Herren: Debakel im Abstiegskampf
SG HC Bremen/Hastedt unterliegt der SG Achim/Baden mit 17:30

Bremen. Es wird eng für die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt. In der heißen Endphase der Saison rutschte die Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke nach der jüngsten Niederlage auf den vorletzten Tabellenrang ab und steht damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Dabei erlebten die Bremer bei der SG Achim/Baden ein regelrechtes Debakel. Mit 17:30 (10:14) mussten sie sich geschlagen geben und verzeichneten in den 60 Minuten eine rekordverdächtige Zahl an Fahrkarten. „Das waren deutlich über 20 Fehlversuche, ich tendiere eher zu 30“, sagte Marten Franke.

Sicherlich litten die Hastedter einerseits enorm unter dem ungewohnten Spiel ohne Backe, doch das allein war es nicht. Vielmehr waren es andererseits auch die falschen Mittel, die die Bremer wählten, um die Gastgeber zu stoppen. Dabei waren die Achimer keinesfalls klar überlegen. Sie spielten aber deutlich stabiler, solider und nutzten vor allem ihre Chancen äußerst effektiv. „Sie haben einfach über die vollen 60 Minuten ihr Ding gemacht“, sagte Franke.

Dies gelang seiner Mannschaft dagegen nicht. Bereits die ersten beiden Versuche konnten nicht im Achimer Tor untergebracht werden. Zunächst wurde ein Abpraller vergeben, danach scheiterte Ole Fietze mit einem Siebenmeter. Erst in der fünften Minute konnte er seinen Fehlversuch mit der 1:0-Führung wieder ausgleichen. Dieses Auslassen an Chancen zog sich wie ein roter Faden durch das Bremer Spiel. Bis zum Siebenmeter von Marten Franke zum 10:11 (24.) hielten die Hasted­ter dagegen. Danach zogen die Gastgeber mehr und mehr davon.

Apropos Franke: der Spielertrainer laborierte weiterhin an seiner Schulterverletzung und war seit zwei Wochen ohne Training. Zudem spielte auch Leon Grieme angeschlagen, nachdem er in der zehnten Minute mit dem Fuß weggerutscht war. Ohnehin war die Personallage schlecht. Gleich sieben Rückraumakteure standen nicht zur Verfügung und aus der Bundesliga-A-Jugend war lediglich Malte Helbig dabei, nachdem Bjarne Budelmann und Thies Hermann verletzt ausgefallen ­waren. Und auch Torwart Luca Prieß musste verletzt für Drazen Lukic ausgewechselt werden. „Doch das will ich eigentlich gar nicht als Entschuldigung gelten lassen“, sagte Marten Franke.

Tatsächlich lief einfach so gut wie nichts zusammen bei den Bremern. Dagegen hielt die extrem kompakte 6:0-Abwehr der SG Achim/Baden, die immer wieder sehr effektiv zum Ball verdichtete, den meisten Angriffsbemühungen der Hastedter stand. Die sieben äußerst mageren Treffer in der zweiten Halbzeit sprechen Bände. Nachdem die Achimer mit einem Zwischenspurt von 14:11 auf 20:11 davongezogen waren (44.), brachen die Bremer mehr und mehr auseinander.

Einziger Lichtblick war noch Paul Schröder, der mit seinen sieben Toren eine solide Leistung ablieferte. „Das war der Einzige, der aus dem Rückraum für Gefahr sorgte“, sagte Marten Franke. Er ist jetzt erst einmal froh über die zweiwöchige Pause, denn diese Niederlage hat schon am Selbstvertrauen seiner Spieler genagt. Jetzt heißt es erst einmal wieder neue Kraft zu schöpfen und sich wieder voll für den Abstiegskampf zu motivieren. Den Hastedtern bleiben nach der Osterpause jetzt noch zwei Spiele, um sich aus der Abstiegszone zu entfernen. Am 27. April erwarten sie zu Hause den unmittelbaren Tabellennachbarn HSG Barnstorf/Diepholz und am 4. Mai beenden sie die Saison beim Schlusslicht TSV Bremervörde. „Da sind vier Punkte durchaus realistisch, damit könnten wir dann vielleicht sogar der Relegation entgehen“, sagte Marten Franke.

HC Bremen: Prieß, Lukic; Felix Fietze, Paul Schröder (7/1), Helbig, Franke (5/4), Brune, Kai Wiezorrek, Grieme, Ole Fietze (3/1), Jan Wiezorrek (2), Latacz.

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder