Herren: HC Bremen fehlt das Feuer
Oberliga-Handballer unterliegen Beckdorf unerwartet 29:34

Bremen. Bei den Oberliga-Handballern des HC Bremen herrscht nach der unerwarteten 29:34 (17:15)-Heimniederlage gegen den SV Beckdorf Katerstimmung. „Das Ganze lässt sich ziemlich schnell zusammenfassen, wir waren einfach schlecht“, sagte HC-Spielertrainer Marten Franke. Noch schwerer könnte aber der Ausfall von Paul Schröder wiegen. Der verletzte sich in der 47. Minute ohne Fremdeinwirkung und musste mit dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss ausgewechselt werden. „Das war heute zum Großteil eine Kopfsache. Wir haben einfach nicht zu hundert Prozent gebrannt. Nie und nimmer dürfen wir in einem solchen Spiel 34 Gegentore kassieren. Aber der Gegner hat das clever gemacht. Respekt an Beckdorf“, erklärte Franke.

War es letztlich eine Spur von Überheblichkeit, die sich nach dem Blick auf die Tabelle bei den Bremern eingestellt hatte? Die Partie gegen einen der Lieblingsgegner des HC Bremen lief auf jeden Fall mit zunehmender Spieldauer ganz und gar nicht mehr wie erwartet. Das lag zweifelsfrei auch an zwei ganz besonderen Individualisten im Beckdorfer Team. Da war zum einen Karol Moscinski, der mit elf Treffern den Löwenanteil der Tore erzielte. Wesentlich mehr Anteil hatte jedoch der erstligaerfahrene Stefan Völkers, der seit April eigentlich als Co-Trainer fungiert und der aktuell im Abstiegskampf sein x-tes Comeback als Spieler feiert. „Völkers war ganz klar der Dreh- und Angelpunkt. Er ist sicherlich nicht mehr der Schnellste, aber trotzdem kaum zu stoppen, sagte Marten Franke.

Dennoch lief es im ersten Abschnitt noch einigermaßen, auch wenn es der HC Bremen verpasste, mit durchaus möglichen vier Toren Vorsprung in die Pause zu gehen. „Das war schon der erste Knackpunkt“, sagte Franke. Entscheidender war jedoch, wie es den Beckdorfern immer wieder gelang, das oftmals bereits angezeigte Zeitspiel zu umgehen und immer wieder im zweiten oder dritten Anlauf zu Toren kam. Das zog den Bremern letztlich den Nerv. Die Bremer Abwehr funktionierte an diesem Tag einfach nicht, aber auch im Angriff lief es nicht wie erhofft. Lediglich Max Laube als einziger Kreisläufer verdiente sich ein Sonderlob, traf fünfmal und holte nahezu sämtliche Siebenmeter heraus.

Genutzt hat es dem HC Bremen aber am Ende nichts. Nach einem spielfreien Wochenende können sich die Bremer am 14. Dezember bei der SG Achim/Baden rehabilitieren.

HC Bremen: Prieß, Timm; Schröder (5), Laube (5), Schupp (6), Helbig, Franke (6/4), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (3), Koppe (2), Ole Fietze, Jan Wiezorrek (2).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder