mJB: Titelfeier endet im Pool
Die männliche B-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt gewinnt in Nürnberg Deutsche Meisterschaft

Hastedt. „Deutscher Meister, Deutscher Meister, hey, hey, hey!“ Die männliche B-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt war nach dem Titelgewinn bei der deutschen Beachhandball-Meisterschaft in Nürnberg völlig aus dem Häuschen. Passend zum Hintergrundlied „TNT“ von AC/DC entlud sich die Stimmung bei den „Nordlichtern U16“, unter deren Namen sie im Frankenland angetreten waren, explosionsartig. Die Bremer „Beachboys“ umarmten sich, rannten schnurstracks auf einen bereitstehenden Pool zu und warfen sich dort hemmungslos hinein, tauchten darin unter und tanzten ausgelassen weiter.
„Das ist der erste deutsche Beachhandballtitel für die SG HC Bremen/Hastedt“, strahlte der SG-Trainer Jörn Franke hochzufrieden. Dabei standen ihm die Schweißperlen nur so auf der Stirn. Nicht aufgrund der Spannung im finalen Spiel, denn das hatte seine Mannschaft gegen die TSG Münster mit 20:14 und 18:10 deutlich dominiert. Es war die Gluthitze auf dem Court, die allen Teilnehmern mit über 30 Grad kräftig zu schaffen machte. „Da hat es sich für uns als Vorteil erwiesen, dass wir mit unserem kompletten 14-köpfigen Kader angereist sind“, meinte der Coach. Lediglich die beiden Verletzten Ben Garrels und Lukas Dibowski hatten die Reise nicht mit antreten können.
Es war aber auch der Lohn für die akribische Arbeit, die das Team und der Trainerstab im Vorfeld geleistet hatten. „Die Mannschaft hatte bei der Vorbereitung selbst bei strömendem Regen trainiert, so dass wir sie schon fast zur Pause zwingen mussten“, sagte Jörn Franke. Auch die Tatsache, dass Heike und Frank Esser ihnen auf ihrem Grundstück am Mahndorfer See einen Beachhandballplatz gebaut hatten, auf dem das Team trainieren durfte, kam den Youngstern sehr entgegen. „Dafür sind wir äußerst dankbar“, betonte der SG-Coach.
Kari Klebinger ausgezeichnet
Zu guter Letzt profitierte die SG HC Bremen/Hastedt von der Erfahrung aus dem Vorjahr, in dem sie Siebte geworden war. Diesmal quartierte sie sich nämlich nicht von Freitag bis Sonntag in der optisch äußerst ansprechenden Jugendherberge auf der Burg ein, sondern wählte eine klimatisierte Unterkunft in der Stadt. Dadurch mussten die Spieler nicht wie in der Jugendherberge kräftig schwitzen; sie konnten sich abends runterkühlen, im Swimmingpool noch einmal richtig entspannen und vor allem absolut ruhig schlafen.
„Außerdem waren alle Spieler richtig fokussiert“, lobte Jörn Franke das komplette Team. Das war im großen Bus zusammen mit den Spielerinnen des TuS Komet Arsten und des TV Lilienthal acht Stunden in den Norden Bayerns gefahren, in dem alle drei Vereine an der DM teilnahmen. 200 Euro mussten dafür pro Person berappt werden, weshalb Jörn Franke seine Spieler abends zum Italiener einlud und ihnen mehrere 50 Zentimeter große Pizzen spendierte, fast halb so groß wie ein Wagenrad.
Sportlich stiegen die Bremer mit einem 2:0-Sieg gegen die Landesauswahl Bayerns ins Turnier ein, danach musste sich das Team um die drei Shooter Malte Till, Ragnar Diering und Fynn Schluroff der Auswahl Baden-Württembergs hauchdünn mit 4:5 im Shoot-out geschlagen geben. Bei den 2:0-Siegen über Spandau Berlin und Nürnberg überzeugten wiederum Marko Berdar, Max Hülsmann, Sören Fuhrmann sowie die Torwarte Jasper Plazinski und Nikias Scharnke, sodass die SG HC Bremen/Hastedt nach der Niederlage von Württemberg gegen Owschlag/Kropp/Tetenhusen sich immer noch aussichtsreich im Meisterschaftsrennen befand.
Bis tief in die Nacht tüftelte vor allem der zweite SG-Trainer, Marten Franke, die Taktik für den folgenden Tag aus, der mit seinen Hastedter Oberliga-Männern ein Trainingslager am Jakobsberg absolvierte. Er analysierte die Gegner per Video und schnitt seinen Spielern maßgerecht die Taktik per Einzelanweisungen auf den Leib. Dadurch wurde das Match gegen die starken Schleswig-Holsteiner, trainiert vom früheren Oslebshauser Andreas Eckner, mit einer überragenden Abwehrarbeit 2:0 gewonnen. Das entscheidende Duell gegen die bis dahin ungeschlagene TSG Münster entschieden die „Nordlichter U16“ schließlich ebenfalls souverän mit 2:0 für sich, wobei Felix Laube, John Westermeier und Philipp Holst in der Abwehr über sich hinauswuchsen. Im Angriff setzten die SG-Shooter wiederum ihre Außenspieler Kari Klebinger und Philipp Holst sowie ihren bärenstarken Kreisläufer Matthew Wollin klasse in Szene.
Dass am Ende auch noch der Rechtsaußen Kari Klebinger vom Bundestrainer Konrad Bansa als MVP, zum wertvollsten Spieler des Turniers, ausgezeichnet wurde, setzte dem Erfolg der Bremer vollends die Krone auf.

Nächste Spieltermine

 

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen

14:30
A-Jugend

THW Kiel — HC Bremen