Torreiches Duell auf Augenhöhe
Die SG Findorff schlägt die SG HC Bremen/Hastedt in der Handball-Landesliga der Frauen mit 36:31

Bremen. Am Ende war Nikolai Wachowiak hin und her gerissen: „Der Findorffer Sieg geht in Ordnung“, sagte der Handball-Trainer des Frauen-Landesligisten SG HC Bremen/Hastedt nach der 31:36 (18:20)-Niederlage bei der SG Findorff, „ist aber zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen.“ Schließlich habe seine Mannschaft gegen einen der Top-Favoriten in Sachen Oberliga-Aufstieg bis in die Schlussphase einer ebenso interessanten wie rasanten Begegnung hinein „auf Augenhöhe mithalten“ können.

Aufgrund der bekannten Offensivstärke der Gastgeberinnen um Top-Werferin Andrea Wiegandt (10/3 Tore) begannen die Gäste zunächst mit einer 6-0-Deckung, die der Coach dann während einer frühen Auszeit aber neu justieren musste. „Wir waren in den ersten zehn Minuten nicht so aufmerksam, wie wir es uns vorgenommen hatten“, begründete Wachowiak die Maßnahme. Auf der Gegenseite war SG-Trainerin Corinna Wannmacher mit der Leistung ihres Teams in der Anfangsphase der Partie nicht einverstanden, lediglich die Torfrauen Magdalena Riecken und Katharina Kühne hatten einen guten Tag erwischt und entschärften mehrfach gute Möglichkeiten der offensiv und aggressiv agierenden Gäste. „Nach unserer guten Anfangsphase haben wir jedoch in der Abwehr total nachgelassen“, kritisierte Wannmacher, „und Hastedt konnte aufholen und sogar in Führung gehen.“ Bis zur frühen Auszeit des HC-Coaches hatten sich die Findorfferinnen schnell einen komfortablen Vier-Tore-Vorsprung herausspielen können (7.), nachdem Wachowiak an einigen defensiven Stellschrauben gedreht hatte, gerieten die Gäste zunächst zwar sogar bis auf sieben Tore in Rückstand (15.), „weil Findorff vor dem Tor einfach effektiver war und wir zu viele Chancen ausgelassen haben“, wie Wachowiak bilanzierte. Doch dann fanden die Gäste immer besser zueinander und stemmten sich mit aller Macht gegen das drohende Debakel. Zur Halbzeit wechselten die Teams schließlich mit einer knappen Findorffer Führung.

Den Auftakt in Hälfte zwei begannen die Gäste durch zwei Treffer von Marlena Mähr und Hastedts torgefährliche Kapitänin Lisa Becker (zehn Tore) voller Selbstvertrauen und glichen kurz nach Wiederbeginn sogar zum 20:20 aus (32.). Im Anschluss entwickelte sich ein rasantes Spektakel, in dem sich beide Teams gleichwertig präsentierten und die Gastgeberinnen lediglich durch eine größere Effizienz vor dem Kasten von HC-Torhüterin Laura Loeffler in Vorteil gerieten. „Für ihr erstes Spiel hat Laura eine super Leistung geboten“, lobte Wachowiak seine junge Keeperin, die er allerdings in der Schlussphase vollkommen erschöpft vom Feld nehmen musste. Den Findorfferinnen gelang es nur selten, sich weiter als auf zwei Tore abzusetzen, die unermüdlich kämpfenden Gäste kamen immer wieder heran. „Beide Mannschaften haben ohne Abwehr gespielt“, konstatierte Corinna Wannmacher,.“eine erste und zweite Welle haben nicht stattgefunden.“ Andrea hat sicherlich die meisten Tore geworfen“, hob die SG-Trainerin hervor, „aber sie hatte schon bessere Tage.“
Annika Scholten hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärte Wannmacher. Als zunächst Andrea Wiegandt und später auch noch Madita Woltemade rausgenommen wurden, habe sie Verantwortung übernommen. Als Jana Kießling per Siebenmeter dann zum 29:30 aus Hastedter Sicht verkürzen konnte (49.), schien sogar ein Punktgewinn möglich. „In der Schlussphase waren wir in mehreren Situationen dann aber zu überhastet und unpräzise vor dem Tor“, beschrieb Wachwowiak, „da hat sich dann die größere Erfahrung bei Findorff durchgesetzt.“ Dank ihrer höheren Trefferquote konnten sich die gut aufeinander abgestimmten Gastgeberinnen letztlich immer deutlicher absetzen und brachten den Sieg schließlich souverän unter Dach und Fach. Gleichzeitig hält Findorff durch den Erfolg Anschluss an Tabellenführer VfL Horneburg – und bleibt damit im Aufstiegsrennen.

SG Findorff: Kühne, Riecken; Fuchs, Klein, Drost (2), E. Wannmacher (1), Messer (3), Woltemade (5), Wiegandt (10/3), Giese (1), Pelz (3), Scholten (7), Rump (3), Schröder (1)

SG HC Bremen/Hastedt: Loeffler, Abeldt; T. Mähr (4/2), Kelm (2), Hagedorn (2), Ahlers (1), M. Mähr (2), Frank (2), Lagemann (3), Becker (10), Burmeister (2), Kießling (3/1)

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