Kampf und Tempo
Elf Tore von Tim Steghofer beim Hastedter 33:26 über Bremervörde

Bremen. In eigener Halle bleiben die Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt eine Macht. Das musste auch der TSV Bremervörde erkennen, der mit einer letztlich klaren 26:33 (13:16)-Niederlage die Heimreise antrat. Dabei überzeugte die Mannschaft des Bremer Spielertrainers Marten Franke insbesondere durch ihr Tempospiel. Spieler des Tages war bei der SG darum auch zweifelsohne Tim Steghofer. Für den schnellen Angreifer war der Hochgeschwindigkeits-Handball wie gemacht. Er avancierte mit elf Treffern zum erfolgreichsten Bremer.

Bis der Motor der SG aber so richtig rund lief, benötigten die Gastgeber allerdings reichlich Anlaufzeit. Bis zum 8:8 (17.) verlief die Partie noch absolut ausgeglichen, wobei die Hastedter in erster Linie darunter litten, beste Torchancen liegen zu lassen. Erst kurz vor der Halbzeitpause stand erstmals ein deutlicher Vier-Tore-Vorsprung zu Buche (29.).

Die weiterhin schlechte Chancenverwertung war auch Hauptursache für die schwächste Phase der Hastedter in diesem Spiel. Der Vorsprung schmolz Anfangs der zweiten Hälfte Tor um Tor zusammen und plötzlich führten die Bremervörder mit 20:18 (39.). „Da schien es in den Köpfen meiner Spieler schon wieder zu rotieren und Erinnerungen an das verlorene Spiel in Bissendorf kamen hoch“, sagte Marten Franke. Doch die Hastedter kämpften sich wieder aus diesem Tief heraus. Jetzt kam das immer besser werdende Tempospiel mehr und mehr zum Tragen und auch die Chancen wurden besser genutzt.

Das lag auch daran, dass die Abwehr stärker wurde, was wiederum auch an der guten Leistung von Hauke Ehmke lag. Der Abwehrspezialist stabilisierte die Deckung im Innenverband enorm und krönte seine Leistung mit einem Konter-Treffer zum 24:21, nachdem er einen gegnerischen Ball abgefangen hatte (46.). Dann bauten Felix Fietze, Jan Wiezorrek und Tim Steghofer (2) den Vorsprung auf 28:23 aus (54.) und spätestens als Marten Franke per Kempa-Trick das 29:23 gelang, war das Spiel entschieden.
Die SG überzeugte bei diesem Sieg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Erstmals wurde Abwehrchef Yannick Schäfer nach seiner überstandenen Schulterverletzung wieder über nahezu die gesamte Distanz auch im Angriff erfolgreich eingesetzt und traf auch wieder aus dem Rückraum. Lasse Till war in der Offensive mit sechs Treffern erneut eine Bank.
Für die Hastedter geht es am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr) beim SV Beckdorf jetzt darum, endlich den ersten Auswärtssieg einzufahren. Interessanterweise wartet Dritttliga-Absteiger Beckdorf immer noch auf den ersten Heimsieg.

SG HC Bremen/Hastedt: Farasha, Prieß; Felix Fietze (4), Laube, Ehmke (1), Gövert, Till (6), Franke (4), Schäfer (3), Kai Wiezorrek, Ole Fietze, Jan Wiezorrek (4), Steghofer (11/2).

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen