Mit starker Moral und dem Glück des Tüchtigen
Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt bezwingen abwehrstarke Neerstedter mit 26:24

Bremen. Es war mit Sicherheit eine der spielerisch schlechteren Partien, die die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt im jüngsten Punktspiel ablieferten. Es war andererseits aber auch eines der kämpferisch stärksten Leistungen, die ihnen am Ende doch noch den verdienten Lohn einbrachte. Mit 26:24 (12:15) setzte sich die Mannschaft von SG-Spielertrainer Marten Franke beim TV Neerstedt im letzten Hinrunden-Spiel durch und bleibt damit dem Spitzentrio gemeinsam mit dem punktgleichen TuS Rotenburg auf den Fersen. Im gesamten Spiel hatten die Bremer große Mühe, sich gegen die aggressive 6:0-Deckung der Neerstedter durchzusetzen. „Da wurden wir doch ziemlich hart angegangen, was in der ersten Hälfte aber kaum von den Schiedsrichtern bestraft wurde“, so Franke.

So setzte sich Neerstedt nach lange ausgeglichenem Spiel bis zum Ende der ersten 30 Minuten doch noch leicht ab. Ein stark aufgelegter Bassam Farasha im Tor der Bremer verhinderte unter anderem mit drei ­klasse Paraden gegen drei schnelle Gegenstöße, dass der Hastedter Rückstand noch größer ausfiel. „Damit hat er uns im Spiel gehal­ten“, lobte Marten Franke. Einen Wermutstropfen verzeichnete Franke aber mit dem Ausfall von Lasse Till. Der Rückraum­schütze zog sich bei einer Abwehraktion Mitte der ersten Halbzeit eine Fußverletzung zu. „Was genau, müssen wir nach einer Untersuchung am Montag abwarten“, so Franke.

Nach Wiederanpfiff fanden die Hastedter über den Kampf immer besser ins Spiel und bestimmten die zweiten 30 Minuten insgesamt mit ihrem 13:7-Lauf. Die Neerstedter Aktionen in der Deckung wurden jetzt verstärkt mit Zeitstrafen geahndet und das Überzahlspiel erleichterte den Bremern die Aufholjagd. Beim 23:22 durch Yannick Schäfer (52.) lag die SG erstmals nach dem 3:2 (6.) wieder in Führung.

Vorentscheidend war für Marten Franke die rote Karte (48. ohne Bericht) für den besten Neerstedter Eike Kolpack nachdem der Yannick Schäfer in den Wurfarm gegriffen hatte. Der war nach einer Schulterverletzung auch angeschlagen noch Dreh- und Angelpunkt des TVN. Seinen Ausfall nutzten die Bremer aus. „Am Ende war es sicherlich auch ein bisschen glücklich, aber durch unsere gute Moral auch verdient“, befand Franke. Am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr) erwartet Hastedt die HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum Derby am Jakobsberg.

SG HC Bremen/Hastedt: Farasha, Prieß; Felix Fietze, Laube (1), Ehmke, Gövert, Till, Franke (8/3), Schäfer (5), Kai Wiezorrek (2), Heller (3), Ole Fietze (3), Jan Wiezorrek (4).

Nächste Spieltermine

 

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen

14:30
A-Jugend

THW Kiel — HC Bremen