Herren: Ohne Backe, aber mit viel Leidenschaft
HC Bremen trotzt Rotenburger Heimstärke und gewinnt mit 26:19

Bremen. Die Halle in der Pestalozzistraße des TuS Rotenburg ist für den Großteil der Oberliga-Mannschaften eine uneinnehmbare Festung, was sicherlich vor allem am strikten Backeverbot liegen dürfte. Lediglich die Handballer des unangefochtenen Spitzenreiters OHV Aurich und des TV Cloppenburg konnten bislang den Heimnimbus der Gastgeber knacken. In diesen illustren Kreis kann sich jetzt auch die SG HC Bremen/Hastedt einordnen. Das Team von Spielertrainer Marten Franke feierte einen nie gefährdeten 26:19 (12:8)-Sieg und entfernte sich damit weiter aus der Abstiegszone. Nach einer Durststrecke herrscht bei den Bremern mittlerweile wieder eine andere Atmosphäre. „Die Stimmung ist gut, alle haben den Abstiegskampf klar angenommen“, sagt Franke.
Die Hastedter fuhren gut vorbereitet nach Rotenburg. Beim Training unter der Woche stand das Spiel ohne Haftmittel im Fokus, und das machte sich letztlich bezahlt. Nach vier fehlerlosen Angriffen lagen die Bremer nach knapp sieben Minuten bereits mit 4:0 vorn. Ohne Backe geht aus dem Rückraum eher nur eingeschränkt Gefahr aus, und so verteidigten die SG mit einer kompakten 6:0-Deckung. Die war bis dato von den Rotenburgern nicht zu knacken und erwies sich auch in der Folgezeit als schwer überwindbar. Erst nach der 9:2-Führung folgte eine kurze Schwächephase, in der die Heimmannschaft mit ihren bekanntermaßen schnellen Gegenstößen auf 6:10 verkürzte.
„Wir wussten, dass wir im Spiel Sechs-gegen-Sechs gut aussehen würden. Mit nur 19 Gegentoren in Rotenburg ist unser Plan sehr gut aufgegangen“, sagte Marten Franke. Dafür sorgten auch Leon Grieme und Felix Fietze, die in der Defensive im Innenblock sicher standen und auch vorne jeweils zwei Treffer erzielten. Kam dennoch einmal etwas durch, war auf Luca Prieß im Hastedter Tor wieder einmal Verlass. Der stand rund 50 Minuten zwischen den Pfosten und lieferte eine sehr gute Leistung ab.
Die Hastedter boten insgesamt eine sehr disziplinierte Vorstellung, leisteten sich wenig technische Fehler und so gut wie keine überhasteten Würfe. „Kampfgeist und Emotionen stimmten, da gab es kaum etwas zu kritisieren“, so Franke. Der Bremer Trainer musste ohne David Brune und seinen Mittelmann Ole Fietze auskommen. So wurde kurzfristig Bjarne Budelmann mitgenommen, der nahezu fehlerlos blieb, die Bälle gut verteilte und außerdem selber traf (5/3). Auch Youngster Thies Hermann lieferte gerade in der Anfangsphase eine überzeugende Leistung ab.
In der 43. Minute lagen die Hastedter erstmals mit acht Toren vorne, nachdem Felix Fietze das 19:11 erzielte. Eine insgesamt sehr gute Leistung lieferte erneut Paul Schröder ab, der in seiner Rotenburger Heimat besonders in der Offensive überzeugte und sechs Tore erzielte. Ohnehin durften die Bremer mit ihrem Angriff absolut zufrieden sein. „26 Tore in Rotenburg können sich sehen lassen, zudem haben sich die Treffer im Team sehr gut verteilt“, sagte Marten Franke.
Ein ganz anderes Kaliber steht der SG HC Bremen/Hastedt am Sonnabend (16. März) bevor, wenn der Tabellenfünfte VfL Fredenbeck um 19.30 Uhr am Hastedter Osterdeich aufläuft. „Fredenbeck ist immer eine Wundertüte, da setzen in jedem Spiel andere Akteure die Akzente“, sagt Franke. Doch die Bremer können durch die verbesserte Personalsituation mittlerweile wieder besser trainieren und hatten sich bereits im Hinspiel sehr gut angestellt. Lediglich 20 Tore hatte die Abwehr in Fredenbeck damals zugelassen. „Leider war auf der anderen Seite unser Angriff aber viel zu drucklos, sodass wir nur 16 Tore erzielen konnten. Wenn wir das diesmal besser hinkriegen, sollten zwei Zähler möglich sein“, so Franke.

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß, Lucic; Felix Fietze (2), Schröder (6), Budelmann (5/3), Gövert, Franke (5/3), Helbig, Kai Wiezorrek, Grieme (2), Jan Wiezorrek (4), Latacz, Hermann (2).

Nächste Spieltermine

 

17:15
1. Damen

Elsflether TB — HC Bremen

18:00
1. Herren

TuS Haren — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TSG Altenhagen-Heepen

15:00
2. Damen

TS Woltmershausen — HC Bremen

17:30
2. Herren

HC Bremen — SV Werder