1. Herren: Unentschieden in letzter Sekunde verspielt
Rote Karte für Hastedts Spielertrainer Marten Franke nutzt Oberliga-Aufsteiger HSG Delmenhorst zum 32:31-Sieg

Bremen. Es hätte alles so schön sein können: zwei Minuten vor dem Abpfiff wähnten sich die Handballer der SG HC Bremen/Hastedt schon beinahe auf der Siegerstraße. Kurz zuvor hatte Jan Wiezorrek nach Kempa-Trick zum 31:29 getroffen und alles sah in der Halle der HSG Delmenhorst nach einem gelungenen Oberliga-Start aus. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst verkürzte Dominik Ludwig für den Aufsteiger auf 30:31, dann erzielte Frederic-Serafino Oetken 22 Sekunden vor der Schlusssirene auch noch das 31:31. „Ausgerechnet per Überkopfwurf, dabei hatten wir vorher noch angesagt, dass dies auf jeden Fall verhindert werden soll“, sagte der Bremer Spielertrainer Marten Franke.

Doch selbst ein Punkt sollte den Hastedtern nicht vergönnt sein, denn ausgerechnet Franke, der mit elf Treffern wieder einmal der Bremer Torgarant war, unterlief ein folgenschwerer Fehler. Quasi bei der letzten Aktion der Gäste, wähnte sich Franke bei eigenem Angriff im Vorteil, als sein Zuspiel an den Kreis durch den Pfiff der Schiedsrichter unterbrochen wurde. „Für mich war die Sache klar und ich wollte den Freiwurf für uns ausführen, doch stattdessen ahndeten die Schiedsrichter den Umstand, dass ich den Ball nicht freigegeben hatte, mit der Roten Karte. Das war schon bitter und darf mir natürlich nicht passieren“, sagte Marten Franke. Und so war die reguläre Spielzeit bereits beendet, als Oetken den anschließenden Siebenmeter zum Delmenhorster 32:31 (19:16)-Sieg verwandelte.

„Das tut mir natürlich sehr leid für meine Mannschaft, die ein klasse Spiel gemacht hatte“, sagt Franke. Besonders in der ersten Hälfte litt die Hastedter Vorstellung aber insbesondere unter der unterdurchschnittlichen Leistung der beiden Torhüter. Dabei war Luca Prieß, der aufgrund einer Verletzung den Großteil der Vorbereitung verpasst hatte, kaum ein Vorwurf zu machen, doch auch bei Drazen Lucic lief es ungewohnt schlecht.

Das war besonders ärgerlich, da Franke mit der Abwehr in den verschiedensten Formationen zufrieden war. Dabei variierte die SG mit einer anfänglichen 3:2:1-Deckung, die später immer offensiver und fast schon zu einer 3:3-Abwehr mutierte. Später verordnete er mit Tim Coors dem auffälligsten Delmenhorster eine Manndeckung. Die Delmenhorster gefielen durch eine sehr disziplinierte Leistung, ließen sich durch die gute Hastedter Deckung nicht aus dem Konzept bringen und spielten ihre Angriffe immer bis zuletzt aus. Die Bremer verpassten es dagegen, sich nach dem Zwischenspurt von 24:26 (45.) auf 27:26 (50.) weiter abzusetzen und ließen zwei, drei Großchancen aus.

Trotz der Niederlage sah Marten Franke viel Gutes von seinem jungen Team, sodass er dem schweren Auftaktprogramm gegen Aurich und Cloppenburg (auswärts) sowie Edewecht und Habenhausen (Heim) dennoch zuversichtlich entgegenblickt.

SG HC Bremen/Hastedt: Lucic, Prieß; Felix Fietze, Schröder (3), Gövert, Franke (11/2), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme (1), Harting 6), Heller, Ole Fietze (5/1), Jan Wiezorrek (5).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen verlegt!!!

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen ist abgesagt!!!

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder