mJA: „Wir müssen sehr mutig sein“
Trainer Tim Schulenberg und Hastedts A-Jugend-Handballer fordern Meister Berlin

von Lars Lenssen

Weser Report:
Herr Schulenberg, am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Halle am Jakobsberg, Osterdeich 225) spielt Ihre Mannschaft in der Nachwuchs-Bundesliga gegen den amtierenden Deutschen A-Jugend-Meister Reinickendorfer Füchse Berlin. Wie gehen Sie dieses Spiel an?

Tim Schulenberg: Wir werden uns taktisch so gut wie möglich auf einen Gegner vorbereiten, der auch in diesem
Jahr wieder der Titelfavorit ist.

In der Tabelle sind Hastedt und Berlin momentan gar nicht weit voneinander entfernt, die Füchse sind Vierter,
Hastedt rangiert mit sechs Siegen und drei Niederlagen auf Rang fünf.

Das ist wahr. Wir haben als Aufsteiger einen guten Saisonstart hingelegt. Die Spiele, die wir gewinnen
mussten – nämlich gegen Gegner unserer Kragenweite – haben wir gewonnen.

Am vergangenen Wochenende gab es allerdings eine herbe Schlappe. Im Heimspiel gegen Magdeburg – Endstand 35:38 – war Ihre Mannschaft allerdings chancenlos. Nach 23 Minuten lag Hastedt schon vorentscheidend mit 6:20 zurück und sechs Minuten vor Schluss betrug der Rückstand immer noch neun Tore.

Nach dem Verlauf der ersten Halbzeit waren wir tatsächlich chancenlos. Aber die zweite Halbzeit war wesentlich besser, nachdem wir in der Pause die Charakterfrage gestellt haben. Wie sich meine Spieler dann präsentiert haben, spricht auf jeden Fall für die Mannschaft.

Aber was war in der Anfangsphase los?

Die ist ganz blöd gelaufen. Wir hatten direkt zu Beginn riesige Chancen und hätten uns auf 3:0 abzusetzen können. Weil wir die Chancen versemmeln, geraten wir stattdessen aber mit 0:4 und 2:8 in Rückstand. Ich kann es mir nur so erklären, dass der Respekt gegenüber Magdeburg zu groß war.

Es war die erste richtig schwache Leistung, nachdem sich Hastedt zuvor gegen andere Top-Teams sehr gut aus der Affäre ziehen konnte.

Das sehe ich auch so. Beim 28:32 in Flensburg und dem 26:31 in Kiel haben wir fast über das gesamte Spiel auf Augenhöhe agiert und gezeigt, dass wir sogar mit den Teams aus den Top-Vier der Liga mithalten können. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Teams wie Spitzenreiter Flensburg, der aktuelle Zweite THW Kiel, der amtierende Vizemeister Magdeburg oder Berlin noch eine Schippe besser sind als wir.

Aber wie bekommt man eine solche Niederlage, wie zuletzt gegen Magdeburg, jetzt vor dem nächsten ganz großen Brocken aus den Köpfen.

Darum mache ich mir eigentlich keine Gedanken. Wir alle freuen uns auf Berlin. Wir dürfen da aber natürlich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auftreten, sondern müssen mutig sein. Das ist dann sicher auch eine Einstellungsfrage.

Foto: Michael Bley / Atelier Avanti

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