Herren: Hastedter fühlen sich betrogen
Oberliga-Handballer müssen sich Bissendorf-Holte hauchdünn mit 23:24 geschlagen geben

Bremen. Die Lage bleibt für die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt prekär. Daran konnte die Mannschaft von Spielertrainer Marten Franke auch im Heimspiel gegen den TV Bissendorf-Holte nichts ändern. Denn auch gegen den Tabellenzweiten stand am Ende lediglich ein Achtungszeichen zu Buche. Zählbares sprang bei der 23:24 (11:11)-Niederlage nicht heraus.

Durch ein Tor in der 59. Minute machten die Bissendorfer den Auswärtssieg perfekt. Ausschlaggebend war für Marten Franke jedoch eine andere wichtige Phase der Partie. „Wir fühlen uns betrogen“, sagte der Spielertrainer und bezog sich mit dieser Feststellung auf den Zeitraum zwischen der 41. und 45. Minute. Die Hastedter lagen mit 17:14 vorn, als dem Schiedsrichtergespann Enrico Marcks und Manuel Morgenstern ein Fehler unterlief. Sie hatten ein reguläres Tor der Bissendorfer abgepfiffen, wofür sie sich entschuldigten, sich aber offenbar genötigt sahen, im weiteren Verlauf ihre Linie zu verlassen. So sah es zumindest Marten Franke. „In der Folge gab es fünf krasse Fehlentscheidungen gegen uns. Für mich waren das ganz eindeutig Konzessionsentscheidungen. Eine davon hätte ich sicherlich akzeptiert, aber das hat uns ziemlich aus dem Konzept gebracht.“ So war der hart erkämpfte Vorsprung wieder dahin, Bissendorf glich zum 17:17 aus.

In den ersten 30 Minuten versäumten es die Bremer, sich abzusetzen. „Da haben wir sicherlich sieben, acht gute bis sehr gute Chancen liegen gelassen. Dabei verfügten die Bissendorfer aber ebenfalls über einen guten Torwart“, sagte Marten Franke. Der Spielertrainer kämpfte immer noch mit einer Verletzung an der linken Schulter, die er sich vor einer Woche gegen Hatten-Sandkrug zugezogen hatte. „Ich hatte unter der Woche nicht mittrainiert und mich gegen Bissendorf auch erst nach 15 Minuten eingewechselt. Es ging so einigermaßen“, sagte Franke.

Das traf auch für die letzten 15 Minuten der Begegnung zu. Die Hastedter hatten sich nach dem 17:17-Ausgleich wieder gefangen und sich leicht auf 19:17 abgesetzt. Eine sichere Führung sollte allerdings nicht mehr zustande kommen. Stattdessen fingen sich die Bremer teils sehr unglückliche Gegentreffer, sodass die Schlussphase noch dramatisch werden sollte. Nach dem 23:23 von Jorrit Latacz (59.), traf Fabian Rußwinkel postwendend zum 24:23. Nach Auszeiten auf beiden Seiten bekam Marten Franke eine Manndeckung verpasst, doch Hastedt blieb noch eine letzte Angriffschance durch Leon Grieme. Der prellte nahezu über das gesamte Spielfeld und wurde dann unsanft gestoppt. „Für mich war das ein klares Foul, doch der Pfiff blieb aus. Aber auch das passte an diesem Tag ins Bild“, so Franke.

Insgesamt zeigten die Gastgeber eine gute Leistung. Gegen Bissendorfer lediglich 24 Tore zuzulassen, bekommen in der Liga nur die wenigsten Mannschaften hin. Denn mit den Rußwinkel-Brüdern Christian (7 Tore) und Fabian (8), verfügten die Gäste über ein durchschlagskräftiges Rückraum-Duo, das nur noch vom ausgezeichneten Kreisläufer Simon Mayer (8) getoppt wurde. Auf der Gegenseite gefielen bei den Hastedtern die beiden Kreisläufer Felix Fietze (5) und Jorrit Latacz (3). Herausragend agierte aber erneut Torwart Luca Prieß, der zahlreiche aussichtsreiche Bissendorfer Möglichkeiten über die Außenpositionen zunichte machte.

Die SG HC Bremen/Hastedt steht in den letzten drei Spielen unter Zugzwang. „Um ganz sicher zu sein, brauchen wir drei, wohl eher noch vier Punkte“, sagt Franke. Die ersten könnten am kommenden Sonnabend bei der SG Achim/Baden geholt werden. Ohne Backe wird dieses Spiel nur über den Kampf zu gewinnen sein.

HC Bremen: Prieß, Lucic; Felix Fietze (5), Schröder (1), Gövert, Franke (2/1), Brune (2), Kai Wiezorrek, Grieme (1), Heller, Ole Fietze (4/4), Jan Wiezorrek (5), Latacz (3).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

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15:00
2. Damen

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17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder