mJA: MIRO SCHLUROFF VERSTÄRKT WHV GEGEN VFL BAD SCHWARTAU

Nach seinem Spiel gegen den VfL Bad Schwartau durfte sich Miro Schluroff zurecht feiern lassen. 14 Mal hatte er den Ball aus dem Rückraum im Tor des Gegners versenkt und maßgeblich dazu beigetragen, dass seine Mannschaft als Sieger vom Platz gegangen ist. Sein Team, das ist der HC Bremen/Hastedt. Schluroff ist noch Jugendspieler. Er wirft seine Tore in der A-Jugend-Bundesliga und mit der Auswahl des Deutschen Handballbunds ist er amtierender U 18-Europameister – ab Freitagabend steht er auch für das Zweitliga-Team des Wilhelmshavener HV auf dem Feld. Ausgerechnet gegen den VfL Lübeck-Schartau, dessen A-Jugendteam er zuletzt beinahe im Alleingang niederrang. Schluroff ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet worden. Das Wohl und Wehe des WHV nun an dem Nachwuchsspieler aufzuhängen, geht seinem neuen Trainer Christian Köhrmann allerdings deutlich zu weit. „Da muss man den Ball flach halten“, sagt er, „wir wollen ihn jetzt schon integrieren. Er ist Perspektivspieler für eine Komplettverpflichtung für 2019/2020. Hier will er den nächsten Schritt machen.“

Der 18-jährige Neuzugang ist nicht nur mit einem harten und präzisen Wurf ausgestattet. Er zeichnet sich auch durch Sprungkraft und sein gutes Auge für die Mitspieler aus. „Für sein Alter und seine Größe ist das beachtlich“, sagt Köhrmann. Schluroff überschreitet die 1.90 Meter.

Auch wenn er erst in die Mannschaft integriert werden, das Spielsystem des WHV und seine neuen Mannschaftskollegen kennenlernen muss, ist Köhrmann von dem jungen Spieler überzeugt. „Handballerisch ist er schon gut unterwegs. Und auch sonst ist er ein bodenständiger Junge.“ Das sind Eigenschaften, die für Köhrmann wichtig sind. Immerhin kommt sein Team über die mannschaftliche Geschlossenheit. Individualisten sucht man bei den Jadestädtern vergeblich. Auch gegen den VfL Lübeck-Schwartau will der WHV am Freitagabend um 20 Uhr in der Nordfrost-Arena so punkten. Allerdings wird es sehr schwer werden. Das Team aus Schleswig-Holstein hatte sich zum Beginn der Saison bereits selbst zum Gejagten im Handball-Unterhaus erklärt. Aufstieg in die 1. Bundesliga bis 2020 ist das erklärte Vereinsziel – plus ein, zwei Jahre. Der Etat dafür ist darum Stück für Stück erhöht worden. In dieser Saison beläuft sich das Budget auf 1,2 Millionen Euro – fast doppelt soviel wie bei den Jadestädtern. Geld wirft tatsächlich irgendwann doch Tore. Das bekam am vergangenen Wochenende der aktuelle Tabellenerste HSC 2000 Coburg zu spüren als er in der Hansehalle 22:28 unterlag.

Nach der vermeidbaren Niederlage am vergangenen Wochenende in Großwallstadt will die Köhrmann-Sieben nun wieder zeigen, dass sie es besser kann.

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder