Das Unentschieden fühlt sich an wie eine Niederlage
Wenige Sekunden vor Ende müssen Hastedts Landesliga-Handballerinnen den Ausgleich hinnehmen

Bremen. Niko Wachowiak ärgerte sich nach dem 22:22 (10:11)-Unentschieden der Handballerinnen der SG HC Bremen/Hastedt gegen den TSV Bremervörde zum Auftakt in die neue Landesligasaison gewaltig: „Es fühlt sich an wie eine Niederlage“, erklärte der SG-Coach, „besonders, weil uns nur noch wenige Sekunden zum verdienten Sieg gefehlt haben.“ Bremervördes Top-Torschützin Julia Friese (11/4) erzielte knapp 30 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich – und sorgte damit für einiges Ungemach seitens der Gastgeberinnen.
Wenige Sekunden vor der Pausensirene sorgte Friese per Siebenmeter schon für die knappe Gästeführung und deckte dabei ein Defizit der Hastedterinnen auf: „Wir haben unsere Angriffe in mehreren Situationen viel zu überhastet abgeschlossen“, so der Trainer, „anstatt einfache Würfe zu nehmen, haben wir es oft zu kompliziert gemacht.“ Dadurch seien die Gegnerinnen immer wieder zurück ins Spiel gekommen, „obwohl wir schon im ersten Durchgang die bessere Spielanlage hatten“, sagte Wachowiak.

Führung wechselt häufig

Dennoch muste seine Mannschaft im ersten Durchgang stets einem Rückstand hinterherlaufen und sich bis zur 38. Minute gedulden, ehe Jana Kießling mit dem 14:13 erstmals die Hastedter Führung erzielte. Anschließend wogte die ausgeglichene Begegnung hin und her, die Führung wechselte häufig und keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen.
„Die Schiedsrichter hätten in mehreren Szenen deutlich früher auf Zeitspiel gegen Bremervörde entscheiden müssen“, ärgerte sich der Trainer, „mehrmals haben sie sich fast eineinhalb Minuten lang den Ball hin und her gespielt.“
Nachdem Wachowiak die Abwehr auf ein eher defensives 3-2-1-System umgestellt hatte, kamen die Bremerinnen zu zahlreichen Tempogegenstößen, welche allerdings häufig nicht zum Torerfolg geführt hätten, „weil uns im Abschluss schlicht die nötige Ruhe gefehlt hat“, analysierte der Coach. In der Folge nutzten die Gäste mehrfach einen schnellen Gegenstoß zu leichten Toren, erst der Ausgleich zum 18:18 durch einen Siebenmeter von Hastedts Top-Werferin Theresa Mähr (7/3) in der 47. Minute brachte die Gastgeberinnen überhaupt in die Situation, von zwei Punkten zu träumen.

Ärger über Schiedsrichter

Als Theresa Mähr dann in der 57. Minute erstmals in der Partie sogar einen Drei-Tore-Vorsprung für ihr Team herausspielen konnte, schnupperten die Gastgeberinnen bereits den süßen Duft des Erfolgs. „Diesen Vorsprung darfst Du nicht so einfach hergeben“,monierte Wachowiak, „das Spiel musst Du einfach mit zwei Punkten nach Hause bringen.“ Noch größer wurde der Ärger des Trainers aber, als Julia Friese schließlich den Ausgleich für den TSV Bremervörde erzielte: „Das waren nicht nur gefühlt sieben Schritte, bis sie zum Wurf hochsteigt“, meinte er, „das müssen die Schiris einfach sehen und pfeifen.“ Dennoch wollte Wachowiak bei den Unparteiischen nicht den Schuldigen suchen: „Den Punktverlust haben wir uns selbst zuzuschreiben“, betonte er, „in Arsten werden wir alles daran setzen, um endlich unseren ersten Saisonsieg einzufahren.“ Sein Team werde „selbstbewusst und mit breiter Brust“ bei einem der möglichen Aufstiegsaspiranten antreten, versicherte Wachowiak.
SG HC Bremen/Hastedt: Kuhr, Heuchert; T. Mähr (7/3), Kelm (1), Hagedorn, Ahlers, M. Mähr, Frank (5), Lagemann (3), L. Becker (1), Kießling (4), A. Becker, Brünjes (1)

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