Bescherung am Jakobsberg
SG HC Bremen/Hastedt gewinnt Pokal der Handball-Verbände Niedersachsen/Bremen

Hastedt. Was für ein Jahresausklang für die SG HC Bremen/Hastedt! Die Oberliga-Handballer nutzten in der engen Halle am Jakobsberg ihren Heimvorteil und waren im Pokal-Final Four der Verbände Niedersachsen und Bremen das Maß aller Dinge. Der Gastgeber räumte zunächst im Halbfinale den Ligarivalen SG Achim/Baden mit 24:18 (11:8) aus dem Weg, mit einem 19:16 (11:9)-Triumph im Endspiel über den Verbandsligisten VfL Fredenbeck II qualifizierte er sich schließlich für den Amateurpokal des Deutschen Handball.-Bundes.

„Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können“, sagte Hastedts Spielertrainer Marten Franke und strahlte rundum zufrieden. Seine Mannschaft hatte direkt vor der internen Weihnachtsfeier selbst für einen gewaltigen Stimmungsschub gesorgt und fuhr das Temperament schon in der Halle ausgelassen hoch, als ihr der Siegerpokal nach dem gewonnenen Finale übergeben wurde.

Starker Marten Franke

Im Auftaktspiel gegen den Pokalverteidiger SG Achim/Baden war sofort das richtige Feuer drin. Die Niedersachsen hatten einige Trommler als lautstarke Unterstützung auf der Tribüne mitgebracht, auf dem Feld gab aber die SG HC Bremen/Hastedt den Ton an und setzte sich sofort auf 7:3 ab (7.). „Bei der verkürzten Spielzeit von nur 40 Minuten war es für uns wichtig, dass wir von vornherein Gas gegeben haben“, lobte Marten Franke sein Team. Er selbst hatte auf der Angriffsmitte einen glänzenden Auftakt erwischt und sechs der sieben Bremer Treffer erzielt, bevor ihm die Achimer umgehend eine Sonderbewachung verpassten.

Geholfen hatte es den Niedersachsen nicht, da nun andere Zweikämpfer der Bremer in die Bresche sprangen und den freien Platz für sich nutzen. Näher als bis auf 9:11 ließ der gut aufgelegte Bremer Schlussmann Luca Prieß die Achimer nicht heran, die sich im Akt der Verzweiflung auch noch offensiver an SG-Rückraumspieler Yannick Schäfer orientiert hatten. Über 15:11 (Ole Fietze) und 21:14 (Tim Steghofer) machten die Hausherren den Finaleinzug per klassischem Start-Ziel-Sieg perfekt. Den Finaleinzug sicherte sich auch der VfL Fredenbeck II, der sich in dieser Runde wieder als Pokalschreck erwies und den klassenhöheren Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 22:21 aus dem Rennen warf.

Doch obwohl die Fredenbecker im Endspiel mit Luis Krumm (3 Tore), Arne Eschweiler (5) und Ole Richter (1) drei junge Spieler aus ihrem Drittligakader aufgeboten hatten, blieb bei ihnen die nächste Überraschung gegen die SG HC Bremen/Hastedt aus. „Wir hatten in diesem Spiel nicht an die Leistung vom Halbfinale gegen Achim/Baden anknüpfen können“, sagte Marten Franke. Das machte jedoch nichts, da der SG-Torwart Bassam Farasha seiner Mannschaft mit einigen Paraden den Rücken stärkte. Als der Gastgeber später seine 5:1-Abwehr zugunsten einer defensiveren Variante auf die 6:0-Formation zurückpfiff und damit einige gegnerische Würfe blockte, war es um den VfL Fredenbeck II geschehen. Sebastian Heller, Lasse Till und Ole Fietze bauten den 16:15-Vorsprung auf 19:15 aus und die Würfel waren gefallen.

Ob die SG HC Bremen/Hastedt nun auch zum bundesweiten Amateurpokal melden wird, an dem die Pokalsieger der jeweiligen Landesverbände teilnahmeberechtigt sind, ist fraglich. „Damit werden wir uns erst noch genauer beschäftigen müssen“, sagt Marten Franke. Sollte sich dabei der Aufwand und die Kosten als zu hoch erweisen, würde er auf einen Verzicht plädieren. Das hatte in der vergangenen Saison schon die SG Achim/Baden als Pokalsieger der Saison 2016/17 gemacht.

SG HC Bremen/Hastedt: Farasha, Prieß; F. Fietze (2), Laube, Ehmke, Till (7), Franke (10/3), Schäfer (4), Wiezorrek, Stelzner, Heller (7), O. Fietze, Steghofer (10/5).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen verlegt!!!

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen ist abgesagt!!!

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder