Beachhandball Nationalmannschaft: German Beach Trophy überzeugt im Sand und im Livestream
Die Nationalspieler maßen sich in mannschaftsinternen Nord-Süd-Teams miteinander.

Es war ein Erfolg sowohl im Sand als auch auf dem Bildschirm: Bei der erstmalig ausgetragenen German Beach Trophy traten die vier deutschen Nationalteams am vergangenen Wochenende in Düsseldorf zu einem verbandsinternen Wettkampf an – und zeigten sich danach rundum zufrieden. Neben den sportlichen Ergebnissen begeisterte vor allem das große Interesse am Livestream via Twitch die Beachhandball:innen.
„Wir wussten vorher, dass es geil werden kann, aber das es wirklich so gut wird, hätten wir nicht gedacht“, freute sich Männer-Nationalspieler Sebastian Zeyen. „Es gab viele spektakuläre Szenen, mit denen wir Werbung für den Beachhandball machen konnten“, betonte auch Frauen-Nationaltrainer Alexander Novakovic – und Männer-Nationaltrainer Konrad Bansa sprach sogar von „einer neuen Dimension bei der Präsentation des Beachhandballs“.

Neben den acht Spielen wurden bei der German Beach Trophy zwei „Trickshot Contests“ ausgetragen – am Samstag im Einzelwettbewerb, am Sonntag in Kleingruppen. Das bunte Programm kam an: In der Spitze verfolgten knapp 10.000 Zuschauer gleichzeitig den Livestream, der über den Kanal Trops4 von Beachvolleyballer Alexander Walkenhorst gestreamt wurde.

Insgesamt wurden rund 600.000 Zugriffe registriert. „Damit hätten wir nie gerechnet“, gestand Bansa ein. Auch Jens Pfänder, Leiter Beachhandball des Deutschen Handballbundes, war hochzufrieden: „Das sind Zahlen, von denen wir nur vorher nur träumen konnten.“

Pfänder hofft auf einen positiven Effekt des Events. „Es war ein wichtiger Faktor, dass wir unsere Sportart über dieses Format auch Nicht-Handballern darstellen konnten“, so der Funktionär, der sich rundum zufrieden zeigte: „Die Produktion war sehr professionell und auf dem Feld ist es unseren Teams gelungen, die Attraktivität des Beachhandballs wirklich gut zu transportieren.“

Marc Kunz, Organisator der German Beach Open (GBO) war als Co-Kommentator und Experte im Livestream im Einsatz – und zeigte sich restlos begeistert. „Ein geiler Rahmen – das ist das, wo es hingehen muss“, schwärmte er. „Streaming ist in der aktuellen Zeit das Non-Plus-Ultra, für Sportarten wie unsere wäre der TV im Moment der falsche Rahmen.“ Er hob gerade die Interaktivität bei Twitch hervor – sowie die Qualität der Übertragung: „Das ist etwas anderes, als wir es bisher vom Beachhandball kannten.“
Nationaltrainer loben sportliche Entwicklung

Für die Nationaltrainer stand mit Blick auf die Großturniere im Sommer indes die sportliche Entwicklung im Fokus. „Die Spieler haben sich alle gut präsentiert und es kristallineren sich bereits einige harte Entscheidungen heraus“, hielt Bansa fest. Novakovic war ebenfalls zufrieden: „Insgesamt hat uns dieses Wochenende einen großen Schritt vorangebracht.“

Die beiden Jugend-Nationaltrainer zogen eine ähnliche Bilanz. „Insgesamt können wir mit dem Fortschritt zufrieden sein, da war viel Perspektive drin“, hielt Frowin Fasold, Coach der weiblichen U17-Auswahl, fest und Marten Franke betonte: „Wir sind wirklich weitergekommen. Nach einer intensiven Videoanalyse des ersten Spiels waren die Fortschritte im zweiten Spiel deutlich zu erkennen.“

Für seine Nachwuchstalente war es zudem das erste Mal, dass sie das offizielle Nationaltrikot tragen durften. „Das war natürlich eine große Sache“, unterstrich Franke – und hob die Bedeutung des Livestreams hervir: „Es war für die Jungs natürlich aufregend, vor so vielen Zuschauern zu spielen – auch, wenn die nur online dabei waren – und ich hoffe, dass uns diese Erfahrung mit Blick auf die EM helfen wird.“

Angesichts der aktuellen Corona-Lage herrschten strenge Hygieneauflagen für die Veranstaltung – die Spieler:innen wurden mehrfach getestet; zudem bewegten sich die männlichen und weiblichen Teams in zwei separierten Bubbles. „Wir sind einfach froh, dass wir die Chance bekommen haben, unseren Sportart zu betreiben“, zeigte sich Bansa dankbar. „Das ist ein absolutes Privileg.“
Vergleich: Nord vs. Süd 3:5

Männer
Samstag: 2:0 (22:21, 21:20)
Sonntag: 1:2 (20:18, 15:18, 2:9)

Frauen
Samstag: 0:2 (8:20, 12:18)
Sonntag: 0:2 (10:13, 15:16)

U17 männlich
Samstag: 2:1 (22:18, 16:20, 7:6)
Sonntag: 2:0 (22:19, 22:21)

U17 weiblich
Samstag: 0:2 (22:23, 8:14)
Sonntag: 0:2 (14:22, 14:22)

Schiedsrichter*innen:
Bjarne Deiters / Jesper Stumpfe
Linda Berndt / Arite Hartmann

Videomitschnitt Übertragung männliche U17 vom 16.01.2021

Videomitschnitt Übertragung männliche U17 vom 17.01.2021

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