1. Herren: Hastedt dominiert das Lokalderby in der Handball-Oberliga
Mit 31:22 entschied die SG HC Bremen/Hastedt das Derby in der Oberliga gegen den ATSV Habenhausen II für sich. Mit neun Toren avancierte dabei Hastedts Lasse Till (beim Wurf) zum erfolgreichsten Schützen der Partie

Bremen. Mit den ersten knapp 40 Minuten der Begegnung in der Handball-Oberliga der Männer zwischen der SG HC Bremen/Hastedt und dem ATSV Habenhausen II war HC-Spielertrainer Marten Franke nicht einverstanden. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, monierte er nach dem deutlichen 31:22 (13:10)-Heimsieg seiner Mannschaft, „weil wir aus unserer stabilen Abwehr heraus zwar immer wieder zu schnellen Tempogegenstößen gekommen sind, aber viele leichte Bälle schon etwas fahrlässig weggeworfen haben.“ Erst als Hastedts Abwehrchef Yannick Schäfer zum 17:14 für sein Team traf (40.), gelang es den Gastgebern, sich deutlich abzusetzen – und das bis zu diesem Zeitpunkt noch überraschend ausgeglichene Lokalderby letztlich auch in dieser Höhe verdient für sich zu entscheiden.

Franke höchstpersönlich eröffnete den Torreigen mit zwei Treffern in der Anfangsphase, bei den spielfreudigen Gastgebern brillierte allerdings in erster Linie HC-Top-Torschütze Lasse Till (neun Tore), der mit zunehmender Spieldauer den an diesem Tag etwas indisponierten Linksaußen Tim Steghofer vergessen machte. Erstmals seit längerer Zeit spielte Hastedt wieder mit einer 5:1-Deckung, um den brandgefährlichen ATSV-Angreifer Marco Wilhelms (4) aus dem Spiel zu nehmen. „Das haben wir sehr gut gemacht“, lobte Franke, der besonders Yannick Schäfer ein gutes Zeugnis ausstellte. „Er hat unsere Defensive enorm sicher zusammengehalten und hinten dafür gesorgt, dass wir uns vorne auch einmal einen Fehlwurf leisten konnten, ohne direkt in einen Konter zu laufen.“ Allerdings stieß Franke in erster Linie gerade die mangelhafte Chancenverwertung sauer auf: „Wir haben uns sehr oft schön freigespielt“, resümierte er, „aber vor dem Tor fehlte uns vor allen Dingen in den ersten 40 Minuten die entscheidende Effektivität.“

Auf der Gegenseite haderte ATSV-Coach Julian Kühn ebenfalls mit der Torquote seiner Mannschaft. „Wir waren auf die 5:1-Deckung eingestellt“, erläuterte Kühn, „haben allerdings nur selten die richtige Lösung gefunden.“ Habenhausen spielte mit derselben Abwehrformation, um HC-Spielgestalter Marten Franke auszuschalten. „Auch das haben wir zunächst ganz ordentlich hinbekommen“, so Kühn, „aber mit der Zeit schlichen sich wiederholt vermeidbare Fehler ein, sodass unser wirklich bärenstarker Torhüter von uns immer wieder mehr oder weniger allein gelassen wurde.“ Besonders HC-Kreisläufer Felix Fietze (5) bereitete der ATSV-Defensive enorme Schwierigkeiten, auch Bruder Ole (6/1) zeigte sich torhungrig. „Unser Hauptproblem war allerdings der drucklose Angriff“, bilanzierte Kühn enttäuscht, „heute wäre deutlich mehr für uns drin gewesen.“ Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen sei Kühn der Sieg der Gastgeber allerdings „ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen, weil das deutliche Ergebnis den doch etwas engeren Spielverlauf eigentlich nicht wirklich widerspiegelt“.

SG HC Bremen/Hastedt: Farasha; Ehmke, Osmer, Prieß, Steghofer, F. Fietze (5), Gövert (1), Till (9), Franke (5/1), Schäfer (3), O. Fietze (6/1), Wiezorrek (2).

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