1. Damen: Aufsteiger hofft auf den Klassenerhalt

Bremen. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams sind die Handballerinnen des HC Bremen erst spät in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Landesliga Nord eingestiegen. „Mir war es wichtig, die Vorbereitungsphase so kompakt wie möglich zu gestalten“, erklärt HC-Trainerin Andrea Wiegandt, „um die Spannung möglichst hoch zu halten“. So fiel erst Anfang September der offizielle Startschuss. Mit vier bis fünf Einheiten pro Woche arbeitete der HC zunächst im Bereich Kraft und Ausdauer sowie an der Festigung der 3-2-1-Abwehrformation. Im Angriff versuchte die Trainerin, neue Akzente zu setzen.

In den folgenden sechs Testspielen hatte Wiegandt anschließend reichlich Gelegenheit, Einiges ausprobieren. Der HC kassierte lediglich gegen die Oberliga-Reserve aus Oyten mit dem 26:32 eine Niederlage. „Ich bin zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen“, bilanziert Wiegandt, „sehe aber auch noch viele Dinge, an denen ich arbeiten möchte.“

Aus der vergangenen Saison hat Andrea Wiegandt mitgenommen, „dass wir gelernt haben, sehr konzentriert an unseren Stärken und Schwächen zu arbeiten“. Auf diesem Weg wolle sie auch bleiben, betont die Trainerin und verweist auf den intakten Teamgeist. „Eine unserer größten Stärken ist unser Mannschaftsgefüge. Wir konnten in vielen Spielen über unser Kollektiv überzeugen, und deshalb haben wir den Fokus vor allem im August auf Teambuilding gesetzt.“

In zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen wollte Wiegandt erreichen, dass die Mannschaft noch enger zusammenrückt. Im Trainerteam freut sich Andrea Wiegandt zudem über die Unterstützung von Mark Franke. „Er wird seine jahrelange Trainererfahrung einbringen“, sagt die Trainerin, „und er wird in dem einen oder anderen Moment einfach einen kühleren Kopf bewahren als ich es manchmal tue.“

Schließlich wünscht sich Andrea Wiegandt, dass ihre derzeitigen drei Ausfälle der Mannschaft möglichst bald wieder zur Verfügung stehen. Die HC-Trainerin hofft zwar auf eine gute Saison, ist angesichts steigender Corona-Fallzahlen andererseits aber auch ziemlich skeptisch. „So wie sich die Situation aktuell darstellt, wird es für jede Mannschaft bestimmt nicht die Saison werden, wie wir es bisher kannten“, sagt Wiegandt. „Aufgrund unserer spielerischen Möglichkeiten bin ich aber optimistisch, dass wir als Aufsteiger unser Ziel, uns in der Landesliga zu etablieren und uns möglichst frühzeitig vor dem Abstieg zu sichern, auch erreichen können.“

Ansonsten werde es in der Landesliga taktisch keine Veränderungen geben. „Wir arbeiten von Spiel zu Spiel“, sagt sie, „und ich werde niemals die Trainerin sein, die Prognosen über die Tabellenkonstellation anstellt.“ Wiegandt baut auf die Bereitschaft der Mannschaft, ständig an sich zu arbeiten. Auch bei der Frage nach möglichen Aufstiegskandidaten bleibt Wiegandt ihrer Linie treu und möchte keine Prognosen abgeben.

Sollten der Bremer Handball-Verband (BHV) und der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) an ihren gemeinsamen Plänen festhalten, beginnen die Landesligen und die Landesklassen mit dem Punktspielbetrieb am 24. und 25. Oktober. Die Frauen des HC Bremen bekommen es am Sonnabend um 17.15 Uhr zunächst in einem Auswärtsspiel mit dem Elsflether TB zu tun. Möglicherweise haben BHV und HVN am Mittwoch jedoch Veränderungen im Spielbetrieb beschlossen. Gespräche darüber endeten jedoch erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe.

Nächste Spieltermine

 

15:00
B-Jugend 2

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:30
1. Damen

HC Bremen — TSV Bremervoerde

19:30
1. Herren

SV Beckdorf — HC Bremen

12:30
wD-Jugend

SV Werder Bremen — HC Bremen

9:00
E2_jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen