Desolate zweite Halbzeit
Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt unterliegen beim TuS Rotenburg deutlich mit 25:39

Bremen. Auch lange nach der Schlusssirene war Marten Franke noch aufgewühlt: „So etwas wie in der zweiten Halbzeit darf uns einfach nicht passieren“, erklärte der Spielertrainer des Handball-Oberligisten SG HC Bremen/Hastedt nach der deutlichen 25:39 (15:13)-Niederlage beim TuS Rotenburg.
Nachdem die Mannschaft in der ersten Hälfte auf Augenhöhe mit den Gastgebern agiert hatte, wurde in Durchgang zwei beinahe schon ein Klassenunterschied offenbar, der allein durch das Fehlen von Abwehrchef Yannick Schäfer nicht zu erklären war. Die Gäste waren sofort im Spiel, vor allen Dingen Franke, der zum besten Werfer seiner Mannschaft (10 Tore) avancierte. „Wir hätten deutlich höher führen müssen“, fand Franke aber auch schon dort einen Schwachpunkt. Ein Problem sei erneut das fehlende Haftmittel für die Hände (Backe) gewesen, „ohne das einfach nicht genau genug geworfen werden kann“, wie Franke betonte. Dennoch zeigten die Hastedter guten Tempo-Handball, lediglich die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.
Die zweite Hälfte begann zerfahren, früh gerieten die Gäste in Rückstand und dezimierten sich dazu selbst: Mehrfach entschieden die Referees gegen die Bremer, gleichartige Fouls der Gastgeber seien weniger hart bestraft wurden, kritisierte Franke. Allein daran wollte er die Pleite allerdings nicht festmachen: „So eine Leistung ist einfach schwer zu erklären“, so Franke, „wenn der Gegner mit einem 10:1-Lauf innerhalb weniger Minuten davonzieht, muss man seine eigene Leistung hinterfragen.“
Der Zugriff in der Defensive habe gefehlt, immer wieder seien die Gegner in zu große Lücken im Bremer Abwehrverbund gestoßen. Zu viele leichte Ballverluste in der Offensive führten regelmäßig zu Tempogegenstößen der Hausherren – und zu zahlreichen einfachen Toren. Auch die beiden Torhüter konnten ihren Vorderleuten keine Sicherheit geben. „Insgesamt haben wir die falsche Einstellung an den Tag gelegt“, bemängelte Franke, „deshalb haben wir zwar verdient, aber dennoch viel zu hoch verloren.“
Die nun anstehende zweiwöchige Pause komme Franke und seinem Team sehr gelegen. „Wir müssen dieses Spiel so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen“, gab Franke die Richtung für die kommenden 14 Tage vor. Vor allen Dingen die letzten zehn Minuten hätten ihm schwer zu schaffen gemacht.

SG HC Bremen/Hastedt: Bassam, Prieß; Laube, Ehmke, Gövert, Till (4), Franke (10/2), K. Wiezorrek,(2), Heller (3), Fietze (1), J. Wiezzorek (3), Henke, Steghofer (2)

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen