B-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt verliert DM-Achtelfinale
Der Matchplan geht nicht auf

Hastedt. Es wäre mehr drin gewesen – mit diesem Fazit kehrten die B-Jugend-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt vom Achtelfinal-Hinspiel der Deutschen Meisterschaft gegen den TSV Bayer Dormagen zurück.

Mit 20:30 (12:16) unterlagen die Schützlinge des Trainerduos Marten und Jörn Franke, das durch den Torwarttrainer Timo Hermann unterstützt wurde. „Dormagen hat eine Klasse-Leistung geboten, für uns wäre bei besserer Chancenverwertung und etwas kühlerem Kopf durchaus ein knappes Ergebnis möglich gewesen“, meinte Marten Franke. „Eine Drei- bis Vier-Tore-Niederlage wäre machbar gewesen. Jetzt wird es für uns im Rückspiel am Sonntag um 15.00 Uhr am Jakobsberg natürlich sehr schwer.“

Als eines der 16 besten deutschen Teams hatte sich der erfolgreiche Nachwuchs des HC Bremen für das Achtelfinale der deutschen Meisterschaft qualifiziert. Dabei hatte er in einem hochdramatischen Finale Eintracht Hildesheim in der Tabelle hinter sich auf Platz drei gelassen und sich anschließend vier Wochen intensiv auf die deutsche Meisterschaft vorbereitet.
Beim hochklassigen „IBOT-Cup“ in Biberach, dem stärksten deutschen Jugendturnier, legte das Team Ostern eine tolle Vorstellung hin. Es musste lediglich gegen die Schweizer Nationalmannschaft eine knappe Niederlage quittieren und fuhr unter anderem Siege gegen den Nachwuchs der A-Jugend-Bundesligisten Echaz-Erms und Bergischer HC ein.

Mit dem renommierten Mentaltrainer Stefan Kloppe arbeitete das Team vier Wochen hochmotiviert und stieß in ganz neue Trainingsbereiche vor, die außerhalb von Technik und Taktik liegen. Allerdings verletzte sich Lukas Dibowski (vorderes Kreuzband) in Biberach schwer, ebenso konnte mit Jakub Anuszewski ein Leistungsträger in den letzten fünf Wochen kaum trainieren. Das wirkte sich in Dormagen auch auf die Mannschaftsleistung aus.
„Wir haben unser taktisches Konzept nicht durchgehend gut umsetzen können. Mit seiner offensiven Deckung hat uns Bayer Dormagen zu ungewohnten Fehlern verleitet, die zu einem schnellen 3:7-Rückstand geführt haben. Diese Kontertore taten uns weh“, bilanzierte Jörn Franke. Kämpferisch präsentierten sich die Bremer hervorragend und vermochten den Vier-Tore-Rückstand bis zur Pause zu halten.

Nachdem beim 12:16 die Seiten gewechselt worden waren, bliesen die Gäste zwar zum Angriff, sie mussten jedoch sofort zwei Tore zum 12:18-Rückstand schlucken.
Erneut kämpften sich Bjarne Budelmann, Thies Hermann und Co. auf 14:18 heran.
„In dieser Phase haben wir zwei hochkarätige Chancen zum 16:18 vertan und damit die Möglichkeit auf ein ausgeglichenes Spiel verpasst. Auf diesem hohen Leistungsniveau einer deutschen Meisterschaft wird jeder kleine Fehler bestraft. Das haben wir in diesem Match bitter erfahren“, sagte Marten Franke.

Dormagen nutzte die Abschlussschwäche der Bremer gnadenlos durch Gegenstoßtore aus, darunter drei Treffer des Ex-Hastedters Lukas Bark, und zog auf 29:18 davon. „In dieser Spielphase haben wir uns nicht mehr an unser Konzept gehalten“, zeigte sich Marten Franke traurig, dass sein Matchplan nicht aufgegangen war. Ein bisschen wehmütig schauten beide Trainer auf das Ergebnis des Oberligameisters TSV Burgdorf, der gegen den THW Kiel locker mit sieben Toren ein weiteres Achtelfinale gewann. „Dieses deutlich leichtere Los hätten wir auch gern genommen.“

SG HC Bremen Hastedt: Kuhlmann, Garrels; Scharnke (2), Sieling, Hermann (5), Jöhnk (2), Tiedje (2), Esser, Diering (1), Becker, Till (1), Westermeier (1), Anuszewski (4), Budelmann (2/1).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder