Typischer Spielverlauf im Tabellenkeller
Hastedter Handballerinnen beim 22:32 in Bremerhaven mit Abschlusspech - 24:26 gegen Morsum

Bremen. Nach der Schlusssirene blieb den Landesliga-Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt nur das Lob der Gegnerinnen, um die schmerzhafte 22:32 (13:13)-Niederlage bei der HG Bremerhaven einigermaßen zu verdauen. „Es war eben so ein typisches Spiel, wenn man unten drin steht“, bilanzierte ein maßlos enttäuschter SG-Coach Nikolai Wachowiak nach der Rückkehr aus der Seestadt, „erst treffen wir das Tor nicht und dann kommen Entscheidungen der Referees hinzu, die uns einfach immer wieder dann zurückgeworfen haben, wenn wir gerade einmal drauf und dran gewesen sind, die Gegnerinnen so richtig zu ärgern.“

Den Start in die erste Halbzeit bezeichnete der Coach als „bombig, weil wir sofort drin waren und die Gegnerinnen mit aggressiver Verteidigung kaum zum Zuge haben kommen lassen“. Nachdem sich die Gastgeberinnen besser auf die Abwehrarbeit der Gäste eingestellt hatten, zogen sie bis zur 20. Minute auf vier Tore davon, ehe die Hastedterinnen schließlich zu einer furiosen Aufholjagd ansetzten. Bis zur Pause kämpften sie sich wieder heran, hatten das Ergebnis schließlich egalisiert und gingen voller Optimismus in Durchgang zwei. Dort erzielte Bremerhaven zunächst in Unterzahl die neuerliche Führung – und dieses Tor läutete eine „Halbzeit des Schreckens“ für die Gäste ein. Mehrfach scheiterten die Spielerinnen am eigenen Unvermögen, „weil wir zu überhastet abgeschlossen haben“, wie der Coach bemängelte, „und weil Bremerhavens Torfrau häufig überragend gehalten hat“. Hinzu gesellten sich auf Bremer Seite mehrfach technische Fehler im Spiel nach vorn, aus denen die Gastgeberinnen immer wieder mit schnellen Tempogenstößen und einfachen Toren Profit schlagen konnten. „Diese Niederlage war unnötig“, so Wachowiak, „weil wir uns im Training eigentlich ziemlich gut auf die sehr offensive Verteidigung von Bremerhaven eingestellt hatten.“

Allerdings agierten seine Spielerinnen nach Einschätzung ihres Coaches mehrfach zu wenig flexibel, um daraus Nutzen zu schlagen. „Bis zur 40. Minute waren wir noch auf Augenhöhe mit Bremerhaven“, konstatierte Wachowiak, „dann kamen auch noch mehrere Entscheidungen der Schiedsrichter dazu, die uns extrem benachteiligten.“ Häufig hätten die Unparteiischen seiner Ansicht nach „mit zweierlei Maß gepfiffen“, so der Bremer Trainer, „da kam bei uns verständlicherweise sehr viel Frust auf“. Und eben dieser Faktor habe dazu beigetragen, dass Hastedt letztlich völlig den Faden verlor und Bremerhaven sich immer weiter absetzen konnte.
Zwischen der 40. (17:17) und der 55. Spielminute entschied Bremerhaven die bis dahin relativ ausgeglichene Begegnung mit einem furiosen 15:5-Lauf für sich, von Hastedt war nicht mehr viel zu sehen. Den Gästen blieb nach Spielende nur noch die Hoffnung, „aus den letzten drei Spielen bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen, um uns ein kleines Polster im Abstiegskampf zu verschaffen“, erklärte Nikolai Wachowiak. Doch sein Team unterlag im Nachholspiel gegen den TSV Morsum mit 24:26 (14:17) – wodurch Hastedt abgeschlagen am Tabellenende verharrt.

SG HC Bremen/Hastedt: Loeffler; Abeldt, Brünjes, T. Mähr (3), Kelm, Hagedorn (1), Ahlers (4), Frank (2), Lagemann (3/1), L. Becker (2/1), Burmeister (3), Kießling (3), A. Becker (1).

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen