1. Herren: Starke Defensive reicht nicht
Hastedt 16:20 in Fredenbeck

Bremen. Die Abwehr ist bei den Oberliga-Handballern der SG HC Bremen/Hastedt zweifelsfrei das Glanzstück. Das unterstrich die Mannschaft des verletzten Spielertrainers Marten Franke auch beim Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck. Gerade einmal 20 Gegentore ließen die Bremer vor der herausragenden Kulisse von rund 1000 Zuschauern zu. Zu einem Sieg reichte die starke Leistung in der Defensive dennoch nicht, denn im Angriff ließen die Hastedter doch einiges zu wünschen übrig. Mit 16:20 (11:10) mussten sie sich letztlich geschlagen geben. „Das war schon sehr ärgerlich, am Ende haben wir uns durch einige selbst verschuldete Probleme in Bedrängnis gebracht“, sagte Marten Franke.

Zum einen litt das Hastedter Spiel erheblich durch simple Kommunikationsprobleme. Vor einer solch tollen Kulisse zu spielen, ist zweifellos motivierend, erschwert andererseits aber auch extrem die Absprachen untereinander. Während in der Bremer Verteidigung die Abläufe mittlerweile automatisiert sind, litt besonders das Angriffsspiel. „Es war oft so, dass fünf Leute die Absprache mitbekommen haben und zwei eben nicht“, erklärte Franke.

Knackpunkt war sicherlich, dass der SG-Trainer zwei seiner Stammspieler angeschlagen zumindest zeitweise herausnehmen musste. Leon Grieme (ein Tor) und Jan Ole Harting (2) konnten ihrer Mannschaft folglich nur bedingt helfen. Somit setzten die Hastedter verstärkt auf das Spiel über den Kreis, was einerseits durch die ebenfalls gute Fredenbecker Abwehr und andererseits durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen extrem torpediert wurde.

Da half es auch nicht, dass Luca Prieß im Tor und Jorit Latacz am Kreis eine überzeugende Leistung ablieferten. Zwar stand Maik Skoric (2) wieder zur Verfügung, doch auch der erfahrene Routinier hat noch nicht alle Laufwege verinnerlicht. Letztlich fehlten den Hastedtern auch die personellen Alternativen, um die starke Defensivleistung mit einer besseren Angriffsleistung in etwas Zählbares umzuwandeln.

Am kommenden Sonnabend (10. November, 19.30 Uhr) empfängt der Tabellenzehnte SG HC Bremen/Hastedt (6:10 Punkte) den unmittelbaren Nachbarn TSG Hatten-Sandkrug (5:11). Mit einer verbesserten Offensivleistung könnte dabei durchaus der vierte Sieg im neunten Spiel herausspringen.

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Berdar; Felix Fietze (3), Francke, Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (1), Harting (2), Skoric (2/1), Ole Fietze (4/2), Jan Wiezorrek (2), Latacz (2).

Nächste Spieltermine

 

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen

14:30
A-Jugend

THW Kiel — HC Bremen