Leidenschaft siegt
SG HC Bremen/Hastedt bezwingt Beckdorf mit 29:26

Bremen. „Das wird eine ganz enge Kiste“, mutmaßte Marten Franke vor dem Auftritt beim SV Beckdorf. Und der Spielertrainer des Handball-Oberligisten SG HC Bremen/Hastedt sollte Recht behalten. Denn lange Zeit lieferten sich die bis dato punktgleichen Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, letztlich aber setzten sich die Bremer mit 29:26 (12:14) durch – vor allem Dank einer an diesem Abend herausragenden Leidenschaft. Die hatten die Hastedter bislang vor allem in den Spielen vor eigenem Publikum gezeigt. „Heute habe ich die Jungs noch einmal darauf eingeschworen, diese Moral auch auswärts zu zeigen, und es hat wunderbar geklappt“, sagte Franke, dessen Team mit diesem Sieg das Konto auf 9:9 Punkte ausglich.
Tatsächlich bot diese Partie kaum handballerische Leckerbissen, dafür aber vor allem Kampf. Hastedt begann mit einer eher selten praktizierten 3:2:1-Deckung, um die verhältnismäßig langsamen Beckdorfer mit dieser offensiven Variante zu Fehlern zu zwingen, was allerdings nur durchwachsenen Erfolg hatte. Im Eins-Gegen-Eins-Spiel lief es einfach nicht rund und Hastedt kassierte zu viele einfache Gegentore über den Kreis, sodass nach der Beckdorfer 10:9-Führung auf die dann stabilere 6:0-Verteidigung umgestellt wurde.
Das Spiel blieb trotz alledem ausgeglichen. Auch, weil die Bremer zwei, drei Chancen zu viel liegen ließen und weil vor allem der ansonsten starke Hastedter Rückraum diesmal nur wenig Akzente setzen konnte. Dennoch glichen die Gäste mit zwei starken Torhütern Farasha Bassam und Luca Prieß den 12:14-Rückstand zur Pause bis zum 18:18 (40.) wieder aus und wirkten in der Offensive jetzt effektiver als noch in den ­ersten 30 Minuten. Dabei sollte das immer besser werdende Spiel über den Kreis letztlich zum Knackpunkt der Partie werden.
Bis dahin war aber Rechtsaußen Jan Wiezorrek kaum zu bremsen. Ohne Fehlwurf und mit acht Toren avancierte der Linkshänder zum erfolgreichsten Torschützen der Bremer. Ganz wichtig war sein Kempa-Tor zum 22:20 in Unterzahl, als Hauke Ehmke seine dritte Zeitstrafe kassiert hatte (50.). Danach rückte Kreisläufer Felix Fietze immer mehr in den Blickpunkt. Mit drei Treffern in den letzten fünf Minuten sorgte er letztlich für die Entscheidung.
Am kommenden Wochenende ruht für die SG HC Bremen/Hastedt der Punktspielbetrieb, denn die Mannschaft kämpft in der dritten HVN-Pokalrunde gegen starke Riva­len. Am Sonntag, 19. November, trifft das Franke-Team beim niedersächsischen Oberligisten Lehrter SV ab 11 Uhr an. Weitere Gegner sind der Tabellenzweite der Oberliga Niedersachsen, MTV Vorsfelde und der Spitzenreiter der Landesliga Hannover, der TUS GW Himmelsthür. „Wir werden diese Spiele natürlich auch nutzen, um einige ­Dinge auszuprobieren. Aber wir werden auch angreifen, denn wir wollen ins Final Four“, sagte Marten Franke.
SG: Bassam, Prieß; Felix Fietze (6), ­Laube, Ehmke (1), Gövert, Till (3), Franke (7/2), Schäfer (1), Kai Wiezorrek, Heller, Ole ­Fietze (1), Jan Wiezorrek (8), Steghofer (2).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder