Damen: HC Bremen siegt glanzlos
Trainerin trotz 27:16-Erfolgs gegen Woltmershausen unzufrieden

Bremen. Ein Erfolg in einem Stadtderby ist immer etwas Besonderes – auch die Spielerinnen des HC Bremen freuten sich ausgelassen über den deutlichen 27:16 (12:5)-Heimsieg in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen gegen Kellerkind TS Woltmershausen. Einzig HC-Trainerin Andrea Wiegandt hatte ein paar Tropfen Wasser in den ansonsten lieblich schmeckenden Wein zu gießen: „Es kann nicht sein“, grantelte sie, „dass Woltmershausen in der ersten Hälfte eine Auszeit nimmt und wir in den darauf folgenden zehn Minuten kein Tor werfen.“ In den nun anstehenden Partien müssten die Spielerinnen ihre Torchancen „deutlich konsequenter nutzen“, mahnte Wiegandt.

Gleichzeitig fand sie aber auch lobende Worte für ihre Spielerinnen, die sich für das intensive Training zum Jahresende hin direkt mit zwei Punkten beschenken konnten: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“ versicherte die Trainerin, „dass jeder so gut mitzieht und die harte Arbeit langsam Früchte trägt.“ Beim 26:18 im Hinspiel hatten die HC-Frauen zunächst mit Startschwierigkeiten zu kämpfen – im Rückspiel sollte das nicht wieder passieren. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeberinnen hochkonzentriert und effektiv, beide HC-Torfrauen leiteten mit präzisen Zuspielen wiederholt schnelle Angriffe ein, die in aller Regel auch zum Torerfolg führten. Schnell lag der HC Bremen deutlich in Front, bei den arg ersatzgeschwächten Gästen lief dagegen so gut wie nichts zusammen.

Woltmershausen stellte eine sehr defensive Abwehr und das hieß für die Gastgeberinnen, „dass wir zusätzlich viel über den Rückraum kommen und uns frühzeitig mit neun Toren deutlich absetzen konnten“, resümierte Andrea Wiegandt. Das habe ihrer Mannschaft früh etwas Luft verschafft, „um spielerisch das ein oder andere auszuprobieren“, führte Wiegandt weiter aus. Während der HC Bremen dass Tempo über dir gesamten 60 Minuten stets hoch hielt, kam von den Gästen im Grunde nichts mehr, fast schon resignierend ergaben sie sich in ihr Schicksal. „Wir haben leider keine Chance gehabt gegen eine stark aufspielende Mannschaft vom HC“, zeigte sich TSW-Trainerin Michaela Feldmann tief enttäuscht, „ein Lichtblick waren die vier A-Jugendlichen, die sich gut integrieren konnten.“

Allerdings machten sich die Gastgeberinnen das Leben durch insgesamt sechs Zeitstrafen selber schwer, sehr zum Missfallen der ehrgeizigen HC-Trainerin. „Wir haben in diesen Situationen mit dem schnellen Torhüterwechsel reagiert und immer eine weitere Feldspielerin gebracht“, erklärte Wiegandt, „haben allerdings auch in diesen Phasen zu viele Torchancen liegengelassen.“ Für die kommenden Trainingseinheiten seien das „Dinge, an denen wir auf jeden Fall noch arbeiten müssen“, ­versicherte sie. Umsetzen sollten die HC-­Spielerinnen das im günstigsten Fall bereits im kommenden Auswärtsspiel beim TuS ­Rotenburg (Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr), wo mit dem derzeit Tabellenfünften eine deutlich schwierigere Aufgabe auf den Spitzenreiter wartet.

HC Bremen: Rathjen, Repty; Hagedorn (1), Webner (1), Giese (1), Kießling (1), Becker (2), Deters (2), Kriete (3), Tebje (4), Ahlers (4), Frank (4), Jarzembowski (4).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder