1. Damen: Hastedter Kampfgeist allein reicht nicht
Die Landesliga-Handballerinnen unterliegen dem TuS Komet Arsten im Derby mit 26:32

Bremen. Durch einen letztlich verdienten 32:26 (16:12)-Auswärtssieg beim stark abstiegsgefährdeten Lokalrivalen SG HC Bremen/Hastedt dürfen die Landesliga-Handballerinnen des Tus Komet Arsten weiter vom Aufstieg in die Oberliga hoffen. „Durch die zeitgleiche Niederlage des VfL Horneburg gibt es weiterhin Hoffnung auf Platz zwei“, verdeutlichte TuS-Coach Torsten Uhlenberg nach der Begegnung – wodurch den Arsterinnen noch immer die Möglichkeit offen stünde, zumindest über die Relegation doch noch den Sprung in die Handball-Oberliga zu schaffen.
In den ersten 30 Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel zweier Teams „auf gutem Landesliga-Niveau“, wie Uhlenberg erklärte. Erst beim Stand von 12:12 (28. Spielminute) legte Arsten mit einem engagierten Zwischenspurt und vier Treffern in Folge in dieser Phase bereits den Grundstein für den letztlich verdienten späteren Erfolg.
Nicht nur in dieser, auch in weiteren entscheidenden Phasen der Begegnung zweier freundschaftlich-rivalisierender Nachbarn übernahm Arsten Spielführerin Christin Meyer (8 Tore) Verantwortung. „An ihrer alten Wirkungsstätte hat Chrissie einen echten Sahnetag erwischt“, hob Uhlenberg hervor, „von zehn Versuchen traf sie acht Mal ins Schwarze, das war schon klasse.“
Bei den Gastgeberinnen tat sich neben Top-Angreiferin Melina Frank (9) noch Sara Lagemann (5/4) als nervenstarke Siebenmeter-Schützin hervor, ein Sonderlob sprach Arstens Coach Uhlenberg auch Hastedts Torfrau Laura Löffler aus, die sich mehrfach glänzend in Szene setzen und ihre Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahren konnte. „Wir sind zwar ganz gut gestartet“, erklärte Hastedts Trainer Nikolai Wachowiak, „haben dann stark nachgelassen und gegen Ende der ersten Halbzeit einfach zu oft den Ball verloren.“ Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gastgeberinnen recht ordentlich, „jedoch konnten wir nie den Anschluss so herstellen, um noch ein Unentschieden zu erzwingen“, analysierte Wachowiak, „wir haben am Ende schnell Tore erzielen wollen, aber es sollte nicht sein, deshalb hat Arsten auch verdient gewonnen.“
Nachdem sich Hastedt vom fulminanten Zwischenspurt der Gäste erholt hatte, zogen die Gäste die Zügel fester und das Tempo wieder an. Hastedt hielt zwar mit großem Kampfgeist dagegen und ließ den Abstand nur selten größer als zwei Tore werden, allerdings bestand aus Sicht der Gäste zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren – im Gegenteil: Arsten sicherte sich mit einem erneuten Zwischenspurt binnen 20 Minuten den Sieg, wobei sich die ebenfalls hervorragend aufgelegte Mirja Kahle (4) alle ihre Treffer offensichtlich für die entscheidende Phase eines hochklassigen Lokalderbys aufgehoben hatte. Während sich Hatedt weiterhin in akuter Abstiegsgefahr befindet, dürfen sich die „Kometinnen“ noch geringe Hoffnungen machen, zumindest über die Relegation in die Oberliga aufzusteigen.

SG HC Bremen/Hastedt:Loeffler, Abeldt; Mähr, Kelm (1), Hagedorn (1), Ahlers, Frank (9), Lagemann (5/4), L. Becker (6/1), Burmeister (2), A. Becker, Webner, Brünjes (2)

TuS Komet Arsten: Malin Kahle; Jarzembowski (5/2), Segieth (2), N. Meinke (4/1), Frank, B. Schultz, Dieckmann (5), Groen, C. Meyer (8), F. Schultz (4), M. Meinke, J. Meyer, Mirja Kahle (4), Kasch

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder