Damen: Dem HC Bremen fehlt die Entschlossenheit
Krage-Handballerinnen enttäuschen erneut und unterliegen beim VfL Fredenbeck trotz einiger Lichtblicke mit 23:28

Bremen. Es sei eine Niederlage gewesen, „die nicht hätte sein müssen“, erklärte Andrea Wiegandt nach der 23:28 (8:14)-Auswärtsniederlage ihrer SG HC Bremen/Hastedt in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen. Nach zunächst ausgeglichener Anfangsphase setzten sich die Gastgeberinnen um Top-Torschützin Bianca Martens (neun Tore) ab Mitte der ersten Hälfte kontinuierlich von den Gästen ab, beim Stand von 8:7 für den VfL nahm die Bremer Trainerin eine Auszeit. „Bis zu diesem Zeitpunkt war ich zufrieden und wir konnten gut mithalten“, so Wiegandt – die dann allerdings hilflos mit ansehen musste, wie sich Fredenbeck mit einem 6:0-Lauf binnen knapp acht Minuten absetzte und bereits zur Pause komfortabel in Führung lag.

Nach Wiederbeginn verkürzte Bremen den Rückstand zunächst auf drei Tore (11:14/38.), doch dann fielen die Gäste nach einigen Wechseln wieder zurück in ihren alten Trott, wurden hektisch und spielten ihre Chancen nicht mehr klar aus. „In der Abwehr wurden wir unaufmerksamer“, resümierte Wiegandt enttäuscht, „und kassierten dadurch zu viele einfache Tore.“ Der Plan, zunächst mit einer 5:1-Deckung („Nicht unsere Stärke“, so Wiegandt), ging nicht auf, zu Beginn der zweiten 30 Minuten agierte Hastedt wieder in der gewohnten 6:0-Defensive.

Dennoch setzte sich Fredenbeck zeitweise bis auf sieben Tore ab (20:13/46.), mit einer zweiten Auszeit wollte Wiegandt ihre Spielerinnen „durchschnaufen und etwas zur Ruhe kommen lassen. „In der zweiten Halbzeit zeigten wir endlich mal wieder etwas Kampfgeist“, erläuterte die Trainerin, „leider konnten wir in dieser Phase unsere hundertprozentigen Tormöglichkeiten nicht rein machen“. Für einen letzten Hoffnungsschimmer sorgte dann Melina Frank mit ihrem Treffer zum 21:24 (56.), doch das Aufbäumen kam zu spät, Fredenbeck siegte letztlich verdient. „Sehr ärgerlich“, bekundete Andrea Wiegandt, „besonders, wo wir jetzt jeden Punkt dringend benötigen. Ihr Team müsse in den kommenden Partien daran arbeiten, „die Leistung konstant über 60 Minuten zu bringen, unsere Chancen zu nutzen, uns als Mannschaft spielerisch weiter zu finden und mehr Spielerinnen in die Verantwortung zu ziehen“. Beginnen sollte das Wiegandt-Team damit am besten schon im Heimspiel gegen Absteiger HSG Cluvenhagen/Langwedel (Sonntag, 31. März, 15 Uhr) – denn zum Saisonfinale warten mit dem Heimspiel gegen Morsum und der Auswärtspartie in Rotenburg noch zwei ziemlich hohe Hürden auf die Mannschaft.

HC Bremen: Rathjen; M. Mähr, Semken, Webner, Hagedorn (1), Ahlers (1), Otto (2/2), Beckmann (2), Kriete (2), Klein (2), Lagemann (3/3), T. Mähr (5/3), Frank (5).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder