Herren: HC Bremen fehlen Nuancen
Oberliga-Handballer unterliegen in Delmenhorst mit 35:36

Bremen. Viel fehlte nicht und die Oberliga-­Handballer des HC Bremen hätten auch das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage überstanden. Doch nach dem hauchdünnen 35:36 (16:19) beim Tabellendritten HSG Delmenhorst ist die kleine Siegesserie des Sechsten gerissen. Und das auch leistungsgerecht, wie HC-Spielertrainer Marten Franke einräumte: „Die HSG hat das ganze Spiel über geführt und lag auch verdient vorn.“

Dabei hatten die Bremer gute Chancen auf einen Punktgewinn. Eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene führten die Gastgeber 35:32, schwächten sich durch eine Zwei-Minuten-Strafe für Stefan Timmermann allerdings selbst. In Überzahl ließen zwei verwandelte Siebenmeter von Marten Franke den Abstand auf 34:35 zunächst zusammen schmelzen, doch Frederic „Fino“ Oetken sorgte für den 36. HSG-Treffer. Das Tor zum 35:36 des erneut starken Jan Wiezorrek kam somit zu spät.

„In Delmenhorst mit einem Tor Differenz zu verlieren, ist sicherlich keine Schande und 35 erzielte Treffer sind schon eine Hausnummer“, sagte Franke. Auf der anderen Seite wurmten ihn schon die 36 Gegentore, die „natürlich eindeutig zu viel waren“. Klar, dass die Abwehrleistung damit in den Fokus seiner kritischen Analyse rückte. „Ein Freitagsspiel hat besondere Vorzeichen, da passiert viel über Kampf und Einstellung und da haben wir es nicht hinbekommen, der HSG mit dem entsprechenden Kampfgeist zu begegnen“, sagte Franke. Gegen die offensiv starken Delmenhorster monierte Franke, dass sowohl den Torhütern als auch der Abwehr die letzte entscheidende Nuance an Aggressivität fehlten.

Beide Mannschaften gehören zu den offensivstärksten Teams der Liga, was nicht nur die Zuschauer erfreute, sondern auch das Spiel nahezu über die gesamte Dauer offen ließ. „Selbst in der Phase, in der die Delmenhorster auf 25:20 weggezogen waren, hatte ich nie das Gefühl, hier ist schon etwas entschieden“, so Marten Franke. In diesem Gefühl gaben die Bremer auch bis zuletzt alles. Die ständige Aufholjagd hatte allerdings auch viel Kraft gekostet. Hinzu kam, dass sich der HCB in der Schlussviertelstunde vier Zeitstrafen leistete, allein drei davon in den letzten zehn Minuten. „Vielleicht war das am Ende der Knackpunkt“, sagte Franke. Er attestierte seinem gesamten Team eine ganz starke Offensivleistung, hob aber erneut Linkshänder Jan Wiezorrek hervor, der wie bereits gegen Elsfleth neun Tore erzielte. „Hinten war das aber sicherlich nur eine solide Leistung. Letztlich fehlten uns nur Nuancen, die in der Summer aber entscheidend waren“, so Franke. Am 29. Februar (18 Uhr) reist sein Team (19:17 Punkte) zur HSG Schwanewede/Neuenkirchen (22:14), die auf dem vierten Tabellenplatz steht.

HC Bremen: Prieß, Timm, Berdar; Felix Fietze (3), Schröder (1), Laube, Helbig, Franke (10/5), Grieme (5), Koppe (6), Jöhnk (1), Heller, Ole Fietze, Jan Wiezorrek (9).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen verlegt!!!

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen ist abgesagt!!!

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder