Kein Mittel gegen Bissendorfer Rückraum
SG HC Bremen/Hastedt hält gut dagegen, muss sich aber mit 34:37 beugen

Bremen. Dass es beim heimstarken TV Bissendorf-Holte nicht leicht werden würde, war Spielertrainer Marten Franke bereits vorher klar. Dass es seine Oberliga-Handballer der SG HC Bremen/Hastedt bei der 34:37 (14:18)-Niederlage aber letztlich so schwer haben würden, überraschte schon etwas. „Die Bissendorfer waren selbst sehr erleichtert, da es in den jüngsten Wochen nicht so besonders lief. Und gegen uns ist jetzt ausgerechnet der Knoten geplatzt, denn sie haben eine ganz starke Leistung gezeigt. Das müssen wir einfach akzeptieren“, sagte Marten Franke, der mit dem Spiel seiner Mannschaft insgesamt gar nicht einmal unzufrieden war.
Dabei überzeugten die Gastgeber besonders im Angriff. „Da haben wir es einfach nicht geschafft, Kontakt herzustellen. Gegen die Rückraum-Würfe aus elf, zwölf Metern haben wir letztlich kein Mittel gefunden“, sagte Franke. Da half es auch nicht, dass die Bremer immer wieder versuchten, ihre Abwehr anzupassen.

Über eine 5:1-, später dann 6:0-Deckung versuchten es die Hastedter mit einer 5+1-Variante, als sie Bissendorfs starken Spielmacher Christian Rußwinkel mit einer Manndeckung bedachten. „Wir wurden einfach immer offensiver, später spielten wir fast schon eine offene Manndeckung, was den Bissendorfern dann allerdings immer mehr entgegen kam“, so Hastedts Spielertrainer Marten Franke.
In der von beiden Seiten hochklassig geführten Partie lagen die Gäste zunächst in Führung, verpassten es aber aus dem 8:6 (11.) mehr zu machen. Gute Chancen wurden vergeben, sodass Bissendorf wieder aufschloss und bis zur Pause eine Vier-Tore-Führung herauswarf.
Nach der Pause hatte diese Führung zunächst weiter Bestand, bis die Hastedter drauf und dran waren, endgültig den Anschluss wieder herzustellen. Einen Bruch gab es jedoch als Sebastian Heller kurz hintereinander eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, nachdem er nach seiner ersten vermeintlich wenige Sekunden zu früh wieder zurück aufs Feld gekommen sein sollte. „Das hat uns mitten im Aufschwung wieder aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Franke, der trotzdem noch einmal alles versuchte, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben.

So operierten die Hastedter in den letzten zwölf Minuten zumeist mit dem siebten Feldspieler. Am Angriff hatte Marten Franke so auch insgesamt wenig auszusetzen, auch wenn es durchaus „drei, vier Tore mehr hätten sein können, wenn wir die Chancen genutzt hätten“. Besonders Lasse Till, der mit acht Treffern erfolgreichster Bremer Torschütze war und auch Tim Steghofer (5) konnten dort überzeugen. Mangelhaft lief es dagegen über den Kreis. „Dort haben wir sechs, sieben klarste Chancen einfach liegen gelassen“, monierte Franke.
Am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr, Jakobsberg) ist die Marschroute für die Hastedter, die nach der Niederlage auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht sind, im nächsten Heimspiel unstrittig. „Wir spielen natürlich klar auf Sieg“, sagte Marten Franke, auch wenn mit dem TSV Bremervörde eine interessante Aufgabe auf die Bremer wartet. „Bremervörde ist für mich die Überraschung der Liga. Obwohl die beiden herausragenden Leistungsträger der vergangenen Serie, Adnan Salkic und Marcus Hölling gar nicht mehr mitspielen, schlägt sich die Mannschaft sehr gut, wie zuletzt bei ihrem Erfolg über den TV Neerstedt.“

SG HC Bremen/Hastedt: Prieß; Felix Fietze (3), Laube (1), Ehmke, Gövert, Till (8), Franke (6/1), Schäfer (1), Wiezorrek, Heller, Ole Fietze (1), Jan Wiezorrek (6), Steghofer (8/4).

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