1. Damen: Langsam rückt das Saisonziel in weite Ferne
Krage-Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt verlieren beim TSV Intschede mit 36:39

Bremen. Vor Beginn der Saison in der Handball-Landesklasse (Krage) der Frauen waren die Spielerinnen der SG HC Bremen/Hastedt als selbst ernannter Meisterschaftsanwärter und Aufstiegsfavorit ins Rennen gegangen. Auch vor dem Auswärtsspiel beim TSV Intschede nahm das Team von Trainerin Andrea Wiegandt die Rolle des Favoriten ein – und sieht sich nicht nur nach der bitteren 36:39 (24:20)-Niederlage auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

„ Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Fehler sofort bestraft wurden“, zeigte sich Hastedts Co-Trainerin Janina Brünjes zutiefst enttäuscht, „positiv war eigentlich nur, dass wieder einmal alle Feldspielerinnen getroffen haben und sich unser Neuzugang Kristin Klein direkt gut eingefügt hat.“

Ersatzgeschwächt ging das Team um seine beste Werferin Rebekka Otto (acht Tore/drei Siebenmeter) beim derzeit Drittplatzierten ins Spiel, zudem wog die Bürde des vermeintlichen Favoriten offensichtlich gleichermaßen schwer. Bereits nach noch nicht einmal einer Minute erzielte TSV-Rechtsaußen Romina-Michele Dahlendorf mit dem ersten ihrer acht von insgesamt neun (!) verwandelten Siebenmetern zur Führung ins Tor der Gäste, die gesamten 60 Minuten über bekamen die Bremerinnen die stärkste Angreiferin der Gastgeberinnen (18/8) nicht in den Griff. „Unsere Abwehr war ungewohnt löchrig“, haderte Brünjes, „wir haben viel zu selten im Verbund gearbeitet und vorne unsere Chancen nur ungenügend genutzt.“ Teilweise kamen die vehement anstürmenden TSV-Spielerinnen aus kürzester Distanz zu freien Würfen und ließen den beiden, „an diesem Tag durchschnittlichen Torhüterinnen“ (Brünjes) keinerlei Abwehrchance.

Bereits in den ersten 30 Minuten setzten sich die Gastgeberinnen auf teilweise bis zu sechs Toren ab (19:13/29. Spielminute), Nina Semken (5) konnte vor der Pausensirene lediglich für etwas Ergebnis-Kosmetik sorgen. Der zweite Durchgang begann nach einer überaus eindringlichen „Brand-Rede“ der Co-Trainerin mit einer wie ausgewechselt wirkenden Gäste-Mannschaft, die sich mit Kampfgeist und einer nun starken Gemeinschaft deutlich besser präsentierte. „Wir kamen sogar auf einen Treffer heran“, sagte Janina Brünjes, „vergeben leider die Chance zum Ausgleich, bekommen im direkten Gegenstoß ein weiteres Gegentor, kassieren kurz darauf gleich zwei unnötige Zwei-Minuten-Strafen und verlieren aus meiner Sicht ein Spiel, das wir nie hätten verlieren dürfen.“

HC Bremen: Rathjen, Repty; Kriete (1), Hagedorn (2), Beckmann (2), Lagemann (3/2), Klein (3), Semken (5), Ahlers (6), T. Mähr (6/3), Otto (8/3).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder