Hastedt verzweifelt an Stader Torfrau
Landesligist unterliegt 18:23

Bremen. Das größte Kompliment fiel Nikolai Wachowiak zwar etwas schwer, dennoch sprach er es voll ehrlich gemeintem Respekt aus: „Was Stades Torfrau heute gehalten hat, war schon überragend“, lobte der Trainer der Landesliga-Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt nach der 18:23 (9:10)-Niederlage seiner Mannschaft zum Saisonauftakt bei Mitfavorit VfL Stade II. Während die Bremer Defensive eine durchaus solide Vorstellung abgeliefert hatte, verzweifelten die Angreiferinnen ein ums andere Mal an Stades extrem gut aufgelegter Kristina Teske im Tor. „Wir haben bestimmt zehn, zwölf Würfe gehabt, bei denen sie einfach fantastisch reagiert und die sie super pariert hat“, so Wachowiak, „ohne sie hätten wir mindestens einen, wenn nicht sogar beide Punkte mit nach Hause genommen.“
Stades beste Torschützin Lara Klintworth (6) eröffnete den Torreigen, Hastedts beste Werferin, Sara Lagemann (6/6), zeigte zumindest von der Siebenmeterlinie Nervenstärke. Ansonsten trieb Stades Torfrau die gegnerischen Angreiferinnen zur Verzweiflung. „Wir haben im Grunde genommen das gesamte Spiel über von nahezu allen Positionen immer wieder freie Würfe gehabt“, resümierte Wachowiak“, aber sie war heute einfach nicht zu überwinden.“
Es sei „ein super Spiel“ seiner Mannschaft gewesen, konstatierte der Coach. Allerdings habe der Offensivabteilung im Gegensatz zur starken Hastedter Defensive in zahlreichen Situationen die Durchschlagskraft gefehlt. Regelmäßig habe den Gastgeberinnen ein Ballverlust der Gäste ausgereicht, um mit schnellen Tempogegenstößen selbst zum Erfolg zu kommen. Kraft habe in erster Linie die ständige Aufholjagd gekostet, so Wachowiak, in Durchgang eins egalisierte sein Team bis zur Pause beinahe noch einen Fünf-Tore-Rückstand. Hastedts Sara Lagemann sorgte nach Wiederbegin (natürlich per Siebenmeter) für Hoffnung auf einen Zähler, anschließend zogen die Favoritinnen allerdings Tor um Tor davon. Die stark ersatzgeschwächten Gäste ließen es jedoch nicht an Kampfgeist mangeln und schlossen immer wieder auf.
Für Wachowiak lag ein Aspekt beim Haftmittel (Backe), mit dem die Hastedterinnen in eigener Halle gewohnt sind, zu spielen – in fremder Halle dagegen sei es meistens nicht gestattet. „Heute sind wir aber schlicht an einer überragenden Torfrau gescheitert“, verdeutlichte er, „da hätte uns die Backe vermutlich nur etwas geholfen, weil viele Würfe eben etwas präziser zu kontrollieren gewesen wären.“ Der nun anstehenden Begegnung gegen den TSV Bremervörde (Sonntag, 16 Uhr) sieht Wachowiak mit einer gesunden Portion Optimismus entgegen: „Die müssen sich sehr warm anziehen“, versicherte er, „in eigener Halle sind wir für jeden Gegner unangenehm zu spielen.“
SG HC Bremen/Hastedt: Abeldt; Kelm, Hagedorn (2), T. Mähr (1), Ahlers (3), M. Mähr (1), Lagemann (6/6), Becker (3/3), Kießling (2), Brünjes.

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