Hastedt gibt Sieg in letzter Minute aus der Hand
Oberliga-Handballer müssen bei der HSG Schwanewede nach 27:25-Führung noch den Ausgleich hinnehmen

Bremen. Eine knappe Minute fehlte den Oberliga-Handballern der SG HC Bremen/Hastedt, um aus einem zufriedenstellenden einen gelungenen Saisonauftakt zu machen. Mit 27:25 führte der Vizemeister der Vorsaison bereits bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, bevor sich die Gastgeber mit zwei Treffen in Folge und dem 27:27 (11:10) doch noch einen Punkt sicherten. Der Bremer Spielertrainer Marten Franke war dann auch hin- und hergerissen bei seiner Spielanalyse: „Das ist einerseits natürlich ärgerlich, andererseits bin ich insgesamt gesehen schon zufrieden mit unserem Auftritt. Letztlich waren es diesmal Nuancen, an denen wir arbeiten werden. In Schwanewede werden sicherlich noch einige Mannschaften Punkte lassen.“
Zumindest, wenn sich die Schwaneweder weiter so clever verkaufen wie gegen die Bremer. Die SG HC Bremen/Hastedt startete ohne Kai und Jan Wiezorrek zwar nervös, aber überlegen und überzeugte mit ihrer 5:1-Abwehr. Damit sollte der gefährliche Rückraum der Gastgeber unter Kontrolle gehalten werden, was zumindest in der ersten Hälfte gelang. Andererseits haperte es im SG-Angriff noch gewaltig. Zu nervös und mit zu vielen technischen Fehlern brachten sich die Gäste um den verdienten Lohn ihrer gut vorbereiteten Würfe. „Eigentlich hätten wir zur Pause mit drei, vier Toren führen müssen“, sagte der mit 9/2 Toren treffsicherste Bremer Marten Franke.
Während sich bei den Bremern nach der Pause der Angriff steigerte, bekam die Abwehr mehr und mehr Probleme, die starken Schwaneweder Rückraumschützen zu stoppen. Bedingt durch clevere und teils hart an der Grenze des Unerlaubten gesetzte Sperren der Schwaneweder Kreisläufer. „Da haben wir es in der Abwehr einfach nicht mehr geschafft, sauber rauszutreten. Da hätte ich mir von den Schiedsrichtern schon eine andere Auslegung gewünscht“, sagte Marten Franke, der seinem Torhüter Luca Prieß eine starke Leistung bescheinigte.
Denn letztlich waren es eben die beiden starken Rückraumschützen Blum und Feller, die den Bremern den Sieg noch aus den Händen nahmen. Nach dem 27:25 des starken Lasse Till, der sich bei seinen acht Toren keinen Fehlwurf leistete, verkürzte Blum zunächst auf 26:27. Doch selbst zu diesem Zeitpunkt – noch waren 50 Sekunden zu spielen – hätte auf der anderen Seite Ole Fietz für die Bremer endgültig alles klar machen können, doch er vergab nach sehr guter Vorbereitung auf halblinker Position. Anders dagegen die Gastgeber, die durch Lukas Feller doch noch zum 27:27 trafen.
Am kommenden Sonnabend hoffen die Hastedter im ersten Heimspiel auf ihren ersten Sieg, wenn sich um 19.30 Uhr die zum Auftakt gegen Neerstedt siegreiche HSG Barnstorf/Diepholz am Jakobsberg vorstellt.
SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Bassam; Dech, Felix Fietze (4), Emke, Gövert, Till (8), Franke (9/2), Schäfer (4), Winkelmann, Laube, Ole Fietze (1), Stelzner, Heller (1).

 

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