Zwischen Lust und Frust
Triumph für Hastedts Handballer, Blamage für Werder-Frauen 

Bremen. Weihnachtsfrust und Feierlust lagen bei den Bremer Handballteams im Pokalwettbewerb Niedersachsen/Bremen dicht beieinander: Die Oberliga-Männer der SG HC Bremen/Hastedt setzten sich im Final Four durch und qualifizierten sich für den DHB-Amateurpokal. Die Oberliga-Frauen des SV Werder Bremen II blamierten sich beim Ligarivalen HSG Phoenix mit der 22:25-Niederlage und verpassten den Einzug ins Final-Four.

„Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können“, freute sich Hastedts Spielertrainer Marten Franke darüber, dass sich seine Mannschaft die anschließende Weihnachtsfeier mit dem Pokaltriumph versüßte. Er räumte mit seinem Team im Halbfinale den Pokalverteidiger und Ligarivalen SG Achim/Baden mit 24:18 (11:8) aus dem Weg, weil er es beim 7:3-Vorsprung mit sechs Toren frühzeitig auf Touren gebracht hatte. Als die Niedersachsen den SG-Spielmacher kurz deckten, nutzten andere Spieler die Räume zum verdienten Sieg.

Im Endspiel traf die SG HC Bremen/Hastedt auf den Pokalschreck VfL Fredenbeck II, der im zweiten Semifinale den klassenhöheren Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 22:21 ausgeschaltet hatte. Dem Verbandsligisten nutzte aber auch die dreifache Verstärkung aus dem Drittligakader nicht: Er musste sich dem Gastgeber verdient mit 16:19 geschlagen geben.

Ob sich die SG HC Bremen/Hastedt zum bundesweiten Amateurpokal melden wird, an dem die Pokalsieger der jeweiligen Landesverbände teilnahmeberechtigt sind, ist offen. „Damit werden wir uns noch genauer beschäftigen“, sagt Marten Franke. Sollten sich der Aufwand und die Kosten als zu hoch erweisen, würde er auf einen Verzicht plädieren.

Lange Gesichter gab es bei den Frauen des SV Werder Bremen II in der dritten Pokalrunde bei der HSG Phoenix. Niemand hatte damit gerechnet, dass die ­Grün-Weißen nach dem 32:17-Punktspielerfolg vor zwei Monaten beim Oberliga-Vorletzten stolpern würden. Ohne die verbotene Backe an den Händen rutschte der Favorit auf dem glitschigen Hallenboden in Bassum am angepeilten Finaleinzug vorbei. „So schlecht hat in den vergangenen zehn Jahren keine meiner Mannschaften gespielt“, kritisierte Werders Trainer Radek Lewicki. Er will über die dritte Niederlage seines Teams in Folge noch nachdenken und dann daraus „Konsequenzen ziehen“. Welche, das ließ er offen.

Nächste Spieltermine

 

9:00
D-Jugend

ATSV Habenhausen — HC Bremen

16:00
B-Jugend

HC Bremen — TV Bissendorf

19:30
1. Herren

HC Bremen — TSG Hatten-Sandkrug

13:30
B-Jugend 2

HV Lueneburg — HC Bremen

14:30
A-Jugend

THW Kiel — HC Bremen