"Wir hatten die Qual der Wahl"
Drei Fragen vor Beach-EM an ... U17-Nationaltrainer Marten Franke

Die männliche U17-Nationalmannschaft bereitet sich aktuell gemeinsam mit den Nationalteams der Männer und Frauen in Ungarn auf die Beachhandball-Europameisterschaften vor. Im Kurzinterview spricht Nationaltrainer Marten Franke über die Festlegung des EM-Kaders, die Anfang der Woche erfolgte, die Stärken seiner Mannschaft und das Ziel für die Vorbereitungsmaßnahme …

Marten, Anfang der Woche habt ihr euren zehnköpfigen Kader für die Europameisterschaft bekannt gegeben. Wie schwierig war die Entscheidung?

Marten Franke:
Es war extrem schwierig. Harald (Co-Trainer Harald Mulder, Anm. d. Red.) und ich haben uns intensiv ausgetauscht, wir haben auch noch einmal Videos angeschaut und die Trainingsleistung rekapituliert.

Wir haben insgesamt 19 Jungs gesehen und alle haben einen guten Job gemacht. Wir hatten also deutlich mehr Spieler zur Verfügung, als wir mitnehmen können – und spricht dafür, dass langsam eine gute Breite in der Leistungsspitze entsteht.

Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität der Spieler und hatten wirklich die Qual der Wahl. Es war eine wirklich sehr knappe und enge Entscheidung, die uns alles andere als leicht gefallen ist. Das war wahrscheinlich der unschönste Job, den wir bisher machen mussten – einigen Jungs sagen zu müssen, dass es nicht ganz gereicht hat .

Warum habt ihr euch denn letztendlich für diese zehn Spieler entschieden? Welche Stärken bringen sie mit?

Marten Franke:
Wir haben uns für diese zehn Spieler entschieden, weil wir eine sehr große Variabilität im Kader haben. Wir haben sowohl sehr große und auch kräftige Spieler dabei als auch kleine, flinke, schnelle Spieler. Wir haben Shooter-Typen, aber auch eher spielerisch veranlagte Akteure.

Wir haben daher viele Waffen, was uns für die Gegner unberechenbar macht, denn wir sind sehr variabel und können auf die Spielweisen der Gegner gut reagieren.

Unsere Spieler sind zudem alle sehr gute Hallenhandballer, sodass sie technisch aus der Halle schon viele Fähigkeiten mitgebracht haben, die wir dem Beachhandball anpassen und weiterentwickeln konnten.

Ich hoffe, dass sich diese technische Stärke in einer gewissen Konstanz niederschlägt. Es ist das erste Turnier für diesen Jahrgang und wir wollen durch die Stärke der technischen Sicherheit möglichst konstant spielen – und so möglichst weit kommen.

Welche Erkenntnisse erhoffst du dir von der Maßnahme in Budapest?

Marten Franke:
Wir wollen den Jungs noch weiteren Input geben und einige taktische Feinheiten ausloten. Viele Jungs haben am letzten Wochenende bereits Beachhandball gespielt, in Cuxhaven oder beim Karacho Beach-Cup in Kelkheim, diesen Flow wollen wir nutzen.

Wir werden ja die ersten spielerischen Erfahrungen mit der Mannschaft machen, das ist für uns natürlich enorm wichtig. Die Spiele gegen Ungarn, Kroatien und Rumänien werden gute Gradmesser sein und es wird auch den Jungs guttun, wenn wir danach wissen, wo wir im Vergleich stehen.

Nächste Spieltermine

 

20:00
1. Herren

HC Bremen — SG VTB/Altjuehrden

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen