Beachhandball EM U17: Deutsche U 17 verliert Glücksspiel
Beachhandballer verpassen bei der Europameisterschaft die Hauptrunde – Niederlage gegen die Niederlande vorentscheidend

Bremen. Die Hoffnungen der deutschen U 17-Beachhandballer gingen im Dauerregen von Stare Jablonki unter. Als Dritter der Vorrundengruppe B verpasste die Mannschaft des Bremer Nationaltrainers Marten Franke bei der Europameisterschaft in Polen den Einzug in die Hauptrunde der besten acht Teams und spielt in der Trostrunde bestenfalls noch um den neunten Platz.

Dabei ging es in der deutschen Gruppe extrem knapp zu. Portugal, die Niederlande und Deutschland wiesen nach Ende der Vorrunde jeweils vier Punkte auf und hatten jeweils fünf Sätze gewonnen. Auch die direkten Vergleiche brachten keine Entscheidung, sodass letztlich das Torverhältnis den Ausschlag gab, wo das deutsche Team dann das Nachsehen hatte. U 17-Nationaltrainer Marten Franke machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Das ist schon ein herber Rückschlag für uns alle. Denn vom Niveau her sehe ich unsere Mannschaft eindeutig unter den Top-Vier.“

An diese bittere Pille hatte nach dem Auftaktsieg gegen den späteren Gruppensieger Portugal noch niemand einen Gedanken verschwendet. Angeführt vom Ex-Bremer Kari Klebinger, der in diesem Spiel 14 Punkte beisteuerte, setzte sich das deutsche Nachwuchsteam knapp mit 2:1 nach Shoot-out durch (17:16, 13:19, 9:8). Vorentscheidend war dann die hauchdünne Niederlage gegen die Niederlande. „Diese Wasserschlacht hatte bei 40 Minuten Dauerregen sicherlich nichts mit Beachhandball zu tun“, sagte Marten Franke. Nach einem schlechten ersten Satz, der mit 23:18 an die Niederländer ging, fingen sich die Deutschen wieder und glichen mit dem souveränen 13:10 aus. „Doch alles konnte man bei diesem Wetter einfach nicht berechnen. Da wurde doch vieles zur Glückssache“, erklärte Franke. Und dieses Glück fehlte seinem Team. Mit dem 6:7 im Shoot-out ging diese Partie letztlich verloren. Um doch noch die Hauptrunde zu erreichen, benötigte das deutsche Team neben einem Sieg über Litauen jetzt noch die Schützenhilfe der Niederländer.

Doch die Unterstützung blieb aus, denn Portugal setzte sich ebenso hauchdünn mit 2:1 durch, wie das Franke-Team gegen Litauen. Im ersten Satz ließ das deutsche Team seinem Gegner beim 28:10 keine Chance, bekam danach aber das große Nervenflattern, und die Litauer witterten ihre Chance. Dennoch schien noch ein Zwei-Satz-Sieg möglich. Bis dato hatte Matthew Wollin vom HC Bremen bereits eine überzeugende Vorstellung abgeliefert. Mit 18 Toren und 34 Punkten war der Bremer der fünftbeste Scorer der Vorrunde. Doch sein letztes Tor gegen Litauen fiel einen Sekundenbruchteil zu spät, sodass es erneut in den Shoot-out ging, den schließlich Deutschland mit 5:4 gewann.

„Wir müssen das natürlich erst einmal verdauen, wobei ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen kann. Wir werden jetzt versuchen, das Beste aus der Situation herauszuholen“, sagte Marten Franke. In der Gruppe III der Trostrunde geht es für die deutsche U 17 erst einmal gegen die Schweiz, die Slowakei und Russland weiter.

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