mJA: TV Oyten unterliegt Hastedt mit 26:27
Traurige Zauberlehrlinge

Oyten – Von Frank Von Staden. Gehofft, gekämpft, gehadert – verloren: Trotz einer kämpferisch und auch über weite Strecken spielerisch guten Vorstellung vor gut 500 Zuschauern musste sich die Bundesliga-A-Jugend des TV Oyten am Sonntag in einem wahren Handball-Krimi dem Nachbarn SG/HC Bremen-Hastedt hauchzart mit 26:27 (12:12) geschlagen geben und verpasste damit den im Vorfeld so herbeigesehnten Überraschungserfolg gegen den klaren Favoriten denkbar knapp.

Nach der Partie hatten die Oytener allerdings doch erheblichen Redebedarf mit den Unparteiischen Scheller/Walther aus Braunschweig. Denn diese bewerteten drei entscheidende Szenen in einer hektischen Schlussphase zu Ungunsten der Hausherren, verweigerten dem TVO nicht nur einen eigentlich klaren Siebenmeter nach einer rüden Attacke gegen Timo Blau am Kreis, sondern hätten da durchaus auch eine Zeitstrafe aussprechen können. „Die müssen sie einfach geben, dann läuft das Spiel in eine andere Richtung. In der Schlussphase der Begegnung gab es krasse Entscheidungen gegen uns – das ist superbitter. Das wird eine Mamutaufgabe, meine Jungs nach solch einem Ding wieder aufzurichten“, musste Oytens Coach Thomas Cordes kurz nach dem Abpfiff auch seinen Unmut erst einmal freien Lauf lassen. Denn seine Akteure hatten es lange sehr gut gegen die Bremer gemacht, sie mit einer zupackenden Deckung vor große Probleme gestellt und auch selbst immer wieder mit feinen Spielzügen und einem wurfgewaltigen Chris Ole Brandt im Angriff für Nadelstiche gesorgt. So konnte sich nie ein Team absetzen, wog das Spiel bis zum Schlusspfiff hin und her. Der im zweiten Abschnitt überragende Mohamed Sibahi glich dann per Gegenstoß 43 Sekunden vor dem Abpfiff zum hochverdienten 26:26 aus, doch dann verhängten die Unparteiischen noch einen Siebenmeter gegen die Oytener wegen Durchlaufen des Kreises, den der starke Bjarne Budelmann mit seinem elften Treffer eiskalt zu versenken wusste. Zu einem finalen Gegenstoß reichte dem TVO am Ende die Zeit nicht mehr.

Nachdem die Enttäuschung bei Cordes dann etwas verzogen war, begab er sich dann auf Fehlersuche bei seinen Lehrlingen, die gerade in den entscheidenden Phasen nicht den richtigen Zaubertrank brauen konnten, konstatierte: „Wir haben drei Siebenmeter vergeben, das darf uns auf solch einem Niveau nicht passieren. Zudem hatten wir ein paar unglückliche Aktionen.“ Doch echte Kritik wollten und konnte der Übungsleiter dann aber nicht üben: „Wir haben ja ganz viel richtig gemacht. Unsere Spielanlage war dieses Mal nicht verkehrt. Dennoch bleibt die Tatsache, dass diese Niederlage richtig weh tut!“

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