Herren: Personal-Engpass einfach weggekämpft
HC Bremen feiert mit dem 29:22 beim Schlusslicht Elsfleth dritten Sieg in Folge

Die Personallage beim Handball-Oberligisten HC Bremen war prekär. Auch Paul Schröder ging für den HC Bremen angeschlagen ins Auswärtsspiel gegen den Elsflether TB. Beim 29:22 über das Schlusslicht traf er dennoch fünfmal. Die Bremer landeten damit den dritten Sieg in Folge.

Bremen. Nach dem hauchdünnen 35:34-Sieg beim TV Bissendorf-Holte hatte Marten Franke eine kleine Siegesserie in Aussicht gestellt – und die Oberliga-Handballer des HC Bremen setzten die Direktive ihres Spielertrainers prompt um. Mit dem 29:22 (17:16)-Erfolg beim Elsflether TB holten die Bremer zum dritten Mal in Folge beide Punkte und weisen als Tabellensechster drei Punkte Rückstand zum Dritten HSG Delmenhorst. Dort erwartet den HC Bremen am kommenden Freitag, 21. Februar, ab 20 Uhr eine deutlich schwerere Aufgabe als beim Tabellenschlusslicht in Elsfleth.

Dennoch – der am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallene Sieg war alles andere als ein Selbstgänger. Dafür waren die personellen Voraussetzungen der Bremer einfach zu unkalkulierbar. Gleich acht Spieler standen Marten Franke nichts zur Verfügung, darunter auch Gabriel Schupp und Ole Fietze.

Schupp hatte es immerhin zwei Minuten lang versucht, bis er sich dann doch wieder auf die Bank setzte. Weiter fehlten aber unter anderem auch Latacz und Lennart Koppe, der angeschlagene Paul Schröder hielt durch und erzielte dabei fünf Tore. Letztlich mussten es die acht verbliebenen Feldspieler und drei Torhüter richten.

„Das war schon ein ganz spezielles Spiel. Darum war ich nicht nur mit dem Sieg zufrieden, sondern vor allem auch mit der Einstellung, die wir gezeigt haben“, sagte Marten Franke. Frei nach der Devise, „Egal wie, wir müssen heute alles reinhauen“, zeigten die Bremer aufopferungsvollen Kampf- und Teamgeist. „Das haben wir heute extrem gut gemacht“, sagte Franke.

In der ersten Hälfte ließ die Abwehrarbeit der Gäste aus Bremen noch etwas zu wünschen übrig. Dies nutzte vor allem Elsfleths Florian Doormann konsequent aus. Der Leitwolf des Schlusslichtes freute sich in den ersten 30 Minuten über einige Freiräume und traf insgesamt elfmal, davon fünfmal von der Siebenmeter-Linie.

Das machten die Bremer nach der Pause besser, deckten jetzt mit einer Spitze und wirkten deutlich stabiler. Hinzu kam ein glänzend aufgelegter Julius Timm zwischen den Pfosten, der der Abwehr mit 16 Paraden Sicherheit gab. „Nur sechs Gegentreffer in der zweiten Hälfte sind schon eine richtige Hausnummer“, sagte Marten Franke.

Angesichts der Personalprobleme änderte der HC Bremen auch seine Spielanlage. Der bewährte Tempohandball wich einem eher bedächtigen Vorgehen. „Wir haben dann schon versucht, mit ruhigem Aufbau das Tempo ein wenig zu verschleppen, weil wir mit unseren Kräften haushalten mussten“, sagte Franke. Der HC Bremen agierte zumeist mit zwei Kreisläufern. Max Laube und Felix Fietze trafen dabei zwar jeweils nur einmal, erkämpften aber etliche Freiräume und holten Siebenmeter heraus.

Dennoch blieb das Spiel zunächst noch ausgeglichen, obwohl sich die Bremer nach Wiederanpfiff zunächst durch Kai Wiezorrek auf 22:17 abgesetzt hatten (43.) und somit erstmals mit fünf Toren in Führung gegangen waren. Dessen Bruder Jan avancierte unterdessen zum Torgaranten. Neun Treffer gelangen ihm über die angestammte Außenposition, aber auch aus dem Rückraum. Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 24:21 (49.) leitete den nächsten Drei-Tore-Lauf des HC Bremen ein, den Marten Franke und Paul Schröder fortsetzten. Nach einem Siebenmetertor von Doormann gehörten die letzten drei Aktionen erneut den Bremern. Max Laube, Marten Franke und Jan Wiezorrek schraubten das Endergebnis noch auf 29:22.

„Unser Plan ist heute voll aufgegangen. Das ging nur, weil alle Bock hatten und alle gefightet haben. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Franke. Am Freitag reist sein Team zum Tabellendritten HSG Delmenhorst, der zurzeit einen ähnlich guten Lauf wie der HC Bremen hat. „Das wird ein schweres Spiel, wir werden gucken, was geht. Natürlich wollen wir am besten den 27:25-Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen“, hofft Franke auf eine ähnlich starke kämpferische Vorstellung seiner Spieler wie gegen Elsfleth. Personell soll es gegen Delmenhorst diesmal nicht noch einmal zu einem solchen Engpass kommen.

HC Bremen: Prieß, Timm, Berdar; Felix Fietze (1), Schröder (5), Laube (1), Schupp, Helbig (2), Franke (10/7), Kai Wiezorrek (1), Heller, Ole Fietze, Jan Wiezorrek (9).

Nächste Spieltermine

 

19:00
A-Jugend

HSG Handball Lemgo — HC Bremen

19:30
A-Jugend

HC Bremen — TuSEM Essen

19:30
A-Jugend

VfL Horneburg — HC Bremen

20:00
1. Herren

HSG Hunte-Aue-Loewen — HC Bremen

11:20
E-Jugend

SG Findorff — HC Bremen