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mJC: Schwer erkämpfter Sieg
C-Jugend des HC Bremen festigt mit 35:32-Erfolg Rang drei

Hastedt. Die männliche C-Jugend des HC Bremen hat ihren dritten Platz in der Handball-Oberliga gefestigt (18:6 Punkte). Sie kehrte mit einem schwer erkämpften 35:32 (17:19)-Sieg vom Drittletzten TV Georgsmarienhütte zurück. In der ersten Halbzeit sah es beileibe nicht nach einem Gäste-Sieg aus. Der Klub aus dem Osnabrücker Land legte eine 16:10-Führung hin, die sowohl auf ein schwaches Abwehr- und Torwartverhalten der Bremer als auch auf umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zurückzuführen waren. „Wenn wir als Sieger schon nicht mit den Unparteiischen zufrieden sind, dann sollte das zu denken geben“, kritisierte der HC-Trainer Jörn Franke.

Die Gäste stemmten sich mit enormer Kampfkraft gegen die drohende Niederlage und holten bis zum Halbzeitpfiff zum 17:19 auf. „Nach einigen ernsten Worten in der Kabine und einer erneuten taktischen Einstellung haben unsere Jungs wieder an den Sieg geglaubt“, sagte Jörn Franke. Mit großem Elan glichen die Bremer durch Yunus Uckac zum zweiten Mal in der gesamten Partie zum 19:19 aus, danach blieb es bis zum 26:26 eng (37.). Mit vier Toren am Stück leiteten Nick Horstmann, Noah Duris, Yunus Uckac und Paul Bonnet die Vorentscheidung ein (30:26/42.), letzterer Treffer in doppelter Unterzahl. Das 31:27 von Luc Schreiber bei einfacher Unterzahl verschaffte den Gästen zusätzliche Luft. Überhaupt stabilisierte Schreiber das Spiel, als bei den Bremern mit Yunus Uckac (dritte Zeitstrafe) und Nick Horstmann (verletzt) die starken Linkshänder ausgefallen waren.

Als die HC-Torhüter Piere-Maurice Kohaupt und Marcel Baraniak auch noch vier freie Würfe parierten, bogen die Bremer endgültig auf die Siegerstraße ein. Da halfen den Gastgebern auch die insgesamt zehn Strafwürfe nicht, von denen sie acht verwandelten. „Dennoch müssen unsere Jungs ihre Leistung stabilisieren“, betonte Jörn Franke. „Sie haben deutlich schwächer agiert als in den starken Turnieren zwischen den Jahren.“

HC Bremen: Kohaupt, Baraniak; Duris (4), Bonnet (5/2), Trompke (1), Papin (3), Horstmann (6/2), Uckac (9), Jöhnk (6), Klatte, Schreiber (1).

ERSTER U17 BEACH-LEHRGANG MIT NEUEM TRAINERTEAM

Vom 14. bis zum 16. Januar findet in Witten der erste Lehrgang der männlichen U17 Beach-Nationalmannschaft statt. Ein kompletter Neuanfang bei der männlichen Jugend, der mit einem komplett neuen Trainerteam vorangeht. Wir stellen das neue Team vor:

Marten Franke wird gemeinsam mit dem Niederländer Harald Mulder das Trainergespann bilden. Franke ist 24 Jahre jung und Inhaber der Trainer B-Lizenz. Derzeit ist er in der Halle aktiv als Spielertrainer beim Oberligisten HC Bremen sowie als Trainer der Beach-Jugend des HC Bremen. Zu seinen sportlichen Erfolgen als Trainer zählt der jüngst errungene Titel bei der Deutschen Beach Meisterschaft 2018.

Harald Mulder ist 36 Jahre alt und Inhaber des EHF-Beachtrainers (Level 2). Bis November 2018 war er als Trainer der weiblichen Jugend-Beach-Nationalmannschaft der Niederlande aktiv, mit der er große Erfolge feiern konnte. Zwei Mal Europameister und ein Mal Vize-Weltmeister lautet die Trainerbilanz. Bei den Youth Olympic Games im argentinischen Buenos Aires schaffte er mit dem niederländischen Beach-Team den Einzug ins Halbfinale. An der Seite von Franke komplettiert er als Co-Trainer das neue Duo für den männlichen Beach-Nachwuchs.

Beim ersten Lehrgang mit dem jungen Team wird Mulder aus beruflichen Gründen nur am Montag vor Ort sein – Konrad Bansa, ehemaliger Verantwortlicher der männlichen Beach-Jugend, wird daher dem neuen Trainer Franke zusätzlich zur Seite stehen und den Lehrgang begleiten.

Der aktuelle Kader der männlichen U17 Beach-Nationalmannschaft

Kari Klebinger, Marten Kuhlmann (HC Bremen), John Westermeier (HC Bremen), Ragnar Diering (HC Bremen), Tom Bergen (TSG Münster), Filip Brühl (TSG Münster), Joshua Löw (TSG Münster), Hannes Kauderer (TSB Schwäbisch Gmünd), Tim Krauth (SG Pforzheim/Eutingen), Gertjan Krasniqi (TG Geislingen), Simon Grießhammer (HSG Gröbenzell/Olching), Severin Henrich (Spvgg Altenerding), Jonah Jungmann (GWD Minden), Malte Runge (Stiere Schwerin), Yannik Raatz (Stiere Schwerin), Mavin Kix (Stiere Schwerin)
Reserve: Matthew Wollin (HC Bremen), Philipp Holst (HC Bremen), Christian Suck (TSG Münster), Felix Schäfer (TSG Münster)

Weitere Fotos:  https://www.flickr.com/photos/127380758@N06/albums/72157704372677281

 

mJA: Miro Schluroff wertvollster Spieler

Bremen. Die A-Junioren des Handball-Bundesligisten HC Bremen kehrten mit einem ausgezeichneten zweiten Platz vom hochkarätig besetzten Sauerland-Cup aus Menden zurück. Unter 30 Mannschaften, davon viele aus der Bundesliga, mussten sie sich erst im Finale der Nationalmannschaft Luxemburgs mit 7:12 geschlagen geben. Außerdem stellten die Bremer mit ihrem Rückraumschützen Miro Schluroff den MVP, den wertvollsten Spieler des Turniers. Nach einer erfolgreichen Vor- und Zwischenrunde schaltete das Team von Trainer Tim Schulenberg im Viertelfinale den Bundesliga-Dritten der Mitte-Staffel, mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen (20:14) und im Halbfinale den Tabellenführer der Bundesliga West-Staffel, TSV Bayer Dormagen, mit 18:15 aus.

mJB: Viertelfinale knapp verpasst
HC Bremen: B-Jugend überzeugt

Hastedt. Die männliche Handball-B-Jugend des HC Bremen konnte es beim Sauerland-Cup der SG Menden ihrer männlichen A-Jugend zwar nicht gleichtun, die das Finale des internationalen Turniers erreichte und mit Miro Schluroff den MVP (wertvollsten Spieler) stellte, dennoch wussten die Bremer Jungs zu überzeugen. Sie waren nur denkbar knapp am Einzug ins Viertelfinale gescheitert.

In der Vorrunde gab es nach einer Auftaktniederlage gegen die HSG Handball Lemgo (9:11) einen Sieg gegen die HSG Neuss/Düsseldorf (15:8). Dem leichten Erfolg im dritten Spiel über DJK Winfried Huttrop (20:11) folgte ein 15:15 gegen die NSG Nickelhütte Aue. „Wir haben bis zur 15:10-Führung eine tolle Leistung hingelegt, bei der das Team in allen Mannschaftsteilen voll zu überzeugen wusste“, freute sich der Chefcoach Marten Franke bis dahin. „Durch die Turnierbestimmungen hätten wir jedoch sowohl bei einem Sieg als auch bei einer Niederlage die beiden Minuspunkte aus dem Lemgo-Spiel mit in die Hauptrunde genommen“, sagte er. Die beste Lösung war also ein Unentschieden gegen Aue, durch das der HC Bremen als Tabellenzweiter die beiden Pluspunkte aus dem Spiel gegen Neuss/Düsseldorf mitnehmen durfte. Daher schalteten die Bremer nach dem 15:10 einen Gang zurück, so dass Aue acht Sekunden vor Schluss zum 15:15 Ausgleich kam.

In der Hauptrunde traf die Mannschaft um den starken HC-Torwart Marten Kuhlmann auf das westfälische Spitzenteam vom Letmather TV und unterlag deutlich mit 5:12. Das Franke-Team scheiterte mit sieben hochkarätigen Chancen am gegnerischen Torwart und fiel nach dem 3:3 entscheidend auf 3:12 zurück. „Wir haben unsere Chancen sehr gut herausgespielt, sie dann jedoch kläglich vergeben“, bemängelte der HC-Trainer. „Unsere wichtigste Aufgabe in den nächsten Wochen wird es sein, diese Schwächen abzustellen und das individuelle Wurfverhalten zu verbessern“.

Der abschließende 19:13-Sieg über die SG Menden reichte nicht mehr zum Einzug in das Viertelfinale, weil der HC Bremen im direkten Punkt- und Torvergleich zu den anderen Gruppenzweiten THW Kiel und VfL Gummersbach den Kürzeren zog. Deshalb zogen diese als eine der zwei Zweitbesten der Zwischenrunde in die Runde der besten acht Mannschaften ein. „Dennoch sind wir beim Sauerlandcup mit unserem Team einen wichtigen Schritt vorangekommen. Wir sind viel stärker aufgetreten als in der Vorrunde der Oberliga“, analysierte Marten Franke. „Lukas Dibowski findet nach seiner langwierigen Verletzung jetzt wieder gut ins Team zurück, das seine Mentalität verbessert hat“, meinte Marten Franke. Ragnar Diering agierte über den gesamten Turnierverlauf sehr stark und ragte aus einer geschlossenen Mannschaft ein wenig heraus.

mJC: HC Bremen guter Gastgeber
THW Kiel gewinnt stark besetztes C-Jugendhandball-Turnier

Hastedt. Spannende Spiele, hochkarätige Mannschaften und ein lohnenswertes Drumherum: Das Hallenhandball-Turnier der männlichen C-Jugend des HC Bremen kam in der spielfreien Zeit gut an. „Die Halle am Jakobsberg war durchgehend gut gefüllt“, zeigte sich der Organisator Jörn Franke zufrieden. Im stark besetzten Teilnehmerfeld siegte am Ende der THW Kiel vor der HSG Verden/Aller, dem Team Hamburg und Gastgeber HC Bremen. TuSEM Essen und der TvdH Oldenburg landeten auf den Plätzen fünf und sechs.

Im starken Teilnehmerfeld mussten sich die Bremer erst einmal an das deutlich höhere Leistungsniveau der Konkurrenz herantasten. „In der Bremer Oberliga sind unsere Gegner deutlich schwächer“, berichtete Franke. „Nicht umsonst führt in unserer Region der TvdH Oldenburg die Tabelle an, belegt aber bei unserem Turnier den letzten Platz.“

Der Gastgeber selbst kassierte in seinem Auftaktspiel gegen die Auswahl Hamburgs eine 9:16-Niederlage, weil er siebenmal freistehend am korpulenten Hamburger Torwart scheiterte. Gegen den vom ehemaligen HC-Spieler Monty Schröder trainierten THW Kiel unterlagen die Hastedter Jungs aufgrund zu vieler technischer Fehler mit 14:17. Auch gegen die HSG Verden-Aller wurde nichts beim 5:12 nichts Zählbares eingefahren. Nach einer eingehenden Mannschaftsbesprechung fanden die Hastedter Jungs schließlich in die richtige Spur und konnten gegen den TvdH Oldenburg den (16:10) und den Kiel-Bezwinger TuSEM Essen (15:10) zwei finale Siege einfahren (4:6 Punkte).

Dass bei diesem Turnier kein Team ohne Niederlage blieb, unterstrich die Ausgeglichenheit der Mannschaften. Von denen stachen lediglich die Teams aus Kiel, Verden-Aller und Hamburg ein wenig heraus. „Die Veranstaltung war eine gelungene Werbung für den Jugendhandball,“, zeigte sich der HC-Trainer Marten Franke mit dem Ein-Tages-Turnier zufrieden. Das galt jedoch weniger mit den Leistungen seiner Schützlinge. „Die müssen wir richtig einordnen. Die Jungs spielen jetzt gerade einmal sieben Monate auf diesem Niveau“, betonte er und meinte, dass sie dafür bereits sehr viel gelernt haben. Sowohl mannschaftlich als auch individuell. „Die Jungs müssen vor allem noch lernen, das Erlernte auch wirklich abzurufen und unter Wettkampfbedingungen zu zeigen“, betonte Marten Franke.

Beim „Janus-Cup“ in Buxtehude belegte der HC Bremen den dritten Platz. Sie startete mit einer 10:12-Auftaktniederlage gegen den HSV Hamburg ins Turnier und ließ zwei Siege gegen VFL Fredenbeck (16:12) und den gastgebenden Buxtehuder SV (21:10) folgen. Im abschließenden Match gegen die TSV Burgdorf (12:15) hielten die Franke-Schützlinge lange Zeit sehr gut mit, unterlagen am Ende aber aufgrund einer etwas schwächeren Chancenverwertung. „Das Team hat sich sehr deutlich verbessert“, meinte Marten Franke. „Allerdings kann es ihr Leistungspotenzial noch nicht konstant abrufen.“

Die rechte Angriffsseite des HC mit Yunus Uckac und Nick Horstmann erwies sich erneut als sehr torgefährlich, während auf dem linken Flügel bei Jacob Papin, Noah Duris und Luc Schreiber noch die Konstanz fehlt. „Alle drei sind aber auf einem sehr guten Weg. Sie müssen jedoch ihr Zusammenspiel mit unseren Kreisläufern Linus Jöhnk und Finn Geils verbessern“, fordert Jörn Franke.

Pokalwettbewerb soll attraktiver werden
Teilnahmepflicht wird zur Handball-Saison 2019/20 aufgehoben - vielen Mannschaften fehlt der richtige Anreiz

Bremen. Der Handball-Pokal steht seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik. Für die Saison 2019/
20 wird er (wieder einmal) reformiert, dann wird die vor fünf Jahren eingeführte Teilnahmepflicht für die Mannschaften von der Oberliga bis zur Landesliga aufgehoben. Wer künftig am Verbandspokal Niedersachsen/Bremen teilnehmen möchte, der kann melden. Wer es nicht will, lässt es. „Wir haben lange genug daran herumgedoktert und immer wieder nachjustiert“, sagt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im Bremer (BHV) und dem niedersächsischen Handballverband (HVN). „Der Pokal wird von den Vereinen als großes Übel angesehen. Jetzt müssen wir gucken, wie es auf freiwilliger Basis läuft.“

Marten Franke, aktuell verletzter Spielertrainer des Männer-Oberligisten HC Bremen ist wie viele andere Trainer über die Modifikation froh. „Bei uns war mit Ausnahme des vergangenen Jahres zunehmend zu spüren, dass niemand so richtig Lust hatte, den Pokal zu spielen. Bei dünnen Kadern ist er bezogen auf die Punktspiele sogar eine Belastung, weil sich die ausgeschiedene Ligakonkurrenz in dieser Zeit regenerieren kann.“

Corinna Wannmacher, Trainerin der Oberliga Frauen der SG Findorff ergänzt: „Man schlägt sich in der Halle ein ganzes Wochenende um die Ohren und buttert jedes Mal noch Geld rein.“ Ganz zu schweigen davon, dass einige Klubs lediglich eine unterklassige Vertretung oder eine erstärkte A-Jugend ins Rennen geschickt hatten, um die satte Geldstrafe für einen Nichtantritt zu umgehen. Das führte zu sportlich absurden Spielen, in denen sich die Gegner an absichtlicher Harmlosigkeit überboten.

„Dadurch, dass der Pokal von einigen Mannschaften nur als Pflichtveranstaltung wahrgenommen wurde, hat das den Wettbewerb abgewertet“, sagt Lars Röwer, Trainer der Habenhauser Oberliga-Frauen. „Und ein Weiterkommen ist für einen Landesligisten auch nicht wirklich attraktiv“, meint Arstens Frauen-Trainer Torsten Uhlenberg. „Ein spielfreies Wochenende im Oktober ist den meisten Spielerinnen wichtiger, als einen ganzen Sonntag auswärts in irgendeiner fremden Halle zu verbringen.“

Tatsächlich winkte den Finalrundenteilnehmern im Landespokal früher hier und da auch einmal das große Los im weiterführenden DHB-Pokal. Vorausgesetzt, dass man dort die erste Runde überstand. Highlights waren die Heimspiele der Habenhauser Männer 2004 gegen den Bundesligisten THW Kiel (24:42) und 2008 gegen den Zweitligisten SV Anhalt Bernburg (30:37). 1992 warfen die Blau-Weißen zu Hause sogar den Erstligisten Empor Rostock mit 36:31 nach Verlängerung aus dem DHB-Pokal, danach verwehrte ihnen der Zweitligist SV Post Schwerin den erhofften Achtelfinaleinzug (25:27).

Nach der Umstrukturierung des DHB-Pokals wurde dem ein Riegel vorgeschoben: die Erst-, Zweit- und ein Teil der Drittligisten schotteten bleiben unter sich, worunter auch die Attraktivität des Landespokals litt. Diese Neuorientierung nahm den Landespokalsiegern die Chance auf einen Topgegner, außerdem wurden die Pokalwettbewerbe im BHV und HVN zusammengelegt und wegen sinkender Teilnehmerzahlen mit einer Zwangsteilnahme versehen.

Die Habenhauser Männer haben sich vor gut zwei Wochen im Teilnehmerfeld von 132 Teams zum Verbandspokalsieg Niedersachsen/Bremen geworfen, die Chance auf einen Bundesligisten bekommen sie aber nicht. Sie spielen im Achtelfinale des bundesweiten DHB-Amateurpokals weiter, bei dem sie auf die Pokalsieger der anderen Landesverbände treffen – allesamt auf Oberliga-Niveau. Für viele Teilnehmer im Verbandspokal stellt das keinen Anreiz mehr dar und ist obendrein kostspielig. Letzteres war für die Oberliga Männer des HC Bremen der Grund, weshalb sie als Landespokalsieger 2017 auf ein Weiterspielen verzichteten. Es müssen in diesem Pokal weitere Strecken zurückgelegt werden „und man trifft dort kaum auf große Namen, was zu höheren Kosten führt. Das ist kein attraktiver Preis“, sagt Marten Franke.

„Wir haben nun die Chance, bis ins Amateur-­Pokalfinale einzuziehen. Mit dem Endspiel in der Hamburger Barcleycardarena vor dem Final Four der Bundesligisten“, sieht ATSV-Trainer Matthias Ruckh das als lohnendes Ziel an. Es wäre ein Titelersatz für den praktisch schon verspielten Wiederaufstieg in die dritte Liga. Das erweiterte Präsidium des HVN, zu dem auch Vertreter des Bremer Handballverbandes gehören, hatte darüber nachgedacht, den Landespokal ganz abzuschaffen, das aber nach einer gemeinsamen Beratung verworfen. In welcher Form er jedoch künftig nach dem Wegfall der Zwangsteilnahme ausgetragen werden soll, darüber müssen der Spielausschuss und das Präsidium noch beraten. „Ich finde es erst einmal positiv, dass sich die Präsidien der Handballverbände mit diesem Thema endlich auseinandergesetzt haben“, lobt Philipp Grieme, Trainer des ATSV Habenhausen II in der Verbandsliga Männer, und trifft damit auf die Zustimmung der anderen Trainer in dieser nicht repräsentativen Umfrage. Trotzdem besteht die Gefahr, dass sich der Pokal über kurz oder lang mit immer weniger Mannschaftsmeldungen selbst abschaffen wird.

„Wir werden weiterhin dort spielen und uns auf diesem Niveau zusätzlich zu den Punktspielen messen“, betont Radek Lewicki, Trainer von Werder Bremens Oberliga-Frauen. „Die freiwillige Teilnahme ändert nichts an der Attraktivität: es fehlt der richtige Anreiz“, gibt Corinna Wannmacher zu bedenken. „Wenn weniger melden, dann könnte der Turniermodus vielleicht wieder entfallen“, hofft Lars Röwer auf die Wende zum Guten. „Dadurch werden die Spiele umkämpfter und der Wettbewerb eventuell wieder attraktiver“, glaubt Marten Franke. „Der Pokal ist eine schöne Sache, man muss nur noch die richtige Lösung finden und vielleicht andere Anreize setzen“, meint Matthias Ruckh.

Letztendlich sind für das Gelingen eines guten Pokalwettbewerbs aber nicht nur die beiden Verbände, sondern auch die Vereine und Mannschaften selbst verantwortlich.

Marten Franke Bundestrainer
Hastedter übernimmt U 17-Beachhandball-Nationalmannschaft

Bremen. Die großartige Vorstellung der B-Jugend-Beachhandballer der SG HC Bremen/Hastedt bei der Deutschen Meisterschaft im August vergangenen Jahres hat ein Nachspiel. Nicht zuletzt der Titelgewinn, vor allem aber die exzellente Vorbereitung durch das Trainerteam wurde zum Jahreswechsel besonders gewürdigt, denn ab sofort übernimmt Marten Franke als Bundestrainer das U 17-Nationalteam im Beachhandball und bereitet das Team auf die Europameisterschaft Ende Juni in Polen vor.

Dabei konnte Marten Franke im August den großen Triumph seines Teams gar nicht vor Ort miterleben. Betreut wurde die Bremer Mannschaft von Martens Vater, Jörn Franke. B-Lizenzinhaber Marten Franke absolvierte zu diesem Zeitpunkt mit den Oberliga-Handballern der Hastedter gerade ein Trainingslager, leistete aber trotzdem die strategische Vorarbeit für den Beachhandball-Nachwuchs. Bis tief in die Nacht tüftelte Marten Franke die Taktik für die entscheidenden Spiele aus. Er analysierte die Gegner per Video und schnitt seinen Spielern maßgerecht die Taktik per Einzelanweisungen auf den Leib. „Das hat wohl letztlich für Konrad Bansa, der jetzt das Herrenteam übernehmen wird, den Ausschlag gegeben, mich als seinen Nachfolger einzusetzen“, sagte der 24-Jährige.

Unterstützung erhält Marten Franke in seinem neuen Aufgabengebiet von seinem Co-Trainer, dem Niederländer Harald Mulder, der 2018 die weibliche U 18-Auswahl zum Europameistertitel führte. „Wir haben uns kürzlich schon in Limburg kennengelernt. Das wird passen“, sagte Franke.

Erste gemeinsame Aufgabe werden die drei kommenden Lehrgänge, bei denen Marten Franke unter anderem auch drei seiner eigenen Hastedter Schützlinge wiedersehen wird. „Auftakt ist vom 14. bis 16. Januar in Witten, dann folgt ein Lehrgang über Ostern und noch ein Letzter vor der Europameisterschaft“, sagt Franke. Der zusätzliche Zeitaufwand hält sich für ihn aber in überschaubaren Grenzen und dürfte auch seine Arbeit mit den Hastedter Oberliga-Herren nicht nennenswert beeinträchtigen.

Oberliga-Herren im Turniereinsatz

Mit den Herren steigt Marten Franke am heutigen Montag wieder ins Training ein. Drei Einheiten stehen zunächst auf dem Programm, dann wartet am kommenden Sonntag, 12. Januar, beim Neujahrsturnier der HSG Horst/Kiebitzsreihe um den „Heitmann-Cup“ der erste Härtetest des Jahres. Der Kontakt zu den Schleswig-Holsteinern kam über den ehemaligen Hastedter Coach Michael „Pumpe“ Krieter zustande, der mittlerweile mit der HSG in der Schleswig-Holstein-Liga antritt. Weitere Gegner der Bremer sind der MTV Herzhorn (Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein), sowie der Tabellenzweite der Landesliga, die HSG Kremperheide.

„Das ist sicherlich alles andere als Fallobst, aber auch machbar“, sagte Franke. Für ihn geht es in erster Linie darum, dass seine Spieler wieder mehr Selbstvertrauen gewinnen. „Die vergangenen Spiele haben immer wieder gezeigt, dass bei uns vieles eine reine Kopfsache war und ist“, erklärt Franke. Alles soll ausprobiert, Sicherheit dazu gewonnen werden. Die Hastedter werden die Reise ohne Torwart Luca Prieß und Sebastian Heller antreten. Letzterer wird der Mannschaft wegen einiger geplanter Operationen in der Hinrunde kaum zur Verfügung stehen. Für die A-Jugendlichen Daniel Francke, Thies Hermann und Malte Helbig wird es darum gehen, weiter in die Mannschaft integriert zu werden.

mJC1: Jetzt kommt der Feinschliff
Hastedter C-Jugend hat Niedersachsenmeisterschaft im Blick

Hastedt. Die männliche C-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt hat ihren Anspruch auf die Teilnahme an der Niedersachsenmeisterschaft untermauert. Sie fuhr in der Handball-Oberliga einen überlegenen 44:15 (23:8)-Heimsieg gegen das punktlose Schlusslicht HSG Osnabrück ein. „Jetzt beginnt für uns bei nur noch acht ausstehenden Partien der Countdown, um uns für die Niedersachsenmeisterschaft der besten sechs Teams zu qualifizieren“, hatte sich der Bremer Coach Jörn Franke schon vor dem Spiel geäußert. „Wir Trainer wollten erleben, dass die Mannschaft genauso fokussiert und konzentriert auftritt wie vor einer Woche bei der SG Lingen-Lohne.“

Die Bremer Jungs legten am dritten Advent in der gut besuchten Halle am Jakobsberg los wie die Feuerwehr und führten rasch mit 6:1 (6.). Dabei zeigten sie sehenswerte Kombinationen im Angriff und erzielten Treffer von allen Positionen. Über 15:3 (15.) baute der Gastgeber das Resultat bis zur Halbzeit auf 23:8 aus. „In der Abwehr haben wir noch einige Schwächen gezeigt, die es nun rasch abzustellen gilt“, analysierte Thorben Kruse aus dem Bremer Trainerteam.

Auch in der zweiten Halbzeit zeigten sich alle Bremer Spieler torgefährlich. Dass sich das Team im taktischen Bereich gut weiterentwickelt hat, bewiesen die Jungs im zweiten Spielabschnitt. Denn in dem wurden drei erst kürzlich einstudierte Angriffsvarianten konsequent angewendet und führten zu einigen schön herausgespielten Toren. „Auch wenn uns die hohe Konzentration am heutigen Tag gut gefallen hat, dürfen wir nicht übersehen, dass wir mit unseren Korrekturen noch an vielen Details feilen müssen. Insbesondere in der individuellen und kollektiven Abwehrarbeit“, zeigte der dritte Bremer Trainer, Marten Franke, die Prioritäten für die Trainingsarbeit für die nächsten Wochen auf.

Durch den überzeugenden 44:15-Sieg verteidigte die SG HC Bremen/Hastedt den dritten Tabellenplatz mit 16:6 Punkten vor dem TV Bissendorf-Holte (14:6 Punkte), der den Bremern im direkten Vergleich mit 17:31 unterlegen war. Das Augenmerk der SG HC Bremen/Hastedt gilt jetzt dem eigenen Weihnachtsturnier, das am kommenden Sonnabend von 10 Uhr bis 17 Uhr am Hastedter Jakobsberg ausgetragen wird. Im Modus Jeder-gegen-Jeden empfängt die SG HC Bremen/Hastedt die starken Jugendmannschaften von TvdH Oldenburg, HSG Verden/Aller, HSV Handball, TuSEM Essen und THW Kiel. Die Kieler werden von Monty Schröder trainiert, der viele Jahre für den HC Bremen aufgelaufen war und bei dem auch in der A-Jugend-Bundesliga gespielt hatte.

SG HC Bremen/Hastedt: Baraniak; Bonnet (7), Papin (5), Uckac (5), Jöhnk (1), Geils (1), Duris (2), Schreiber (6), Scharnke (5), Horstmann (12/2).

1. Damen: Kellerkind statt Aufstiegsaspirant
Hastedt verliert in Rotenburg 24:27

Bremen. Wären da nicht die Teams der HSG Cluvenhagen/Langwedel und der TuSG Ritterhude, die sich nach derzeitigem Stand der Dinge mit dem Abstieg aus der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen abfinden müssen, könnten Pessimisten auch die SG HC Bremen/Hastedt zum Kreise der akut abstiegsgefährdeten Mannschaften dazu zählen – obwohl sich das Team um Trainerin Andrea Wiegandt vor Saisonbeginn den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga zum erklärten Ziel gesetzt hatte. Doch der Verlauf der Hinrunde zeugte neben fehlender Einstellung einzelner Spielerinnen auch von mangelnder Qualität im Kader, sodass die Mannschaft nach der neuerlichen 24:27 (14:15)-Auswärtsniederlage beim TuS Rotenburg den Blick eher nach unten den in Richtung Tabellenspitze richten sollte.

Wenngleich die Gäste um Top-Torschützin Melina Frank (sechs Tore) eher schleppend ins Spiel kamen, konnte Bremen das Spiel innerhalb der ersten 30 Minuten dennoch ausgeglichen gestalten. Allerdings deuteten gleich zwei verworfene Siebenmeter kurz nacheinander bereits in der Anfangsphase darauf hin, dass es um das Nervenkostüm der SG nicht sonderlich gut bestellt sein dürfte.

Die Gastgeberinnen um ihre beste Angreiferin Patricia Tiedemann (fünf Tore/drei Siebenmeter) konnten nach einer Zeitstrafe gegen Hastedts Theresa Mähr zunächst zum 4:4 ausgleichen (10.) und ließen sich die folgende Führung bis kurz vor der Pause nicht mehr aus der Hand nehmen. Rebekka Otto glich für Hastedt zwar noch einmal aus (12:12/25.) und traf nur wenig später sogar noch ein letztes Mal zur Gäste-Führung (13:12 /26.), doch bis zur Pause egalisierten die Wümme-Frauen nicht nur, sondern gingen auch noch mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen. „Dieses Spiel zusammen zu fassen, ist nicht einfach“, zeigte sich Andrea Wiegandt zutiefst enttäuscht, „eigentlich sollte es, besonders aufgrund der zweiten Halbzeit am besten unerwähnt bleiben.“ Zu viel Hektik im Angriff, kein Zugriff in der Abwehr – am Ende stand eine verdiente Niederlage. „Wir werden die spielfreien Wochen nutzen, um mit neuer Energie in die Rückrunde zu starten“, zeigte sich Andrea Wiegandt kämpferisch.

SG HC Bremen/Hastedt: Repty, Rathjen; T. Mähr (1), Hagedorn (4), Ahlers (3), M. Mähr (1), Frank (6), Lagemann (1), Kriete (1), Otto (6), Webner, Semken (1).

1. Herren: Bescherung am Jakobsberg
Hastedter Oberliga-Handballer gewinnen Kellerduell mit 27:22

Bremen. So etwas nennt man wohl eine vorweihnachtliche Bescherung. Nach fünf Niederlagen in Folge kämpften sich die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt wieder in die Erfolgsspur zurück. Mit einer äußerst engagierten Leistung feierte die Mannschaft von Trainer Marten Franke einen völlig verdienten 27:22 (16:12)-Sieg im Kellerduell über das mitgefährdete Team des TSV Bremervörde und kann jetzt mit gestärktem Selbstvertrauen sowie zwei Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen überwintern.
Die große Erleichterung war bei Spielern und Mannschaftsverantwortlichen nach der Schlusssirene deutlich zu spüren, und auch Marten Franke atmete erst einmal ordentlich durch. „Das war eine ganz starke kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Alle wussten, worum es ging, alle haben sich voll reingehängt und wir wurden mit vielen direkten Toren dafür auch belohnt“, sagte der verletzte Spielertrainer.
Spielerisch zeigten die Hastedter eine Woche zuvor gegen Barnstorf zweifelsfrei den besseren Handball. Doch gegen Bremervörde kam neben all dem Kampfgeist auch fraglos eine ordentliche Portion Abgeklärtheit hinzu. „Wir waren diesmal auch einfach cleverer“, sagte Franke.So blieb das 1:0 von Bremervördes Adnan Salkic (3.) der einzige Rückstand in dieser Partie, in der die Hastedter eine ausgeglichen starke Mannschaftsleistung boten. Dennoch gab es individuelle Glanzlichter. Allen voran Torwart Luca Prieß, der mit einer nahezu 50-prozentigen Quote überragte. „Luca war heute für mich ganz klar der Matchwinner“, sagte Marten Franke. Da war aber auch ein Felix Fietze, der über sich hinauszuwachsen schien und gerade bei den Gegenstößen brillierte. Marten Franke war begeistert: „Da waren tolle Tore dabei, bei denen er zuvor den Ball abfing und fast über das gesamte Feld prellte. Und das gehört eigentlich nicht zu seinen Stärken.“
Gegen Bremervörde trug aber jeder Spieler seinen Teil zum Erfolg bei. In der Verteidigung konnte so auch der Ausfall von Leon Grieme kompensiert werden. Der Abwehrchef musste in der zehnten Minute nach einer Knieverletzung vom Feld. „Es hat zwar etwas gedauert, aber alle gemeinsam haben seinen Part gut übernommen“, sagte Franke. Zum Beispiel Jan Wiezorrek, der in der Abwehr sehr stabil verteidigte und im Angriff mit fünf Toren glänzte. Ebenso wie Mittelmann Ole Fietze, der nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze überzeugte.
Die extrem offensive Verteidigungsformation funktionierte in der ersten Hälfte bestens. Die Bremervörder erzielen im Schnitt zwischen 26 und 28 Toren, aber die Hastedter ließen gerade einmal zwölf Gegentreffer bis zur Pause zu. Ab der 35. Minute agierten die Gäste mit einem siebten Feldspieler und die Bremer stellten notgedrungen auf eine 6:0-Deckung um. Wie gewohnt kam Bremervörde selten über die Außenpositionen, sodass die Hastedter mit dem starken Innenblock David Brune und Jorrit Latacz auch das in den Griff bekamen.
Dennoch mussten die Hastedter auch eine wackelige Phase überstehen, als sie einen 18:15-Vorsprung zum 18:18 abgaben. „Doch alle waren heute auf das Handballspielen fixiert und nicht auf das Ergebnis. So haben wir uns da wieder klasse herausgekämpft“, sagte Franke. Nach dem 24:21-Zwischenstand setzte Felix Fietze mit drei Treffern in Serie den Schlussakkord.
Vor den Bremern liegt jetzt eine längere Pause, denn bedingt durch die Weltmeisterschaft der Männer startet die Rückrunde erst am 26. Januar 2019 mit der Heimpartie gegen die HSG Delmenhorst. Im Hinspiel mussten sich die Hastedter dem Aufsteiger hauchdünn mit 31:32 beugen, vor eigenem Publikum wollen sie sich natürlich revanchieren.

SG HC Bremen/Hastedt:
Prieß, Lucic; Felix Fietze (7), Schröder (2), Helbig, Brune (1), Kai Wiezorrek, Grieme, Harting (3), Heller, Ole Fietze (7/6), Jan Wiezorrek (5), Latacz, Hermann (2).

Nächste Spieltermine

 

13:00
C-Jugend 2

HC Bremen — SG Achim-Baden

14:00
B-Jugend 2

HSG Nienburg — HC Bremen

16:15
1. Damen

TSV Intschede — HC Bremen

17:00
2. Damen

HC Bremen — SG Buntentor/N/

14:15
B-Jugend Oberliga

VfL Fredenbeck — HC Bremen