1. Damen: Hastedt korrigiert das Saisonziel
Handballerinnen unterliegen 20:27

Bremen. Im Augenblick steckt bei den Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt der Wurm drin. Statt wie vorgesehen, als Absteiger den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga ins Visier zu nehmen, muss das Team von Trainerin Andrea Wiegandt angesichts der jüngsten Negativserie sogar nun sogar um den Klassenerhalt in der Handball-Landesklasse (Krage) fürchten. Lediglich drei Punkte trennen Hastedt vom ersten Abstiegsplatz und angesichts des schwierigen Restprogramms bis zur Winterpause mit Partien gegen die Spitzenteams aus Morsum und Rotenburg sowie gegen die stark abstiegsgefährdete HSG Cluvenhagen/Langwedel droht dem Team eine böse Weihnachtsüberraschung. „Im Augenblick haben wir in der Defensive einfach eine zu hohe Fehlerquote“, resümierte Andrea Wiegandt nach der 20:27 (11:9)-
Schlappe im Lokalderby beim TS Woltmershausen, „und treffen vorne das Tor nicht.“

Weil sie glaubt, der Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen, sei schlicht zu groß für die zum Teil noch sehr jungen und unerfahrenen Spielerinnen, hat sich die ebenso noch junge Trainer-Novizin vorgenommen, das zum Saisonstart ausgerufene Ziel zu korrigieren: „Ich denke, ein einstelliger Tabellenplatz ist im Augenblick realistischer als auf den sofortigen Wiederaufstieg zu beharren“, konstatierte Wiegandt, „damit nehme ich den Mädels hoffentlich etwas Last von ihren Schultern.“ Gleichzeitig wolle sie für einen weiteren wichtigen Baustein sorgen: „Wir müssen den Spaß am Handball zurückholen“, so Wiegandt, „nur damit können die Spielerinnen auch ihr eigentlich großes Potenzial auch voll ausschöpfen.“

Beim TS Woltmershausen dagegen hat Trainerin Michaela Feldmann derzeit wenig Grund zu Klagen. Ihr Team liegt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz und beeindruckte im Derby durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. In der ersten Phase entwickelte sich zunächst ein sehr ausgeglichenes Spiel, dennoch gingen die Gastgeberinnen mit zwei Toren Rückstand in die Halbzeit. „In der 37. Minute sind wir das erste Mal in Führung gegangen“, resümierte Feldmann, „doch dann schaffte Hastedt wieder den Ausgleich.“ In der 42. Minute wendete sich schließlich das Blatt, eine gute Abwehrleistung seitens des TSW sowie eine starke Miriam Diers zwischen den Pfosten brachten Woltmershausen über 16:16 zu einer 24:17-Führung (54.), die der TSW letztlich nicht mehr verspielte.

„Wir haben die Torhüterin vom Woltmershausen warm geschossen“, sagte Andrea Wiegandt. Aus ihrer Sicht spiele die Einstellung eine ebenso große Rolle, wie der Teamgeist. „Im Augenblick sind wir alle frustriert und können mangels Beteiligung im Training keine Automatismen einstudieren, die uns weiter helfen könnten.“ Allerdings müssten die Neuzugänge zunächst besser integriert werden und dem Hastedter Trainertandem Wiegandt/Brünjes bleibt nicht mehr viel Zeit. „Wir werden in Ruhe mit den Mädels weiter arbeiten“, so Wiegandt, „dass sie Handball spielen können, wissen wir alle, jetzt müssen sie es nur noch auf die Platte bringen.“

SG HC Bremen/Hastedt: Rathjen, Repty; T. Mähr (4/1), Ahlers (1), M. Mähr (1), Frank (2), Lagemann (4/1), Becker (2/2), Kriete (1), Otto (2), Semken (1), Beckmann (2).

Nächste Spieltermine

 

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf