1. Damen: Kellerkind statt Aufstiegsaspirant
Hastedt verliert in Rotenburg 24:27

Bremen. Wären da nicht die Teams der HSG Cluvenhagen/Langwedel und der TuSG Ritterhude, die sich nach derzeitigem Stand der Dinge mit dem Abstieg aus der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen abfinden müssen, könnten Pessimisten auch die SG HC Bremen/Hastedt zum Kreise der akut abstiegsgefährdeten Mannschaften dazu zählen – obwohl sich das Team um Trainerin Andrea Wiegandt vor Saisonbeginn den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga zum erklärten Ziel gesetzt hatte. Doch der Verlauf der Hinrunde zeugte neben fehlender Einstellung einzelner Spielerinnen auch von mangelnder Qualität im Kader, sodass die Mannschaft nach der neuerlichen 24:27 (14:15)-Auswärtsniederlage beim TuS Rotenburg den Blick eher nach unten den in Richtung Tabellenspitze richten sollte.

Wenngleich die Gäste um Top-Torschützin Melina Frank (sechs Tore) eher schleppend ins Spiel kamen, konnte Bremen das Spiel innerhalb der ersten 30 Minuten dennoch ausgeglichen gestalten. Allerdings deuteten gleich zwei verworfene Siebenmeter kurz nacheinander bereits in der Anfangsphase darauf hin, dass es um das Nervenkostüm der SG nicht sonderlich gut bestellt sein dürfte.

Die Gastgeberinnen um ihre beste Angreiferin Patricia Tiedemann (fünf Tore/drei Siebenmeter) konnten nach einer Zeitstrafe gegen Hastedts Theresa Mähr zunächst zum 4:4 ausgleichen (10.) und ließen sich die folgende Führung bis kurz vor der Pause nicht mehr aus der Hand nehmen. Rebekka Otto glich für Hastedt zwar noch einmal aus (12:12/25.) und traf nur wenig später sogar noch ein letztes Mal zur Gäste-Führung (13:12 /26.), doch bis zur Pause egalisierten die Wümme-Frauen nicht nur, sondern gingen auch noch mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen. „Dieses Spiel zusammen zu fassen, ist nicht einfach“, zeigte sich Andrea Wiegandt zutiefst enttäuscht, „eigentlich sollte es, besonders aufgrund der zweiten Halbzeit am besten unerwähnt bleiben.“ Zu viel Hektik im Angriff, kein Zugriff in der Abwehr – am Ende stand eine verdiente Niederlage. „Wir werden die spielfreien Wochen nutzen, um mit neuer Energie in die Rückrunde zu starten“, zeigte sich Andrea Wiegandt kämpferisch.

SG HC Bremen/Hastedt: Repty, Rathjen; T. Mähr (1), Hagedorn (4), Ahlers (3), M. Mähr (1), Frank (6), Lagemann (1), Kriete (1), Otto (6), Webner, Semken (1).

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen