliga zurück“, verspricht Franke. Der Spielertrainer wird weitermachen. „Jeder von uns muss sich den Schuh anziehen lassen, dass wir es nicht geschafft haben, die Saison noch herumzureißen. Und ich glaube, dass sich niemand mehr über unseren Abstieg ärgert als ich.“

Wer ihm auf dem Weg zurück in die Oberliga zur Verfügung stehen wird, muss jetzt sondiert werden. Für die Oberliga lagen Franke nahezu die Zusagen sämtlicher Spieler vor, für die Verbandsliga muss jetzt noch nachverhandelt werden. Wichtig ist, dass die starken Nachwuchskräfte aus der Bundesligamannschaft eine sportliche Heimat in Hastedt finden. „Die Mannschaft ist im Laufe der Saison zusammen gewachsen, sodass ich optimistisch bin, dass wir ein schlagkräftiges Team aufstellen können“, sagt Franke. Feste Zusagen liegen bereits von Jan und Kai Wiezorrek vor.

HC Bremen: Lukic, Prieß; Felix Fietze (3), Schröder (5), Schupp (2), Francke (1), Franke (7/3), Brune, Grieme (1), Koppe, Hermann, Ole Fietze (2), Jan Wiezorrek (5), Latacz.

Überzeugender Auftritt in Biberach
Handball-Nachwuchs des HC Bremen starten bei hochkarätig besetztem Turnier - A-Jugend Dritter

Hastedt. Mit drei Teams ging der Handball-Nachwuchs des HC Bremen über Ostern beim hochkarätig besetzten internationalen Biberacher Turnier an den Start. Dort landete die männliche C-Jugend unter 20 Mannschaften auf dem elften Rang, die männliche B-Jugend wurde starker Vierter und die Bundesliga A-Jugend überzeugender Dritter.

Die männliche A-Jugend des HC Bremen setzte dem guten Auftritt des Klubs in Biberach die Krone auf. Mit fünf deutlichen Siegen in sechs Spielen über jeweils 40 Minuten feierte das Team von Trainer Tim Schulenburg auch ohne einige etatmäßige Stammspieler einen tollen Saisonabschluss. Dem Auftaktsieg gegen TuS Schutterwald (26:15) ließ das Team um Abwehrchef Daniel Francke und Kreisläufer Pascal Reimer ein deutliches 32:23 gegen den TuS Ferndorf folgen.

Der verlustpunktfreie Gruppensieg kam schließlich durch das deutliche 36:18 über den TuS Solingen zustande. Im Viertelfinale räumten die Bremer die Handballakademie Bayern mit 27:14 aus dem Weg und ernteten viel Lob für ihr begeisterndes Abwehrspiel und den attraktiven Angriffshandball. Im Halbfinale gegen das baden-württembergische Spitzenteam, dem späteren Turniersieger TV Bittenfeld, scheiterten die Bremer Angreifer mehrfach am gegnerischen Torwart und quittierten deshalb mit 14:20 ihre einzige Niederlage. Dafür holte sich der HC Bremen mit einem 19:12-Erfolg über Frisch Auf Göppingen den dritten Platz.

„Neben unseren Stammspielern haben mich insbesondere die eingesetzten B-Jugendlichen Lukas Dibowski, Sören Fuhrmann, Fynn Schluroff, Marco Berdar, Felix Laube und Max Hülsmann überzeugt“, sagte Tim Schulenberg. Ein Sonderlob hatte der engagierte Trainer für seine beiden Torhüter Sebastian Bohling und Antonio Berdar parat.

Männliche A-Jugend: Bohling, A. Berdar; Reimer (35), M. Schluroff (26), Jöhnk (20), Hermann (18), Dibowski (16), F. Schluroff (10), Franke (6), Fuhrmann (6), M Berdar (6), Gerke (4), Laube (3), Hülsmann (2).

Die männliche B-Jugend setzte in Biberach mit dem Halbfinaleinzug ein großes Ausrufezeichen. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da mit Ragnar Diering, Marten Kuhlmann, John Westermeier und Matthew Wollin vier Stammspieler aufgrund eines Lehrgangs mit dem Nationalmannschaftskader im Beachhandball fehlten. Mit nur neun Spielern, die am Ende durch den Einsatz einiger C-Jugendlicher entlastet wurden, gelangen Siege über die TGS Pforzheim (14:13) und das spielstarke Team des TSV Niederraunau (20:14). Sehr angetan zeigten sich die Bremer Trainer von der Torwartleistung von Jasper Plazinski und der tollen Regie Fynn Schluroffs. „Fynn hat in seiner Entwicklung einen großen Schritt gemacht und sowohl bei der B- als auch bei der A-Jugend überlegt und ruhig die Fäden gezogen“, lobte Jörn Franke seinen Schützling, der mit 27 Treffern auch noch torgefährlich war. Der HC-Coach Tim Schulenberg hob zusätzlich die Steigerung der Mannschaft im Abwehrbereich hervor. Gegen die Nationalmannschaft der Schweiz scheiterten die Bremer am starken Torwart, was zur klaren 6:13-Niederlage führte. Dadurch wurde die U17 des HC Bremen Gruppenzweiter und traf im Viertelfinale auf den Bundesliganachwuchs des Bergischen HC, den sie dank einer überragenden 6:0-Abwehr mit 18:15 bezwang. Im Halbfinale musste das Franke-Team erneut gegen die Schweizer ran und zollte dem Kräfteverschleiß bei der 10:21-Niederlage klaren Tribut. Danach sicherten sich die Eidgenossen auch noch den Turniersieg. Dem HC Bremen misslang dagegen im hochklassigen Match um den dritten Platz in letzter Minute ein Kempatrick, sodass die JSG Balingen/Weilstetten den 13:12-Sieg mit dem letzten Angriff sicherstellte. „Die Leistung unserer Jungs hat hier für viel Freude gesorgt“, freuten sich die Bremer Übungsleiter inklusive Torwart-Trainer Timo Hermann.

Männliche B-Jugend: Plazinski, Baraniak; Dibowski (23), Fuhrmann (18), Schluroff (17), Berdar (9), Laube (8), Hülsmann (5), Kasper (3), Bonnet, Horstmann, Duris.

Für die C-Junioren war es die erste Teilnahme an einem Vergleich dieser hohen Qualität. Der HC Bremen startete mit einem 18:8-Sieg über die JSG Echaz/Erms, ehe er gegen Nickelhütte Aue nach steter Führung am Ende knapp und mit 9:11 unterlag. „Solche engen Spiele haben den größten Lerneffekt für unsere jungen Spieler“, meinte der HC-Trainer Jörn Franke. „Gerade im Hinblick auf das Entwickeln einer guten Kommunikation untereinander sowie einer kämpferischen Mentalität wollten wir mit dem Team die nächsten Schritte gehen. Dabei stehen die Ergebnisse nicht im Vordergrund.“ Gegen den Württemberg-Meister JSG Balingen/Weilstetten wehrte sich das Team tapfer, unterlag jedoch mit 9:14. Nach einer knappen 9:11-Niederlage gegen die HSG Neckar Kocher erspielten sich die Jungs um Noah Duris und Nick Horstmann mit einem 15:11-Erfolg über die JSG Bodensee Donau den elften Rang unter 20 Teams.

Männliche C-Jugend: Baraniak, Kohaupt; Duris (20), Horstmann (16), Bonnet (9), Geils (6), Trompke (4), Papin (2), Jöhnk (3), Schreiber (1).

Fotos vom Turnier
Beach U17: Lehrgang über Ostern in Witten
Heiße Phase beginnt

Nationaltrainer Marten Franke war zufrieden mit seinen Jungs. Beim Lehrgang in Witten sollte nun die heiße Phase in der Vorbereitung zur EM in Stare Jablonki (Polen) beginnen.

Mit viel Schweiß, aber auch Spaß arbeiten die Jungs und das Trainerteam Marten Franke & Harald Mulder an der EM-Form.

Mit 16 Spielern gingen Trainer Franke und Co-Trainer Harald Mulder die Maßnahme an. „Wir haben einen guten Überblick – jetzt ging es darum, welche zehn Jungs sich für die Europameisterschaft empfehlen“, blickt Franke zurück. „Dafür wollten wir die Jungs noch einmal im Sand sehen.“

Der Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf der Taktik. „Natürlich spielt die technische Schulung noch eine Rolle, aber wir wollten auch erste taktische Dinge angehen“, gewährt Franke einen Einblick. „Neben der Kleingruppen-Kooperation und grundlegenden Angriffsbewegungen haben wir auch viel Wert auf das Abwehrverhalten gelegt.“ Der letzte Feinschliff für die Europameisterschaft (27.-30.06.2019) wird Mitte Juni bei einem internationalen Turnier in Budapest erfolgen.

Spieler: Filip Brühl (TSG Münster), Ragnar Diering (HC Bremen), Severin Henrich (SpVgg Altenerding), Jonah Jungmann (GWD Minden), Hannes Kauderer (TSB Schwäbisch Gmünd), Kari Klebinger (TuS Königsdorf), Gentian Krasniqi (TG Geislingen), Tim Krauth (SG Pforzheim/Eutingen), Marlon Kroeger (VfL Fredenbeck), Marten Kuhlmann (HC Bremen), Joshua Löw (TSG Münster), Yannick Raatz (Mecklenburger Stiere), Felix Schäfer (TSG Münster), Christian Suck (TSG Münster), John Westermeier (HC Bremen), Matthew Wollin (HC Bremen)
Trainerteam: Marten Franke und Harald Mulde

EM in Stare Jablonki 27.-30.06.2019

Gruppeneinteilung:
Gruppe A:

Polen
Ukraine
Schweiz
Bulgarien

Gruppe B:

Deutschland
Portugal
Niederlande
Litauen

Gruppe C:

Spanien
Ungarn
Frankreich
Slowakei

Gruppe D:

Kroatien
Russland
Rumänien

Link zur Homepage Beachhandball EM 2019

Herren: Debakel im Abstiegskampf
SG HC Bremen/Hastedt unterliegt der SG Achim/Baden mit 17:30

Bremen. Es wird eng für die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt. In der heißen Endphase der Saison rutschte die Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke nach der jüngsten Niederlage auf den vorletzten Tabellenrang ab und steht damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Dabei erlebten die Bremer bei der SG Achim/Baden ein regelrechtes Debakel. Mit 17:30 (10:14) mussten sie sich geschlagen geben und verzeichneten in den 60 Minuten eine rekordverdächtige Zahl an Fahrkarten. „Das waren deutlich über 20 Fehlversuche, ich tendiere eher zu 30“, sagte Marten Franke.

Sicherlich litten die Hastedter einerseits enorm unter dem ungewohnten Spiel ohne Backe, doch das allein war es nicht. Vielmehr waren es andererseits auch die falschen Mittel, die die Bremer wählten, um die Gastgeber zu stoppen. Dabei waren die Achimer keinesfalls klar überlegen. Sie spielten aber deutlich stabiler, solider und nutzten vor allem ihre Chancen äußerst effektiv. „Sie haben einfach über die vollen 60 Minuten ihr Ding gemacht“, sagte Franke.

Dies gelang seiner Mannschaft dagegen nicht. Bereits die ersten beiden Versuche konnten nicht im Achimer Tor untergebracht werden. Zunächst wurde ein Abpraller vergeben, danach scheiterte Ole Fietze mit einem Siebenmeter. Erst in der fünften Minute konnte er seinen Fehlversuch mit der 1:0-Führung wieder ausgleichen. Dieses Auslassen an Chancen zog sich wie ein roter Faden durch das Bremer Spiel. Bis zum Siebenmeter von Marten Franke zum 10:11 (24.) hielten die Hasted­ter dagegen. Danach zogen die Gastgeber mehr und mehr davon.

Apropos Franke: der Spielertrainer laborierte weiterhin an seiner Schulterverletzung und war seit zwei Wochen ohne Training. Zudem spielte auch Leon Grieme angeschlagen, nachdem er in der zehnten Minute mit dem Fuß weggerutscht war. Ohnehin war die Personallage schlecht. Gleich sieben Rückraumakteure standen nicht zur Verfügung und aus der Bundesliga-A-Jugend war lediglich Malte Helbig dabei, nachdem Bjarne Budelmann und Thies Hermann verletzt ausgefallen ­waren. Und auch Torwart Luca Prieß musste verletzt für Drazen Lukic ausgewechselt werden. „Doch das will ich eigentlich gar nicht als Entschuldigung gelten lassen“, sagte Marten Franke.

Tatsächlich lief einfach so gut wie nichts zusammen bei den Bremern. Dagegen hielt die extrem kompakte 6:0-Abwehr der SG Achim/Baden, die immer wieder sehr effektiv zum Ball verdichtete, den meisten Angriffsbemühungen der Hastedter stand. Die sieben äußerst mageren Treffer in der zweiten Halbzeit sprechen Bände. Nachdem die Achimer mit einem Zwischenspurt von 14:11 auf 20:11 davongezogen waren (44.), brachen die Bremer mehr und mehr auseinander.

Einziger Lichtblick war noch Paul Schröder, der mit seinen sieben Toren eine solide Leistung ablieferte. „Das war der Einzige, der aus dem Rückraum für Gefahr sorgte“, sagte Marten Franke. Er ist jetzt erst einmal froh über die zweiwöchige Pause, denn diese Niederlage hat schon am Selbstvertrauen seiner Spieler genagt. Jetzt heißt es erst einmal wieder neue Kraft zu schöpfen und sich wieder voll für den Abstiegskampf zu motivieren. Den Hastedtern bleiben nach der Osterpause jetzt noch zwei Spiele, um sich aus der Abstiegszone zu entfernen. Am 27. April erwarten sie zu Hause den unmittelbaren Tabellennachbarn HSG Barnstorf/Diepholz und am 4. Mai beenden sie die Saison beim Schlusslicht TSV Bremervörde. „Da sind vier Punkte durchaus realistisch, damit könnten wir dann vielleicht sogar der Relegation entgehen“, sagte Marten Franke.

HC Bremen: Prieß, Lukic; Felix Fietze, Paul Schröder (7/1), Helbig, Franke (5/4), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme, Ole Fietze (3/1), Jan Wiezorrek (2), Latacz.

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